Still There ist ein psychologisches Einzelspieler-Abenteuer, in dem man als alleiniger Leuchtturmwärter auf einer abgelegenen Raumstation lebt. Im Mittelpunkt stehen der Alltag der Stationswartung und das schrittweise Aufdecken einer persönlichen Geschichte, die sich durch Dialoge, Beobachtungen und Rätsel erschließt. Themen wie Trauer und Isolation prägen die Erzählung, ergänzt durch technische Herausforderungen und den Umgang mit einer künstlichen Intelligenz.
Gameplay
Man übernimmt die Rolle von Karl Hamba, der für Überwachung und Instandhaltung der Bento-Station zuständig ist. Zum Tagesablauf gehören die Analyse der Umgebung, Reparaturen und Berichte an entfernte Auftraggeber. Rätsel erfordern genaues Studium von Anlagen und Abläufen, damit alles funktioniert. Die Gespräche mit der Bord-KI Gorky beeinflussen den Verlauf und bringen Hintergründe sowie den zentralen Konflikt ans Licht. In den Pausen zwischen den Aufgaben kann man gegen Gorky Schach spielen, sich um ein Haustier-Tuatara kümmern oder recycelte Materialien zu Mahlzeiten verarbeiten. So entsteht ein realistischer Rhythmus aus Wartung und Reflexion in der Enge der Station.
Game Modes
Still There ist ein reines Einzelspieler-Narrativ ohne Multiplayer- oder Wettbewerbsmodi. Die gesamte Geschichte läuft als durchgehende Kampagne ab, in der sich Rätsel und charaktergetriebene Dialoge abwechseln. Fortschritt ergibt sich aus der Erledigung der Stationspflichten und den Gesprächen, nicht aus alternativen Handlungssträngen. Dadurch bleibt der Fokus auf Karls Routine und der allmählichen Enthüllung der Ereignisse, die durch einen Notruf ausgelöst werden.
Story and Themes
Nachdem ein unerwartetes Signal die Bento erreicht, gerät der gewohnte Ablauf ins Wanken. Karl muss sich mit alten persönlichen Problemen auseinandersetzen, während er auf Gorkys Unterstützung und gelegentlichen Wortwechsel angewiesen ist. Schwarzer Humor zeigt sich im Stationsalltag, etwa beim Streben nach dem perfekten italienischen Kaffee trotz technischer Notfälle. Die Geschichte thematisiert das Ausweichen vor der Vergangenheit und die Anziehungskraft des Vergessens, vermittelt durch direkte Interaktionen statt durch bloße Erläuterungen. Umgebungsdetails und Reaktionen der Figuren unterstreichen den psychologischen Ton, ohne externes Wissen vorauszusetzen.
Is It Worth Playing?
Still There richtet sich an Spieler, die ruhige, erzählungsstarke Abenteuer mit Fokus auf Rätsel und den Umgang mit einer KI schätzen. Die enge Stationswelt lädt dazu ein, Systeme und Objekte genau zu betrachten, und belohnt methodisches Vorgehen sowie feinen Humor. Der Schwerpunkt auf Trauer und Routine verleiht dem Spiel einen eigenen Charakter im Vergleich zu klassischen Weltraum-Abenteuern. Es liegt als abgeschlossenes Einzelspieler-Erlebnis vor, ohne zusätzliche Saisoninhalte oder Modi. Wer psychologische Geschichten und technische Wartungsschleifen mag, findet hier einen stimmigen Ablauf von Anfang bis Ende.