Running Late ist ein Indie-Plattformer im Casual-Bereich, der sich derzeit in Early Access auf dem PC befindet. Spieler übernehmen die Kontrolle über Ayumi, eine japanische Schülerin, die nach einem Fluch eines Yokai jeden Tag gegen die Uhr ankämpft.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die tägliche Fahrt zur Schule durch prozedural generierte Stadtviertel, bei der Ayumi rechtzeitig ankommen muss. Durch Kräfte des Donnergottes Raitaro kann sie Wände erklimmen, Aufprallkräfte abfangen und aus großen Höhen sicher landen. Diese Fähigkeiten ermöglichen schnelle Bewegungen durch vertikale und horizontale Herausforderungen, während Power-ups die Geschwindigkeit steigern.
Auf dem Weg lauern Hindernisse wie Gegenverkehr und Tiere, die bei Berührung zurückschleudern. Präzises Timing ist entscheidend, um Schwung zu halten und das Ziel zu erreichen. Da sich die Stadt jeden Tag neu anordnet, müssen Spieler sich ständig an neue Wege und Strukturen anpassen.
Handgezeichnete Anime-Grafiken prägen das Erscheinungsbild, ergänzt durch einen eigens komponierten Soundtrack, der die handgefertigten Umgebungen unterstreicht. Der Fokus liegt darauf, Bewegungsabläufe zu kombinieren und Rückschläge zu vermeiden, um bei wiederholten Versuchen immer bessere Zeiten zu erzielen.
Spielmodi
Das Spiel besteht aus einer Einzelspieler-Zeitfahrt, bei der jede Runde einen Tag im verfluchten Szenario darstellt. Ayumi muss den Weg zur Schule innerhalb der Frist schaffen, sonst droht ihr als Strafe der Verlust ihrer Seele. Es gibt keine separaten Mehrspieler- oder Koop-Modi.
Die Wiederspielbarkeit ergibt sich aus der täglich neu generierten Stadt, die unendlich viele Variationen bietet. Spieler können denselben Tag mehrmals versuchen, um Zeiten zu verbessern, alternative Routen zu testen und Hindernisse gezielter zu umgehen. Power-ups und Trick-Ausführungen erweitern die Möglichkeiten jeder Runde, ohne das eigentliche Ziel zu verändern.
Grafik und Präsentation
Alle visuellen Elemente sind handgefertigt und folgen einem Anime-Stil. Hintergründe, Charaktere und Effekte setzen diesen Look konsequent um. Der originale Soundtrack verstärkt die Atmosphäre sowohl bei schnellen Passagen als auch in ruhigeren Momenten.
Die Mechaniken sind eng mit der Spielwelt verknüpft: Wandklettern und Sturzlandungen passen zum städtischen Setting, während der Fluch die wechselnden Layouts und den Zeitdruck erklärt. Zusammen erzeugen diese Elemente ein durchgängiges Vorwärtsdrängen in jeder Session.
Lohnt sich das Spiel?
Running Late richtet sich an Spieler, die schnelle Einzelspieler-Plattformer mit Zeitdruck und einfachen Fortschrittssystemen mögen. Im Early Access ist der Kern aus Hindernissen ausweichen, Kräfte nutzen und Zeiten jagen bereits verfügbar, weitere Inhalte können jedoch noch folgen.
Wer Anime-Art und kurze, wiederholbare Sessions schätzt, wird durch die tägliche Routenstruktur angesprochen. Das Fehlen von Multiplayer oder komplexen Systemen hält den Fokus auf Bewegungsbeherrschung und Anpassung an neue Layouts. Wer diesen Plattformer-Stil mag, findet hier durch die unendliche Level-Generierung klare Wiederspielbarkeit.