Wolfenstein: Cyberpilot ist ein Virtual-Reality-Actionspiel, das in einem alternativen Paris des Jahres 1980 spielt. Die Spieler übernehmen die Rolle eines versierten Hackers, der mit der französischen Résistance zusammenarbeitet und die Nazi-Streitkräfte sabotiert, indem er ihre eigenen Kriegsmaschinen übernimmt und gegen ihre Erbauer einsetzt.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Steuern erbeuteter Nazi-Fahrzeuge in linearen Missionen durch die besetzte Stadt. Der Fokus liegt auf direktem Kampf: Spieler rammen Infanterie, setzen Bordwaffen ein und zünden Ziele mit Flammenwerfern oder anderen Fahrzeugwaffen. Ein ausklappbarer Schild bietet in hitzigen Gefechten kurzfristigen Schutz und erfordert taktisches Positionieren im VR-Raum.
Drei unterschiedliche Fahrzeuge sorgen für Abwechslung im Kampf. Der wendige Panzerhund eignet sich für Nahangriffe und schnelle Schläge. Die größere Zitadelle liefert schwere Feuerkraft für längere Auseinandersetzungen. Eine kompakte Drohne ermöglicht leise Infiltrationsabschnitte, die sich von den zerstörerischeren Passagen abheben. Die Steuerung fühlt sich in VR responsiv an, wobei Zielen und Fahrzeugbedienung über natürliche Handbewegungen erfolgen.
Zwischen den Gefechten kehren die Spieler in einen Bunker der Résistance zurück. Dort lässt sich die sichere Umgebung frei erkunden, was kurze Atempausen und Kontext durch Umgebungsdetails sowie Gespräche mit Unterstützungsfiguren bietet.
Spielmodi
Das Spiel ist ausschließlich als Einzelspieler-Kampagne konzipiert. Sie umfasst vier unterschiedliche Level, die die Geschichte der Résistance durch gezielte Angriffe auf die Nazi-Infrastruktur vorantreiben. Jedes Level wechselt die verfügbaren Fahrzeuge, um die Begegnungen abwechslungsreich zu halten, und wechselt zwischen aggressivem Fahrzeugkampf und gelegentlichen, stealth-orientierten Drohnenabschnitten.
Es gibt keine Multiplayer-Elemente. Die Struktur konzentriert sich auf einen in sich geschlossenen Handlungsbogen, der sich ohne Verzweigungen oder zusätzliche Modi über die Missionen erstreckt. Der Fortschritt folgt einer klaren Abfolge von Zielen, bei denen es darum geht, Schlüsselpositionen zu erreichen und Bedrohungen mit den gehackten Maschinen auszuschalten.
Handlung und Setting
Die Geschichte versetzt die Spieler in die Rolle von Cyberpilot, einem Hacker, der für die französische Résistance gegen das Großgermanische Reich rekrutiert wird. Die Ereignisse spielen sich in Paris zwei Jahrzehnte nach den früheren Wolfenstein-Konflikten ab und liegen eine Woche vor der Zeitlinie von Youngblood. Der Ton verbindet Résistance-Operationen mit dem Befriedigungsgefühl, gegnerische Technologie gegen ihre Besitzer zu wenden.
Umweltgeschichten im Bunker und in den Missionsgebieten unterstreichen die Atmosphäre der alternativen Geschichte. Nazi-Besatzungselemente prägen Straßen und Anlagen der Stadt, während die sicheren Häuser der Résistance durch verstreute Dokumente und Charakterinteraktionen einen Kontrast schaffen.
Lohnt sich das Spiel?
Wolfenstein: Cyberpilot bietet ein fokussiertes VR-Action-Erlebnis, das auf fahrzeugbasiertem Kampf gegen Nazi-Streitkräfte basiert. Mit einer Spielzeit von meist unter zwei Stunden richtet es sich an Spieler, die eine kompakte Session statt lange Kampagnen suchen. Die Resonanz hebt die solide Grafik und das Neuartige des Steuerns ikonischer Maschinen wie dem Panzerhund hervor, auch wenn viele die begrenzte Wiederspielbarkeit nach Abschluss der Kampagne bemängeln.
Das Spiel spricht vor allem Fans der Wolfenstein-Reihe an, die eine Nebenhandlung oder VR-Enthusiasten, die First-Person-Shooter mit einer besonderen Wendung bei gegnerischen Fahrzeugen mögen. Wer längere Kampagnen oder hohe Wiederspielbarkeit priorisiert, könnte das Paket als kurz empfinden. Es ist weiterhin über gängige digitale Stores für PC erhältlich, sofern kompatible VR-Hardware vorhanden ist.