„Cheap Car Repair and Ship Graveyard Simulator" vereint zwei eigenständige Simulationserlebnisse für den PC. Im einen Teil übernehmen Spieler eine zwielichtige Autowerkstatt im ländlichen Polen der 1990er-Jahre, im anderen betreiben sie einen Schiffsabwrackplatz, auf dem Wracks zerlegt und die Teile gewinnbringend verkauft werden. Das Bundle vereint Action-, Strategie-, Indie-, Casual-, Simulations- und Adventure-Elemente und spricht vor allem Spieler an, die gern praktische Managementaufgaben mit leichten erzählerischen Einflüssen kombinieren.
Gameplay
Im Werkstatt-Teil dreht sich alles um den Betrieb einer Billigwerkstatt mit bewusst einfachen Werkzeugen und Methoden. Spieler reparieren unterschiedliche Fahrzeuge - darunter Klassiker wie den Fiat 126p - und müssen dabei Kosten, Arbeitsgeschwindigkeit und Kundenzufriedenheit im Gleichgewicht halten. Dazu gehört es, günstige Ersatzteile zu beschaffen, Reparaturen eher schnell als perfekt auszuführen und den täglichen Auftragsfluss so zu steuern, dass der Umsatz steigt, ohne dass sich Kunden beschweren.
Zusätzliche Nebenaufgaben und Begegnungen mit Dorfbewohnern sorgen für etwas Abwechslung und verankern die Werkstatt im ländlichen Alltag. Eine Ziege und weitere Alltagsdetails tragen zur authentischen Atmosphäre bei.
Auf dem Abwrackplatz gilt es, den Betrieb schrittweise auszubauen, um Schiffe unterschiedlicher Größe anzunehmen und zu zerlegen. Spieler schneiden Bauteile aus den Rümpfen, sortieren sie und verkaufen das Material, um besseres Werkzeug oder mehr Lagerfläche zu finanzieren. Jede Wrackanordnung stellt eigene Herausforderungen dar und erfordert sorgfältige Planung, um den größtmöglichen Gewinn bei gleichzeitig geringem Risiko zu erzielen.
Spielmodi
Der Werkstatt-Teil folgt einer festen Story-Kampagne, in der neben den Reparaturen auch ländliche Geheimnisse und zwischenmenschliche Dramen eine Rolle spielen. Optionale Nebenmissionen bieten zusätzliche Abwechslung und die Möglichkeit, mit den Charakteren zu interagieren.
Der Abwrackplatz läuft nach einem klassischen Management-Prinzip: Neue Wracks werden bestellt, abschnittsweise zerlegt und der Erlös direkt in den Ausbau der Anlage investiert. Dadurch entsteht ein fortlaufender Kreislauf aus Ankauf, Demontage und Erweiterung, ohne separate Spielmodi.
Core Mechanics and Setting
Beide Simulationen setzen auf praktische Entscheidungen unter begrenzten Ressourcen. In der Werkstatt beeinflussen die Qualität der Ersatzteile und die Sorgfalt der Reparaturen direkt Einnahmen und Ruf. Auf dem Abwrackplatz lohnen sich gezielte Investitionen in bessere Ausrüstung, die den Materialgewinn aus immer komplexeren Schiffen beschleunigen.
Die Kulisse der polnischen Provinz der 1990er-Jahre steht im Kontrast zur industriellen Größe des Abwrackplatzes und verleiht dem Bundle zwei sehr unterschiedliche Atmosphären. Die Mechaniken bleiben dabei stets greifbar: Teile handhaben, Kunden oder Abläufe managen - ohne abstrakte Systeme.
Lohnt es sich?
Das Bundle richtet sich an Spieler, die Simulationsspiele mit wiederkehrenden, aber befriedigenden handwerklichen Tätigkeiten und stetigem Fortschritt mögen. Die Werkstatt bietet humorvolle, risikoarme Problemlösung mit einer leichten Story, während der Abwrackplatz methodisches Zerlegen und kontinuierlichen Betriebsausbau liefert. Aktuelle Spielerstimmen loben vor allem den Charme der etwas holprigen, aber liebenswerten Indie-Mechaniken und die Simulation gefährlicher Arbeit. Wer Singleplayer-Erlebnisse sucht, die auf Detailgenauigkeit und Ressourcenmanagement setzen und gern zwischen Werkstatt-Routinen und groß angelegten Abwrackaktionen wechselt, findet hier den meisten Spaß. Das Paket ist als Kombi-Kauf für den PC erhältlich und wird derzeit zu einem Einführungspreis angeboten.