Realms of Arkania: Star Trail ist ein Einzelspieler-Rollenspiel, das den Klassiker von 1994 in eine moderne Fassung überführt und dabei das anspruchsvolle Regelwerk des Pen-&-Paper-Systems Das Schwarze Auge beibehält. Spieler erstellen eine Gruppe und führen sie durch eine Geschichte um Ork-Einfälle, Bündnisse zwischen den Völkern und die Suche nach dem Salamanderstein - einem Artefakt, das Elfen und Zwerge vereinen soll. Das Spiel legt Wert auf sorgfältige Planung, Talentproben und taktische Entscheidungen in handgefertigten Spielorten auf dem PC.
Gameplay
Die Erkundung erfolgt in der Egoperspektive durch detaillierte Städte, Dörfer und Verliese. Bewegungen wirken bewusst, während Spieler Objekte untersuchen, mit NPCs sprechen und in Ereignissen die Talente ihrer Charaktere prüfen. Eine Weltkarte regelt die Reisen zwischen den Orten, wobei die Gruppe als Linie über ein Gelände zieht, das sich im Tag-Nacht-Rhythmus verändert. Zufallsbegegnungen und Wegkreuzungen erfordern Ressourcenmanagement und gelegentlich Talentproben für Nahrungssuche oder andere Überlebensaufgaben.
Kämpfe wechseln in eine isometrische Rasteransicht, in der jedes Gruppenmitglied Aktionspunkte für Bewegung, Angriffe, Zauber oder Verteidigungsstellungen erhält. Fernwaffen und Magie unterliegen Sichtlinien-Regeln, während Nahkämpfe auf angrenzende Felder beschränkt bleiben. Dutzende Talente decken Kampfstile, Magie und soziale Interaktionen ab; Erfolge werden meist durch verdeckte Würfe auf Basis der Charakterwerte ermittelt. Bei der Gruppenerstellung wählt man Rassen und Klassen, anschließend gilt es, Ausrüstung, Stufenaufstiege und Inventarlogistik für lange Reisen zu verwalten.
Game Modes
Das Spiel konzentriert sich auf eine Einzelspielerkampagne ohne Mehrspieler-Elemente. Spieler durchlaufen narrative Erkundung, Überlandreisen und separate taktische Kämpfe, die sich im Verlauf der Geschichte abwechseln. Egoperspektive-Abschnitte dienen der Handlung und Ermittlung, während die rasterbasierten Gefechte Positionierung und Ressourceneinsatz verlangen. Eine Automap und ein Tagebuch erleichtern Navigation und Dokumentation während längerer Spielzeiten.
Story and Setting
Nach den Ereignissen des Vorgängers sammeln sich die Orkstämme nach einer ersten Niederlage neu und greifen verwundbare Regionen an. Sie besetzen Lowangen und brennen Teile des Svellt-Tals nieder. Ein Elfengesandter in Kvirasim beauftragt die Gruppe, den Salamanderstein aus einer verlassenen Zwergenmine zu bergen. Unbekannte Kräfte behindern die Zusammenarbeit zwischen Elfen und Zwergen und fügen der Quest weitere Intrigen hinzu. Die Welt bietet eine detaillierte Fantasy-Landschaft mit unterschiedlichen Siedlungen und Ruinen, die nacheinander besucht werden.
Is It Worth Playing?
Die Steam-Bewertungen liegen bei 69 Prozent positiv aus 169 Bewertungen. Gelobt werden die Tiefe der Charaktersysteme und der taktische Kampf, kritisiert werden die Anforderungen der Benutzeroberfläche und das Reisetempo. Die Neuauflage ist als vollständiges Einzelspielertitel mit Updates bis 2021 verfügbar. Sie richtet sich an Spieler, die methodische Gruppenverwaltung, häufige Talentproben und rundenbasierte Rasterkämpfe aus älteren Rollenspiel-Traditionen schätzen. Wer moderne, straffe Erlebnisse sucht, könnte die Komplexität und das bewusste Tempo als weniger ansprechend empfinden, während Fans regelintensiver Abenteuer umfangreiche Systeme zum Meistern finden.