The Archivist ist ein kostenloses Indie-Adventure mit psychologischen Horrorelementen, das auf PC bereits in Early Access verfügbar ist. Spieler übernehmen die Rolle von Marco, einem Cybersecurity-Mitarbeiter, der nach einem Zwischenfall in einer Regierungsanlage eingesetzt wird. Dort wird an den Backrooms geforscht - Orten, an denen sich Räume verzerren und persönliche Erinnerungen in die Umgebung eindringen. Im Mittelpunkt steht die Erkundung und das narrative Fortschreiten, nicht Kampf oder Ressourcenverwaltung.
Gameplay
Im Kern geht es darum, sich durch verzerrte Flure und Räume zu bewegen, die sich im Laufe der Geschichte verändern. Spieler sammeln Forschungsdaten, indem sie Terminals und Systeme nutzen und dabei einfache Sicherheitsrätsel in Form von Hacking-Sequenzen lösen. Verstreute Dokumente enthüllen sowohl Marcos Vergangenheit als auch die Experimente der Anlage. Daraus ergibt sich ein Wechsel aus Bewegung, Untersuchung und schrittweiser Enthüllung. Die Umgebungen beginnen als gewöhnliche Büroflure, entwickeln aber nach und nach unmögliche Geometrien und erinnerungsbasierte Veränderungen, die Navigation und Sicht beeinflussen.
Fortschritt entsteht durch genaues Beobachten architektonischer Veränderungen und das Zusammentragen von Audio-Logs oder schriftlichen Aufzeichnungen. Der Horror entsteht durch den allmählichen Verlust vertrauter Räume und das Eindringen persönlicher Erinnerungen, die objektive Realität und subjektives Erleben vermischen. Die Steuerung beschränkt sich auf First-Person-Bewegung und Interaktionen - schnelle Reflexe oder Inventarverwaltung spielen keine Rolle.
Spielmodi
Das Spiel bietet eine durchgehende Einzelspieler-Kampagne ohne Multiplayer- oder Wettbewerbsmodus. Die gesamte Geschichte führt über einen einzigen Pfad, der Spieler tiefer in die Anlage und ihre verbundenen Backrooms-Schichten führt. Es gibt derzeit keine unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen oder alternative Szenarien. Die Struktur lädt dazu ein, verpasste Dokumente oder neue Deutungen der Ereignisse bei einem erneuten Durchgang zu entdecken.
Handlung und Setting
Die Geschichte dreht sich um Trauer und Erinnerungslücken vor dem Hintergrund experimenteller Forschung an liminalen Räumen. Marcos Auftrag beginnt als technische Bergungsmission, entwickelt sich aber zu einer persönlichen Auseinandersetzung mit vergangenen Ereignissen, die sich physisch in der Umgebung manifestieren. Die Anlage selbst wird sowohl zum Arbeitsplatz als auch zur psychologischen Falle, wobei jede neue Zone neue Verzerrungen mit sich bringt, die an die Erinnerungen des Protagonisten geknüpft sind. Der Fokus liegt auf atmosphärischer Spannung und textueller Entdeckung statt auf klassischen Gegnerbegegnungen.
Aktueller Stand und Entwicklung
Als Early-Access-Titel erhält The Archivist regelmäßig Updates, die neue Bereiche hinzufügen und die Hacking- sowie Dokumentensysteme verfeinern. Das Free-to-Play-Modell ermöglicht dauerhaften Zugriff ohne weitere Kosten. Die Entwicklung konzentriert sich auf narrative Konsistenz und vielfältige Umgebungen, während der Kern aus Untersuchung und Abstieg erhalten bleibt.
Lohnt sich das Spiel?
The Archivist richtet sich an Spieler, die ein ruhiges, erzählungsgetriebenes Horrorerlebnis mit Fokus auf Erkundung und Story-Entdeckung suchen. Wer psychologische Themen und Environmental Storytelling schätzt, wird das Konzept der sich verändernden Backrooms und Marcos persönliche Entwicklung ansprechend finden. Da sich das Spiel noch in Early Access befindet, ist es noch nicht vollständig und könnte in Tempo und Rätselvielfalt noch angepasst werden. Fans ähnlicher Indie-Titel, die Büro-Settings mit reality-bending Elementen verbinden, sollten es ausprobieren - besonders wenn sie atmosphärische Spannung Action oder Multiplayer vorziehen. Da es derzeit noch keine umfassenden Spielerzahlen oder Rezensionen gibt, bleibt die persönliche Genre-Vorliebe der entscheidende Faktor.