Age of Empires II: DE The Last Chieftains ist eine Strategiespiel-Erweiterung, die mittelalterliche südamerikanische Zivilisationen und Kampagnen in das bewährte Echtzeit-Strategie-System von Age of Empires II Definitive Edition integriert. Spieler sammeln Ressourcen, errichten Basen, rekrutieren Armeen und führen taktische Gefechte auf unterschiedlichem Gelände, während sie eine von drei neuen Fraktionen in Einzelspieler-Kampagnen oder kompetitiven Partien führen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das bewährte Ressourcen-Management mit Holz, Nahrung, Gold und Stein, um durch die Zeitalter voranzuschreiten, Technologien freizuschalten und spezialisierte Einheiten auszubilden. Jede neue Zivilisation bringt eigene militärische Optionen mit, die klassische Kampfweisen verändern. Die Mapuche setzen auf den Kona, eine Nahkampf-Reitereinheit, die gegen verwundete Ziele zusätzlichen Schaden verursacht, sowie den Bolas-Reiter, dessen Fernangriffe Gegner verlangsamen. Die Muisca verfügen über den Guecha-Krieger, einen Speerwerfer, der beim Tod Verbündete in der Nähe heilt, und die Tempelwache, einen schweren Infanteristen, dessen Angriffsgeschwindigkeit mit der Kampfdauer steigt. Die Tupi nutzen den Blackwood-Schützen, eine Fernkampfeinheit, die paarweise ausgebildet wird, und den Ibirapema-Krieger, einen schweren Infanteristen mit Flächenschaden.
Diese Einheiten fügen sich in die bestehenden Technologiebäume ein und erweitern die taktischen Möglichkeiten durch ihre Fähigkeiten. Ein neuer Architekturstil spiegelt südamerikanische Bauweisen wider, während aktualisierte Grafiken regionale Flora und Fauna auf den Kampagnenkarten zeigen. Die Erweiterung enthält zudem Anpassungen am bestehenden Spiel, darunter Änderungen an der Inka-Zivilisation und an Seeeinheiten, die alle Spieler betreffen.
Spielmodi
Im Einzelspieler stehen drei eigenständige Kampagnen zur Verfügung. Eine begleitet einen jungen Mapuche-Krieger auf der Suche nach Freiheit, eine zweite erzählt die Geschichte eines Muisca-Anführers, der zwischen Loyalität und der Jagd nach El Dorado steht, und die dritte versetzt einen Tupi-Anführer in diplomatische Konflikte mit europäischen Mächten. Entscheidungen in den Kampagnen beeinflussen Bündnisse und schalten Helden-Einheiten mit unterstützenden Auren frei.
Im Mehrspieler-Modus sind Ranglistenspiele, ungerankte Partien und kooperative Runden möglich. Alle drei Zivilisationen sind für den kompetitiven Einsatz ausgelegt und können direkt in der Rangliste oder in offenen Lobbies verwendet werden. Weitere Optionen umfassen Gefechte gegen KI-Gegner sowie plattformübergreifende Spiele.
Neue Zivilisationen und Mechaniken
Mapuche, Muisca und Tupi verfügen über einzigartige Boni, die sich an historischen und mythologischen Wurzeln orientieren. Die Mapuche-Reiterei setzt auf Verfolgung und Kontrolle durch Verlangsamungseffekte. Die Muisca-Infanterie belohnt langes Kämpfen und unterstützt das Team durch Opfer-Mechaniken. Die Tupi setzen auf gepaarte Produktion und Flächenschaden ihrer Bogenschützen und Krieger, um in dichten Dschungelgebieten Gruppenkämpfe zu beherrschen. Diese Eigenschaften fördern neue Armee-Kompositionen, die sich von klassischen europäischen oder asiatischen Fraktionen unterscheiden.
Im Verlauf der Kampagnen belohnt die Treue verbündeter Stämme den Einsatz von Helden-Einheiten, deren Auren das Kampfgeschehen beeinflussen. Umgebungsdetails wie Bergpfade und Dschungellichtungen wirken sich auf Bewegung und Sichtweite in Story-Missionen und eigenen Karten aus.
Lohnt sich das Spiel?
Die Erweiterung richtet sich an Spieler, die Age of Empires II Definitive Edition bereits kennen und neue Einzelspieler-Geschichten oder frische Wettkampfoptionen suchen. Die drei Zivilisationen lassen sich direkt in Ranglistenspiele integrieren, ohne separate Warteschlangen zu erfordern, und die Kampagnen bieten in sich abgeschlossene Erzählungen in einer neuen Region. Die Verfügbarkeit auf mehreren Plattformen ermöglicht sowohl Solo-Kampagnen als auch gemeinsame Partien. Die Resonanz unter bestehenden Spielern fällt gemischt aus: Einige schätzen den thematischen Wechsel und die Vielfalt der Einheiten, andere bemängeln Balance-Probleme in frühen Patches. Besonders Spieler mit Interesse an südamerikanischen Geschichtsthemen oder dem Wunsch, ihr Zivilisations-Repertoire zu erweitern, profitieren von der Erweiterung - vor allem, wenn sie regelmäßig an Mehrspieler-Saisons teilnehmen.