Yesterday Origins ist ein Point-and-Click-Adventure von Pendulo Studios. Die Spieler begleiten die unsterblichen Figuren John Yesterday und Pauline durch zwei Zeitebenen: das Jahr 1481 während der Spanischen Inquisition und das heutige Paris. Die Handlung verbindet historische Fiktion mit moderner Ermittlung und dreht sich um einen alchemistischen Prozess, der Unsterblichkeit verleiht, aber nach jeder Wiederauferstehung das Gedächtnis löscht. Im Mittelpunkt stehen Erkundung, Dialoge und Rätsel in verschiedenen Schauplätzen und Epochen.
Gameplay
Die Spielmechanik basiert auf dem Wechsel zwischen detaillierten Hintergründen und der Interaktion mit Objekten und Charakteren per Point-and-Click-System. Gegenstände werden im Inventar gesammelt und kombiniert, während Gespräche Hinweise auf das zentrale Geheimnis liefern. Unterstützt werden Maus und Gamepad, sodass Hotspots präzise ausgewählt werden können. Die duale Zeitleiste erfordert den Perspektivwechsel zwischen den historischen Ereignissen, die Johns Zustand verursachten, und der gegenwärtigen Suche nach einem heilenden Artefakt. Die Rätsel reichen von logischer Gegenstandsnutzung bis zur Beobachtung von Umgebungsdetails; manche Sequenzen verlangen genaue Aufmerksamkeit für Dialoge und Charaktermotivationen.
Mehr als zehn unterschiedliche Schauplätze bieten über fünfzig einzigartige Hintergründe und werden von mehr als fünfundzwanzig Charakteren mit eigenen Persönlichkeiten und Hintergründen bevölkert. Die Grafik kombiniert vorgerenderte Umgebungen mit dreidimensionalen Figurenmodellen und schafft so einen einheitlichen Stil, der sowohl schwarzen Humor als auch Thriller-Elemente unterstützt. Sprachausgabe begleitet wichtige Dialoge, wobei die Qualität je nach Szene variiert. Der Original-Soundtrack unterlegt die Epochenwechsel, ohne die Erzählung zu dominieren.
Spielmodi
Yesterday Origins bietet ein reines Einzelspieler-Erlebnis mit linearer Handlungsentwicklung. Weder kompetitive noch kooperative Modi sind vorhanden, da der Fokus auf narrativer Vermittlung und Rätsellösung liegt. Die Spieler durchlaufen die verwobenen Zeitebenen in ihrem eigenen Tempo und kehren an bereits besuchte Orte zurück, sobald neue Informationen verfügbar sind. Die Struktur bleibt vom Anfang bis zum Ende gleich; alternative Handlungsverläufe oder Enden sind nicht vorgesehen.
Handlung und Setting
Die Geschichte beginnt 1481 damit, dass der junge John von der Inquisition wegen Hexerei öffentlich gedemütigt und eingekerkert wird. Ein alchemistisches Experiment, das ewiges Leben schenken sollte, macht ihn stattdessen unsterblich, aber nach jedem Tod amnestisch. In der Gegenwart lebt John mit Pauline in Paris und sucht nach einem Artefakt, mit dem der ursprüngliche Trank nachgebildet werden kann. Ihre Ermittlung zieht neue Gegner an, die dieselben Geheimnisse verfolgen, und führt zu Konfrontationen, die sich über Jahrhunderte erstrecken. Das Drehbuch verbindet okkulte Motive mit dem für das Studio typischen Humor und nutzt das Unsterblichkeits-Motiv, um Identität und Erinnerung in beiden Epochen zu thematisieren.
Lohnt sich das Spiel?
Die Aufnahme fällt gemischt aus: Kritiker loben die Grundidee und die Charakterinteraktionen, bemängeln jedoch gelegentlich Rätselschwierigkeit und Erzähltempo. Das Spiel richtet sich an Spieler, die klassische Point-and-Click-Adventures schätzen und narrative Tiefe über Action oder komplexe Systeme stellen. Wer eine in sich geschlossene Einzelspielererfahrung mit historischen und übernatürlichen Elementen sucht, findet hier einen eigenständigen Umgang mit dem Unsterblichkeits-Thema. Verfügbarkeit auf dem PC und weiteren Plattformen macht das Spiel für Fans früherer Pendulo-Studios-Titel zugänglich, wobei die Erwartungen an traditionelle Adventure-Konventionen angepasst sein sollten. Die Erfahrung bietet eine abgeschlossene Geschichte ohne laufende Updates oder saisonale Inhalte.