Vandals ist ein rundenbasiertes Strategiespiel mit Puzzle-Elementen, bei dem es um das Infiltrationskonzept des Streetarts geht. Spieler müssen sich durch fünf unterschiedliche Städte bewegen, Polizeistreifen ausweichen und zunehmend anspruchsvolle Wände mit Graffiti-Motiven markieren, die von realen Künstlern und Bewegungen inspiriert sind.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Planen jeder Bewegung auf einem gitterbasierten Spielfeld. Dabei gilt es, den Charakter so zu positionieren, dass er den Sichtkegeln der Polizisten entgeht und gleichzeitig einen Weg zu den Spray-Zielen findet. Mit fortschreitenden Levels werden die Wände schwieriger erreichbar, sodass präzises Timing und geschickte Positionierung nötig sind, um die Tags abzuschließen, ohne Alarm auszulösen. Die Städte reichen von Paris über Tokyo, São Paulo und Berlin bis New York und orientieren sich an realen Überwachungssituationen.
Nach jeder erfolgreichen Infiltration stehen verschiedene Graffiti-Stile zur Auswahl oder zum selbst Erstellen bereit. Dazu gehören kräftige Tags im Stil von Lady Pink in New Yorker Umgebungen, verspielte Figuren, die an Keith Haring erinnern, oder poetische Sprüche, die von Miss.Tic inspiriert sind. Zwischen den Puzzles gibt es kurze Hintergrundinformationen zur Streetart-Geschichte seit den 1960er-Jahren, die den Kontext liefern, ohne den Spielfluss zu stören. Eine eigens komponierte Soundtrack-Begleitung unterstützt die Sessions; zudem lässt sich zwischen Hoch- und Querformat sowie links- oder rechtsseitiger Steuerung wählen.
Spielmodi
Vandals bietet ausschließlich eine Singleplayer-Kampagne. Die 60 einzelnen Puzzles verteilen sich auf die fünf Städte und stellen jeweils eigenständige Infiltrationsaufgaben dar. Es gibt keine separaten Wettbewerbs- oder Koop-Modi. Die Struktur setzt auf sequenzielles Lösen, wobei Erfolge an Abschlussmeilensteine und kreative Entscheidungen während der Tagging-Sequenzen geknüpft sind.
Fortschritt ergibt sich durch das Beherrschen von Ausweichmustern und das Ausprobieren verschiedener Tag-Platzierungen. Die Kampagne steigert den Schwierigkeitsgrad schrittweise und führt stadtweise neue Umgebungselemente sowie veränderte Patrouillenverhalten ein. Das lineare, aber wiederholbare Konzept konzentriert sich auf die Beherrschung der rundenbasierten Mechaniken, ohne alternative Handlungsstränge oder Regelvarianten.
Streetart-Themen und Fortschritt
Fünf grafisch eigenständige Welten repräsentieren die Städte und spiegeln authentische Streetart-Szenen wider. Mit jedem gelösten Puzzle werden weitere Tagging-Varianten sowie historische Hinweise zur Entwicklung der Kunstform freigeschaltet. Die 40 Hintergrundtexte behandeln zentrale Entwicklungen seit den 1960er-Jahren und sind direkt mit den visuellen und thematischen Optionen im Spiel verknüpft. Achtzehn Erfolge belohnen die gründliche Auseinandersetzung mit diesen Elementen.
Der Fokus liegt durchgehend auf dem Infiltrations- und Tagging-Zyklus. Der gesamte Puzzle-Umfang bietet stundenlange Inhalte, ergänzt durch die Möglichkeit, in jeder Location unterschiedliche Graffiti-Ansätze auszuprobieren.
Lohnt sich das Spiel?
Vandals richtet sich an Spieler, die rundenbasierte Puzzle-Spiele mit kreativem Ansatz schätzen. Die Mechaniken legen Wert auf Planung und Beobachtung statt auf schnelle Reflexe und sind daher auch für kürzere Sitzungen geeignet, bieten aber durch anspruchsvollere spätere Level zusätzliche Tiefe. Auf Steam erhält das Spiel überwiegend positive Bewertungen, die vor allem die einfache Einstiegshürde und das befriedigende Fortschrittssystem der Stadtkampagnen hervorheben.
Mit seinen 60 Puzzles und ohne laufende saisonale Inhalte bietet Vandals ein in sich abgeschlossenes Paket. Interessierte an Strategiespielen oder Streetart-Themen finden hier konstanten Spielwert in den Infiltrationsaufgaben und der Tagging-Anpassung. Der günstige Preis und das fokussierte Design machen es zu einer klaren Empfehlung für Fans vergleichbarer Indie-Puzzle-Titel.