SPS: Space Postal Service ist ein Indie-Simulationsadventure mit entspanntem Gameplay in einem handgezeichneten 2,5D-Universum. Spieler übernehmen die Rolle eines Raumkuriers, der Pakete zwischen Planeten ausliefert, die um eine zentrale Sonne kreisen und realistische Gravitationseinflüsse aufweisen. Dabei gilt es, den Treibstoffhaushalt im Blick zu behalten und mit den Bewohnern vor Ort zu interagieren.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht der Lieferzyklus: Aufträge annehmen, eine Route durch das Sonnensystem planen und die Sendungen an den vorgesehenen Orten abgeben. Jeder Planet besitzt eine eigene Anziehungskraft und Umlaufbahn, weshalb präzise Navigation gefragt ist, um nicht vom Kurs abzukommen oder den Treibstoff zu verbrauchen. Das Schiff wird zwischen den Zielen gesteuert, wobei Landungen oder Annäherungen an die Abgabepunkte erforderlich sind. Geht der Treibstoff aus, bleibt das Schiff liegen und muss vom Raumabschleppdienst geborgen werden.
Erkundung ist ein wesentlicher Bestandteil des Spiels. Das aktuelle Sonnensystem umfasst drei Planeten mit mehreren Standorten, an denen Einwohner auf ihre Post warten. Gespräche mit ihnen geben Einblicke in ihre Geschichten und Hintergründe. Als Nebenbeschäftigung können Briefmarken gesammelt und in einem Notizbuch abgelegt werden. Das Lesen ausgehender Post ist zwar möglich, wird jedoch im Spielkontext nicht empfohlen und schafft eine leichte Entscheidungsebene.
Spielmodi
Das Spiel ist eine Einzelspieler-Simulation, die sich auf aufeinanderfolgende Lieferaufträge innerhalb des bestehenden Sonnensystems konzentriert. Weder kompetitive noch kooperative Modi sind derzeit vorhanden. Die Hauptaufgabe verbindet Routenplanung, Navigation unter Berücksichtigung der Gravitation und optionale Dialoge an den Haltepunkten. Der Fortschritt ergibt sich aus den Einnahmen der Lieferungen und dem Sammeln von Briefmarken, was zu wiederholten Besuchen derselben Planeten anregt.
Zukünftige Erweiterungen sollen über Warp-Gates weitere Systeme erschließen, doch die aktuelle Version beschränkt sich auf das ursprüngliche Drei-Planeten-System. Dadurch liegt der Schwerpunkt auf der Beherrschung der Orbitalmechanik und effizienter Routenführung.
Erkundung und Fortschritt
Die Planetenbahnen und Gravitationseinflüsse erzeugen ein dynamisches Flugmodell, das Planung und schnelle Reaktionen belohnt. Spieler lernen, den Schwung beim Wechsel zwischen den Welten einzukalkulieren und einfache Strecken in Übungen der Flugbahnkontrolle zu verwandeln. Manche Standorte sind aufgrund ihrer orbitalen Position nur mit präzisen Anflügen erreichbar.
Die Einnahmen aus den Lieferungen finanzieren den weiteren Betrieb, während die Briefmarken ein Sammelziel darstellen, das den Gesamtfortschritt dokumentiert. Durch wiederholte Lieferungen erweitern sich die Dialoge und geben zusätzliche Einblicke in das Universum, ohne die Kernmechanik zu verändern. Der handgezeichnete Stil unterstreicht die verspielte, kleine Dimension jeder Welt und ihrer Bewohner.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel richtet sich an Spieler, die eine ruhige Weltraumsimulation mit leichten Adventure-Elementen und Fokus auf Alltagsaufgaben suchen. Die gravitationsbasierte Navigation und die Treibstoffbegrenzung sorgen für kontinuierliche Herausforderung, ohne Kampf oder komplexe Systeme. Die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen, die aktuelle Version bietet jedoch bereits ein abgeschlossenes Erlebnis um ein einzelnes Sonnensystem und seine Bewohner.
Wer sich für entspannte Erkundung und schrittweises Sammeln interessiert, findet im Lieferzyklus und dem Briefmarken-Notizbuch dauerhaften Anreiz. Das Fehlen von Mehrspielermodi hält den Umfang überschaubar und macht das Spiel zu einer klaren Wahl für kurze oder methodische Sessions. Zukünftige Updates könnten das Universum erweitern, doch der vorhandene Inhalt bietet bereits eine eigenständige Post-Simulationserfahrung.