Prison of Doubles ist eine Indie-Simulation, die in einer alternativen Sowjetunion nach der Katastrophe von Tschernobyl spielt. Mutierte Parasiten haben begonnen, Menschen zu befallen und in Monster zu verwandeln. Spieler übernehmen die Rolle eines Aufnahmebeamten in einem spezialisierten Gefängnis, das sowohl gewöhnliche Straftäter als auch Verdachtsfälle beherbergt. Tagsüber gilt es, unter den Neuankömmlingen Doppelgänger zu entlarven, nachts müssen alle Bedrohungen abgewehrt werden, die sich einschleichen konnten.
Gameplay
Der Tagesablauf beginnt mit der Einzelaufnahme der Häftlinge. Jeder Neue bringt Anklage, Hintergrundgeschichte und Erklärungen für auffällige Merkmale mit. Beamte prüfen Körper und Kleidung auf sichtbare Anzeichen einer Infektion und führen detaillierte Akten. Hilfsmittel wie UV-Taschenlampe, Fingerabdruckset und Geigerzähler decken verborgene Hinweise auf, die bei bloßer Sichtprüfung verborgen bleiben. Das Urteil bestimmt den weiteren Weg: Gesunde kommen in die Allgemeinbevölkerung, Verdachtsfälle in die vorläufige Isolierung, bestätigte Doppelgänger werden eliminiert. Bei anhaltender Unsicherheit kann ein Fall bis zu drei Tage beobachtet werden - echte Infektionen zeigen dann neue Symptome, falsche Verdachtsmomente verschwinden.
Das Gefängnismanagement geht über die Aufnahme hinaus. Beamte bestellen Nachschub, sorgen für Verpflegung und überwachen die Sicherheitskameras. Vernachlässigte Sauberkeit begünstigt Krankheitsausbrüche unter den Insassen. Diese Aufgaben laufen parallel zum ständigen Druck, keine Fehlentscheidung zu treffen, denn jede hat direkte Auswirkungen auf die Sicherheit der Anstalt.
Spielmodi
Das Spiel folgt einem wiederkehrenden Tag-Nacht-Rhythmus ohne separate Modi. Tagsüber steht die Aufnahme, Beweissammlung und Urteilsfindung im Mittelpunkt. Nachts wechselt der Fokus auf aktive Verteidigung, sobald ein Alarm ausgelöst wird. Ein Doppelgänger in der Allgemeinbevölkerung kann sich im Zellentrakt in ein Monster verwandeln, entflohene Parasiten bewegen sich durch die Lüftungsschächte. Spieler müssen sich bewaffnen und die Bedrohung ausschalten, bevor sie andere Häftlinge erreicht. Der Zyklus beginnt jeden Tag mit neuen Ankömmlingen und baut Spannung durch die Folgen früherer Fehler auf.
Gefängnismanagement und täglicher Betrieb
Neben der Aufdeckungsarbeit erfordert die Simulation ständige Aufmerksamkeit für den Zustand der Anstalt. Regelmäßige Nachschubbestellungen sichern die Grundversorgung, Kamerabilder liefern Frühwarnungen bei Unruhen. Wird die Hygiene vernachlässigt, entstehen Gesundheitsprobleme, die die Identifizierung erschweren. Diese Systeme erzeugen eine gleichmäßige Arbeitslast, die parallel zu den hochbrisanten Aufnahmeentscheidungen verläuft und Spieler zwingt, Gründlichkeit und Effizienz über mehrere Aufgaben hinweg auszubalancieren.
Lohnt sich das Spiel?
Prison of Doubles richtet sich an Spieler, die ruhige, detailorientierte Simulationen mit Deduktionselementen und gelegentlichen Horroreffekten schätzen. Der Singleplayer-Schwerpunkt, ergänzt durch optionale Online-Koop-Funktionen, legt den Fokus auf sorgfältige Beobachtung und Konsequenzenmanagement statt auf schnelle Action. Mit geplantem Release 2026 und noch fehlenden Nutzerbewertungen befindet sich das Spiel noch in einer frühen Sichtbarkeitsphase. Wer Gefängnismanagement mit Parasitenjagd kombiniert sehen möchte, findet hier ein passendes System. Der Schwerpunkt auf Hilfsmitteln, Beobachtungszeiträumen und nächtlichen Abwehrphasen bietet einen eigenständigen Loop für Fans methodischer Indie-Titel.