X-COM: Enforcer ist ein Third-Person-Shooter aus dem Jahr 2001 für den PC. Die Spieler steuern eine robotische Kampfeinheit, die aus menschlicher und außerirdischer Technologie besteht, und bekämpfen damit außerirdische Invasoren an verschiedenen Schauplätzen in den USA zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Im Gegensatz zu den rundenbasierten Strategie-Elementen früherer Teile der Reihe steht hier der direkte Kampf gegen die Alien-Streitkräfte in linearen Missionen im Mittelpunkt.
Gameplay
Im Zentrum steht schnelles Bewegen und Schießen aus der Third-Person-Perspektive. Der Enforcer kann rennen, springen und per Double-Tap ausweichen, während er mit verschiedenen Waffen zielt und feuert. Die Level spielen sich in städtischen Umgebungen ab - darunter Straßen, Dächer und Kanalisationen -, wo es vor allem darum geht, Aliens auszuschalten und ihre Transporter-Drohnen zu zerstören, die weitere Gegner spawnen. Aus besiegten Aliens lassen sich Datenpunkte sammeln, mit denen man zwischen den Missionen Upgrades und Forschungen freischaltet; nicht erforschte Objekte erweitern dabei die Auswahl an neuen Waffen und Rüstungen. Manche Missionen erfordern das Überleben von Wellenangriffen, den Schutz wichtiger Objekte oder den Kampf gegen große Boss-Gegner. Die Steuerung erfolgt per Tastatur und Maus und bleibt bewusst einfach, sodass der Fokus auf ständiger Action liegt.
Game Modes
Das Spiel bietet sowohl einen Singleplayer- als auch einen Multiplayer-Modus. Die Singleplayer-Kampagne umfasst rund dreißig Missionen, die mit zunehmend intensiven Alien-Angriffen aufwarten. Im Multiplayer können Spieler kompetitiv oder kooperativ gegeneinander antreten, wobei die verfügbaren Quellen nur wenige Details zu den konkreten Spielmodi liefern. In beiden Varianten steht der arcade-lastige Shooter-Aspekt im Vordergrund.
Story und Setting
Die Handlung spielt in den USA zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Ein einzelner X-COM-Wissenschaftler baut den Enforcer, um eine Alien-Invasion aufzuhalten, die die Bevölkerung bedroht. Der Roboter wird in Krisengebiete entsandt, um die Bedrohung mit geborgenen Technologien und hochentwickelten Waffen zu beseitigen. Die Missionen finden an unterschiedlichen städtischen und unterirdischen Orten statt, ohne tiefgehende Charakterentwicklung oder verzweigte Handlungsstränge.
Lohnt sich das Spiel?
Seit dem Erscheinen 2001 fällt die Resonanz auf X-COM: Enforcer gemischt aus. Kritiker loben die durchgehende Action, bemängeln aber die schlichte Umsetzung und die Abkehr vom strategischen Erbe der Reihe. Auf Steam erhält das Spiel eine gemischte Bewertung auf Basis mehrerer hundert Nutzer-Rezensionen. Es richtet sich an Spieler, die kurze Sessions mit unkompliziertem Third-Person-Shooter-Gameplay gegen Gegnerwellen suchen. Wer taktische Tiefe oder fortlaufende Updates erwartet, wird enttäuscht: Nach dem Release gab es weder weitere Seasons noch Patches. Interessierte finden das Spiel weiterhin über gängige digitale PC-Stores, vor allem wegen seines historischen Stellenwerts innerhalb der X-COM-Reihe.