Watch Dogs: Legion ist ein Action-Adventure, das in einem nahen Zukunftsszenario Londons spielt, das unter der Kontrolle des privaten Militärkonzerns Albion steht. Spieler schließen sich der Hackergruppe DedSec an, um eine Widerstandsbewegung aufzubauen: Sie rekrutieren Einwohner aus allen Stadtteilen und nutzen deren individuelle Fähigkeiten, um Ziele per Hacking, Infiltration oder im Kampf zu erreichen.
Gameplay
Im Zentrum steht das Play-as-Anyone-System. Jeder Nicht-Spieler-Charakter, dem man in der offenen Welt begegnet, lässt sich nach einer kurzen, auf seinen Hintergrund zugeschnittenen Mission rekrutieren. Danach wird jedem Rekruten eine von drei Klassen zugewiesen - Combat, Stealth oder Hacking -, die über verfügbare Werkzeuge und freischaltbare Upgrades entscheidet.
Im Kampf kommen Schusswaffen, Nahkampfoptionen und Gadgets zum Einsatz. Durch Hacking lassen sich bewaffnete Drohnen steuern, Spider-Bots für Nahbereichsstörungen einsetzen und mit dem Augmented-Reality-Cloak kurzzeitig unsichtbar werden. Fahrzeuge können übernommen und in Verfolgungsjagden genutzt werden, wobei auch während der Fahrt geschossen werden kann. Neben den Schwierigkeitsgraden Easy, Normal und Hard gibt es einen optionalen Permadeath-Modus, der gefallene Rekruten dauerhaft aus dem Team entfernt.
Fortschritt ist an einzelne Rekruten gebunden: Jeder sammelt Erfahrung, schaltet klassenspezifische Fähigkeiten frei und behält gleichzeitig persönliche Eigenschaften, die sich auf die Leistung auswirken. Die offene Welt lädt dazu ein, Londons Bezirke zu erkunden, Umgebungsinteraktionen zu nutzen und Nebenaktivitäten zu absolvieren, um gegen Fraktionen wie Albion und Clan Kelley vorzugehen.
Game Modes
Im Singleplayer-Modus durchläuft man die vollständige Kampagne mit storygetriebenen Missionen, deren Ziel es ist, die Kontrolle über die Stadt zu brechen. Je nach gewähltem Rekruten ergeben sich unterschiedliche Wege für Infiltration, Sabotage und direkte Konfrontation.
Der Onlinemodus ermöglicht kooperatives Spiel für bis zu vier Spieler. Gemeinsam werden neue Missionen absolviert, während Fortschrittselemente geteilt werden. Dazu gehören stadtweite Events, kooperative Story-Erweiterungen und Tactical Ops mit komplexeren Herausforderungen. Im Spiderbot Arena können Spieler in Free-for-All-Matches gegeneinander antreten.
Beide Modi sind mit dem Singleplayer-Erlebnis verknüpft, sodass Rekruten und Upgrades - soweit möglich - übernommen werden. Das Koop-Angebot erweitert die Möglichkeiten für gemeinsames Spielen, ohne separate Charaktere oder Resets zu erfordern.
Open World und Fraktionen
London bildet eine detaillierte offene Welt mit Zivilisten, Sperrzonen und dynamischen Ereignissen. Spieler bewegen sich zu Fuß, mit Fahrzeugen oder per Drohne und greifen über Hacking in die städtische Infrastruktur ein. Die Fraktionen prägen den Konflikt: Albion sorgt für strenge Sicherheitsmaßnahmen, Clan Kelley agiert im kriminellen Untergrund und DedSec koordiniert den Widerstand.
Rekrutierungsmissionen führen oft mitten in diese Spannungen, da die Loyalität oder Vorgeschichte eines potenziellen Rekruten mit DedSec über den Erfolg entscheidet. Die Welt bleibt über alle Modi hinweg konsistent, sodass kooperative Sitzungen dieselbe London-Kulisse für gemeinsame Erkundungen und Ziele nutzen.
Lohnt sich das Spiel?
Die Kritiken fallen gemischt aus; auf den großen Aggregatoren liegt der Durchschnitt bei rund 76 Punkten. Gelobt wird vor allem die Vielfalt durch das Rekrutierungssystem und die Freiheit bei der Wahl der Herangehensweise. Manche Spieler schätzen die Hacking- und Gadget-Elemente der offenen Welt, während andere Inkonsistenzen in der Story und technische Probleme zum Launch bemängeln.
Das Spiel richtet sich an Fans von Action-Adventures, die Wert auf Charaktervielfalt und strategische Rekrutierung legen. Der Koop-Modus sorgt für zusätzlichen Wiederspielwert bei Gruppen. Verfügbar auf Xbox One und Xbox Series, eignet es sich besonders für Spieler, die mit unterschiedlichen Playstyles durch einzigartige Operatives experimentieren möchten.