„The Heroic Legend of Eagarlnia" ist ein Einzelspieler-Großstrategiespiel auf einem eigenständigen Fantasy-Kontinent. Im östlichen Teil Eagarlnias, dem „Land of Praise", treten Fraktionen von Menschen, Elfen, Orks, Zwergen und Untoten gegeneinander an. Die Gebiete werden durch das „Mountain of Gods" voneinander getrennt. Das Spiel dreht sich um den Aufbau von Macht durch interne Entscheidungen, Ressourcenmanagement und militärische Expansion - ohne historische Vorgaben.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Wahl eines Fraktionsführers und dessen Aufstieg über mehrere Systeme hinweg. Im Inneren geht es um die Entwicklung von Territorien und wirtschaftliche Planung, außen um Handel und Konflikte mit Nachbarn. Kämpfe verbinden strategische Truppenaufstellung mit dem Einsatz von Helden; Einheiten und Anführer werden mit der Zeit stärker.
Spieler können aus 223 individuellen Helden auswählen, die jeweils eigene Persönlichkeiten, Fähigkeiten und Story-Aufträge mitbringen. Gefangene Helden lassen sich ins Team integrieren und gewähren nach Abschluss bestimmter Ziele exklusive Gegenstände oder Waffen. Das Militär umfasst 55 Soldatentypen, die in flexiblen Formationen organisiert werden können. Die Schlachten werden im Pixelstil dargestellt, ergänzt durch detaillierte Charaktergrafiken.
Das Reich wächst durch Eroberungen, Heldenmissionen und spezialisierte Truppenausbildung. Durch gezielte Ausbildungspfade entstehen Sonderformen von Einheiten, die die Zusammensetzung der Armee erweitern. Das Spiel belohnt sorgfältige Planung in den Bereichen Verwaltung, Diplomatie und Kampf, ohne auf festgelegte historische Ereignisse zurückzugreifen.
Spielmodi
Das gesamte Spiel läuft im Einzelspielermodus als eine fortlaufende Kampagne, in der man eine Fraktion führt und ausbaut. Alle Fortschritte finden innerhalb dieses Rahmens statt: Innenpolitik, Außenbeziehungen und militärische Feldzüge müssen ausbalanciert werden, um Einfluss und Gebiet zu vergrößern. Es gibt keine separaten Mehrspieler- oder Koop-Modi.
Entscheidungen betreffen interne Entwicklung, Handelsverhandlungen, taktische Gefechte und abenteuerliche Heldenmissionen. Erfolg hängt davon ab, diese Elemente sinnvoll zu verknüpfen - etwa indem man gefangene Helden für neue Fähigkeiten nutzt oder Spezialeinheiten für bestimmte Bedrohungen ausbildet. Die Struktur lässt viel Spielraum für individuelle Herangehensweisen beim Aufbau und der Verwaltung von Territorien.
Fraktionen und Welt
Fünf Gruppen bevölkern den östlichen Kontinent: Menschen, Elfen, Orks, Zwerge und Untote. Jede Fraktion startet in einer eigenen Region und verfolgt mit einzigartigen Stärken - sichtbar in Heldenfähigkeiten und Truppenoptionen - das Ziel der Vorherrschaft. Das „Mountain of Gods" bildet die zentrale Grenze und prägt die strategische Landkarte.
Helden jeder Fraktion verfügen über unterschiedliche Kräfte und persönliche Aufträge, die den Verlauf größerer Kampagnen beeinflussen. Gefangene Gegner erweitern das verfügbare Repertoire, während die Truppenausbildung es erlaubt, Armeen an den jeweiligen Spielstil anzupassen. Die Welt ist komplett eigenständig und weist keine Bezüge zu realer Geschichte oder bekannten Franchises auf.
Lohnt sich das Spiel?
Die PC-Version erhielt durchweg positive Rückmeldungen: 85 Prozent von 1.524 Bewertungen fallen positiv aus. Besonders hervorgehoben werden die Heldenentwicklung, die Anpassungsmöglichkeiten der Truppen und die Freiheit, den Weg einer Fraktion durch vielfältige Entscheidungen zu gestalten.
Das Spiel richtet sich an Fans von Großstrategie in originellen Settings, die keine historischen Nachbildungen suchen. Die Kombination aus Heldenmanagement, Truppenvielfalt und offener Gebietsentwicklung bietet Tiefgang für alle, die eine fokussierte Einzelspielerkampagne bevorzugen. Die Verfügbarkeit auf dem PC macht es für Strategiespielende zugänglich, die nach einer Indie-Interpretation des Genres suchen.