The Book of Legends ist ein Indie-Rollenspiel für den PC, in dem sich alles um eine Fantasy-Quest dreht: den Dämon der Angst, Azutura, aufzuhalten. Im Mittelpunkt steht Jordan, ein reisender Kämpfer von legendärer Stärke, der ein speziell angefertigtes Relikt zum Haus der Angst bringen soll. Als Diebe das Artefakt bereits am ersten Tag stehlen, weitet sich die Mission zu einer weitreichenden Reise aus, die von Rückeroberungsversuchen, Bündnissen und wachsenden Gefahren geprägt ist.
Gameplay
Erkundung bildet das Herzstück: Über 300 Areale in einer weitläufigen Welt gilt es zu durchstreifen. Im Kampf stehen mehr als 125 Zauber, über 60 Waffen und 110 Ausrüstungsteile zur Verfügung, während über 100 Gegnertypen - von Drachen und Mantikoren bis hin zu Dämonen und Ogern - die Herausforderung bilden. Besonders hervorzuheben ist das Party-System: Über 30 Charaktere lassen sich frei wechseln, darunter der stärkste Mann der Welt, eine Prinzessin, eine Berühmtheit, ein Geist, ein Drache, ein Dämon, ein Huhn oder eine Kuh. In manchen Abschnitten kann die Gruppe geteilt werden, was taktische Tiefe schafft. Auto-Speichern und Maussteuerung sorgen für Zugänglichkeit, während spektakuläre Zauber und Beschwörungssequenzen die Kämpfe prägen. Ein Kolosseum bietet zwei Turniere als zusätzliche Herausforderung. Nebenquests, Geheimnisse und Interaktionen mit Begleitern sowie Nicht-Spieler-Charakteren erweitern das Erlebnis über die Hauptgeschichte hinaus.
Spielmodi
Zwei Modi bestimmen den Schwierigkeitsgrad. Der Casual-Modus reduziert die Komplexität und beschleunigt den Fortschritt, während der RPG-Modus klassische Mechaniken mit anspruchsvollerem Ressourcenmanagement, härteren Kämpfen und strikter Systemtreue betont. Ein Wechsel zwischen beiden Modi ist jederzeit möglich, ohne die Handlung oder den verfügbaren Inhalt zu verändern.
Handlung und Entscheidungen
Die Geschichte überrascht mit Wendungen, schlagfertigen Dialogen und humorvollen Momenten, die die Beziehungen innerhalb der großen Charakterrunde beleuchten. Wichtige Entscheidungen beeinflussen den Verlauf und führen zu mehreren Enden. Ein Questbuch hält die Ziele übersichtlich, unterstützt die geschätzten 60 Spielstunden und umfasst Haupt- sowie optionale Aufgaben. Grafik und Musik erinnern an klassische 16-Bit-Rollenspiele und unterstreichen die Fantasy-Atmosphäre.
Lohnt sich das Spiel?
Die Resonanz der Spieler fällt gemischt aus: 60 Prozent von 139 Bewertungen fallen positiv aus. Stärken sind der Umfang des Inhalts - über 40 Erfolge, vielfältige Party-Optionen und hoher Wiederspielwert durch Entscheidungen und Enden. Fans klassischer Einzelspieler-Rollenspiele, die Erkundung, Charakteranpassung und verzweigte Handlungsstränge schätzen, werden am meisten Freude haben. Wer moderne Produktionswerte oder fortlaufende Updates erwartet, könnte die 2014er-Veröffentlichung optisch als veraltet empfinden, doch die Kernsysteme bleiben unverändert. Das Spiel richtet sich an Spieler, die lange Abenteuer mit humorvollen Texten und abwechslungsreicher Charakterkontrolle genießen - weniger an jene, die auf Hochglanzoptik oder Mehrspieler-Elemente setzen.