Shortest Trip to Earth ist ein Singleplayer-Roguelike-Weltraumsimulator für den PC. Das Spiel stammt vom Autor von Teleglitch: Die More Edition und verbindet prozedural generierte Sektoren mit detaillierter Schiffsführung und taktischem Echtzeitkampf. Spieler steuern anpassbare Schiffe, die von einer Mischung aus Crew, Drohnen und Tieren bemannt werden, und navigieren durch ein gefährliches Universum voller feindlicher Schiffe, Enterangriffe und fremdartiger Lebensformen.
Gameplay
Im Zentrum steht das Überleben prozeduraler Durchläufe. Jede Reise beginnt mit der Wahl eines von mehreren Schiffen, die sich in Geschwindigkeit, Robustheit und Ladekapazität unterscheiden. Ressourcen, die während der Reise gesammelt werden, ermöglichen das Craften und Einbauen modularer Komponenten, die Waffen, Verteidigung und Hilfssysteme verändern. Hunderte Schiffsteile erlauben umfangreiche Anpassungen, während die Crew, die Tiere und die Drohnen an Bord ständig koordiniert werden müssen.
Entscheidungsereignisse mit handgezeichneten Illustrationen treten häufig auf und führen zu unterschiedlichen Folgen für Moral, Schiffszustand oder Vorräte. Diese Wahlmöglichkeiten beeinflussen den Verlauf, ohne eine lineare Geschichte vorzugeben. Stirbt das Schiff, endet der Durchlauf - doch freigeschaltete Vorteile bleiben erhalten und verbessern die Startbedingungen für künftige Versuche.
Spielmodi
Shortest Trip to Earth ist ein reines Singleplayer-Roguelike ohne Multiplayer- oder Koop-Modus. Jede Session folgt demselben Prinzip: Aufbruch, Erkundung, Management und Kampf bis zum Scheitern oder bis zum Erreichen des Ziels. Der Fokus liegt darauf, aus jedem Verlust zu lernen und Schiffsausrüstung oder Crew-Zusammensetzung für den nächsten Versuch zu optimieren.
Durch prozedurale Generierung unterscheidet sich kein Durchlauf vom anderen. Zufällige Ereignisse, Gegnerpositionen und Sektorlayouts sorgen für stets neue Herausforderungen. Ohne klassische Speicherstände oder Checkpoints steht der Fortschritt allein durch gesammeltes Wissen und freigeschaltete Vorteile.
Erkundung und Management
Die Reise führt durch riesige Sektoren, die von exotischen Lebensformen und Bedrohungen bevölkert sind. Gesammelte Ressourcen dienen dem Ausbau des Schiffs, während der begrenzte Platz an Bord bestimmt, wie viele Crewmitglieder, Kampfhaustiere oder Unterstützungsdrohnen gleichzeitig eingesetzt werden können. Jedes Schiff startet mit einer Katze als ständiger Begleiter.
Das Management umfasst auch das Ausbalancieren von Offensiv- und Defensivsystemen. Über 500 Module, verschiedene Waffentypen inklusive Nuklearwaffen und 30 einzigartige Crew-Waffen bieten vielfältige Möglichkeiten, das Schiff an den eigenen Spielstil anzupassen. Mehr als 50 Crew-Typen, Drohnen und Kampfhaustiere erweitern die taktischen Optionen sowohl im Weltraum als auch bei Entergefechten.
Kampfsysteme
Die Echtzeitkämpfe finden auf zwei Ebenen statt. Bei Schiff-zu-Schiff-Gefechten geht es um Positionierung, Zielauswahl und den Einsatz von Modulen. Dringen Gegner an Bord ein, wechselt die Kontrolle zur Abwehr mit Crew-Waffen, Drohnen und trainierten Tieren in engen, chaotischen Gefechten. Erfolg hängt von der Vorbereitung und schnellen Reaktionen ab.
Das System belohnt Experimente mit unterschiedlichen Schiffskonfigurationen. Schwächen in einem Bereich können durch Stärken in einem anderen ausgeglichen werden, sodass Spieler ihre Taktik an die jeweilige Bedrohung anpassen müssen.
Lohnt sich das Spiel?
Shortest Trip to Earth erhielt überwiegend positive Bewertungen von über 1.200 Steam-Nutzern, die vor allem die Tiefe der Schiffsanpassung und die Roguelike-Spannung loben. Das Spiel richtet sich an Spieler, die komplexe Systeme unter Druck verwalten und aus wiederholten Niederlagen lernen möchten. Wer kurze Sessions oder Multiplayer sucht, könnte die steile Lernkurve und den Permadeath als weniger attraktiv empfinden.
Die prozedurale Struktur und die umfangreichen Moduloptionen sorgen für hohen Wiederspielwert für Fans von Raumschiff-Simulatoren mit taktischem Kampf. Das Spiel ist für den PC verfügbar und bietet ein abgeschlossenes Erlebnis ohne laufende saisonale Inhalte. Spieler, die mit Roguelike-Mechaniken und detailliertem Management vertraut sind, finden hier langfristig zufriedenstellendes Gameplay.