Siege Demolishers ist ein unabhängiges Casual-Spiel im Early Access für den PC, bei dem Spieler als Belagerungsingenieure in der Egoperspektive mit Wurfmaschinen hantieren. Im Mittelpunkt steht die Zerstörung von Gebäuden und Festungen durch realistische Physik-Interaktionen, ohne Skripte oder direkte Kämpfe.
Gameplay
Aus der Egoperspektive steuern Spieler ein Katapult, justieren Winkel und Zugkraft und schleudern Geschosse auf Ziele. Das Zerstörungssystem basiert auf Echtzeit-Physik: Bauwerke geben nach, sobald sie genug Treffer abbekommen haben. Je nach Aufprallwinkel überträgt sich die kinetische Energie unterschiedlich - schwache Schläge können von Oberflächen abprallen.
Umweltgefahren sorgen für zusätzliche Spannung: Einstürzende Gebäude gefährden Spieler in der Nähe, und gegnerische Geschosse können direkten Schaden verursachen. Deshalb ist es ratsam, sich hinter Deckung zu stellen oder Abstand zu instabilen Bereichen zu halten. Auch das Katapult selbst folgt physikalischen Regeln, sodass Spieler Schwung und Flugbahn bei der Zielauswahl berücksichtigen müssen.
Spielmodi
Die Einzelspieler-Kampagne führt durch eine Reihe von Aufgaben im Königreich. Hier lernen Spieler den Umgang mit der Wurfmaschine, während sie nach und nach gegnerische Bauten zerstören. Der Modus legt den Fokus auf das Verständnis der Physik, bevor es in den Mehrspielermodus geht.
Im Mehrspielermodus sind sowohl kooperative als auch kompetitive Runden möglich. Teams können gemeinsam gegnerische Stellungen unter Beschuss nehmen oder sich in direkten Duellen messen, bei denen es darum geht, mehr Schaden anzurichten als der Gegner. In Teamspielen starten beide Seiten in getrennten Gebieten und versuchen, die gegnerischen Bauwerke zu zerstören, bevor die eigenen vollständig einstürzen.
Physik- und Zerstörungssysteme
Das Spiel zeichnet sich durch ungeskriptete, physikbasierte Zerstörung aus. Gebäude reagieren auf kumulative Belastung; herabfallende Trümmer folgen denselben Simulationsregeln wie die Geschosse. Dadurch entstehen bei jedem Versuch andere Ergebnisse, da schon kleine Unterschiede in Winkel oder Timing die Energieverteilung verändern.
Die Projektile behalten ihre physikalischen Eigenschaften bei, sodass Spieler Entfernung, Höhe und Materialwiderstand spontan einschätzen müssen. Das System unterstützt Mehrspielersynchronisation, sodass mehrere Katapulte gleichzeitig mit derselben Umgebung interagieren können, ohne festgelegte Zerstörungsabläufe.
Lohnt sich das Spiel?
Siege Demolishers spricht vor allem Spieler an, die experimentelle Physik-Mechaniken und ungezwungene Zerstörung suchen, statt schnelle Action oder eine tiefgehende Geschichte. Im Early Access liegt der Schwerpunkt auf der Feinabstimmung des Spielprinzips: Die Kampagne bietet eine strukturierte Einführung, während der Mehrspielermodus durch Teamkoordination oder direkte Konkurrenz für Abwechslung sorgt.
Wer Wert auf realistische Geschoss-Simulation und organische Strukturversagen legt, wird die Systeme besonders beim Ausprobieren verschiedener Schussstrategien in gemeinsamen Sessions schätzen. Da das Spiel noch aktiv weiterentwickelt wird, sind weitere Updates für die bestehenden Spielmodi zu erwarten, ohne dass völlig neue Features hinzukommen.