Watch Dogs: Legion ist ein Action-Adventure, das in einem nahen Zukunftslondon unter autoritärer Kontrolle spielt. Spieler schließen sich der Widerstandsgruppe DedSec an und kämpfen mit Infiltration, Gefechten und Technologie für die Befreiung der Stadt.
Gameplay
Im Zentrum steht ein Rekrutierungssystem, mit dem sich nahezu jeder Bewohner der offenen Welt anwerben lässt. Jede Rekrutin und jeder Rekrut bringt eigene Hintergründe, Persönlichkeiten und Fähigkeiten mit, die den Verlauf von Missionen beeinflussen. Die Charaktere gehören den Klassen Kampf, Tarnung oder Hacking an und verbessern sich durch Erfahrung und Upgrades. Zusätzliche Eigenschaften sorgen für weitere Abwechslung, etwa besseres Drohnenhandling oder erhöhtes Risiko in bestimmten Situationen.
Die Kernmechaniken umfassen Third-Person-Schießen, Fahrzeugsteuerung, Umgebungs-Tarnung und ein umfangreiches Hacking-Arsenal. Ziele lassen sich auf unterschiedliche Weise lösen: durch direkte Konfrontation, lautlose Aktionen mit Deckung und Timing oder durch ferngesteuerte Manipulation von Kameras, Geräten und Infrastruktur, um Ablenkungen oder Fallen zu erzeugen. Als optionale Einstellung gibt es Permadeath, bei dem gefallene Agenten endgültig ausscheiden und die Geschichte sich daran anpasst.
Die Erkundung führt durch eine detailgetreue Nachbildung Londons mit Sehenswürdigkeiten, Sammelobjekten und optionalen Aktivitäten. Befreiungsmissionen dienen dazu, Stadtteile von feindlicher Kontrolle zurückzugewinnen, während Rekrutierungen und Nebenaufgaben den verfügbaren Agentenpool und die Ressourcen erweitern.
Spielmodi
Im Mittelpunkt steht eine Einzelspieler-Kampagne mit Story-Missionen, Bezirksbefreiungen und Charakterrekrutierung. Der Fortschritt liegt ganz beim Spieler, der frei zwischen Zielen wechseln oder einfach durch die Stadt streifen kann.
Ein separater Online-Modus unterstützt bis zu vier Spieler. Die Koop-Missionen umfassen koordinierte Hack-Überfälle und mehrstufige Tactical Ops, die Teamarbeit erfordern - etwa bei der Zerstörung von Fahrzeugen oder der unentdeckten Ausschaltung von Zielen. Gemeinsam lässt sich London auch im Free Roam erkunden. Im PvP-Modus Spiderbot Arena steuern die Teilnehmer bewaffnete Spinnenroboter in schnellen Free-for-All-Matches mit Power-ups und Killstreak-Belohnungen.
Die offene Welt Londons
Die Kulisse bildet eine große städtische Umgebung mit bekannten Schauplätzen und unterschiedlichen Stadtvierteln ab. Nebenaktivitäten reichen von einfachen Herausforderungen bis hin zu komplexeren Aufgaben, die Erkundung und den Einsatz verschiedener Agenten belohnen. Die Welt eignet sich gleichermaßen für zielgerichtetes Missionsspiel und freies Herumstreifen, wobei Hacking und Gadgets in Navigation und Begegnungen eingebunden sind.
Lohnt sich das Spiel?
Die Resonanz fiel gemischt aus: Gelobt wurden vor allem das Rekrutierungssystem, die Charaktervielfalt und die detailreiche London-Kulisse, während Story-Pacing und technische Performance zum Launch häufig kritisiert wurden. Das Spiel erhält keine weiteren Updates oder Seasons mehr. Es richtet sich an Spieler, die Open-World-Action-Adventures mit flexiblen Lösungswegen und dem Aufbau eines eigenen Agententeams schätzen. Wer Wert auf Hacking-Mechaniken und den ständigen Wechsel zwischen vielen unterschiedlichen Charakteren legt, findet hier die beste Passung. Wer hingegen eine straff erzählte Geschichte oder laufende Live-Service-Inhalte sucht, wird eher bei anderen Titeln fündig.