Combat Mission Black Sea Battle Pack 1 erweitert die taktische Simulationsreihe um ein thematisch geschlossenes Szenario-Paket, das eine fiktive Konfrontation 2017 in der Ukraine in den Mittelpunkt stellt. Enthalten sind zwei vollständige Kampagnen, sechs eigenständige Szenarien und 27 Quick-Battle-Karten, die zusammen 21 Missionen ergeben. Im Fokus steht der realistische Einsatz moderner Verbände, bei dem Planung, Koordination und taktische Entscheidungen im Vordergrund stehen.
Gameplay
Im Zentrum steht die Planung und Durchführung kombinierter Operationen auf detailliert gestalteten Karten. Jede Einheit verhält sich entsprechend ihrer realen technischen und taktischen Eigenschaften - von Wärmebildgeräten über moderne Panzerung bis hin zu aktueller Infanteriebewaffnung. Die Befehlsvergabe erfolgt im We-Go-System mit simultaner Zugauswertung, sodass beide Seiten gleichzeitig die Ergebnisse sehen. Erfolgreiches Spiel erfordert daher präzise Positionierung, abgestimmte Feuerunterstützung und die Fähigkeit, sich an veränderte Gefechtslagen anzupassen.
Auf amerikanischer Seite kommen Stryker-Fahrzeuge, Luftlandeeinheiten und Verstärkung aus schwereren Divisionen zum Einsatz. Russische Verbände setzen auf BMP-3M, T-72B3 und T-90AM, unterstützt von motorisierten Schützenformationen. Ukrainische Truppen treten je nach Mission als Verbündete oder Gegner auf. Das Simulationsmodell berücksichtigt Sichtlinien, Moral, Munitionsstände und Geländeeffekte ohne vereinfachende Abstraktionen.
Spielmodi
Die beiden Kampagnen bilden den Kern des Einzelspieler-Erlebnisses. In der US-Kampagne „Charge of the Stryker Brigade" übernimmt der Spieler das Kommando über das 2. Squadron des 2nd Cavalry Regiment, während NATO-Truppen einen russischen Vorstoß Richtung Kiew aufhalten sollen. Integriert sind Einheiten der 82nd Airborne Division, der 3rd Infantry Division sowie ukrainische Verbände wie die 92. Mechanisierte und die 17. Panzerbrigade.
Die russische Kampagne „The Push from Dniprodzerhynsk" führt eine Gefechtsgruppe der 205. Motorisierten Schützenbrigade. Der Spieler überquert den Dnjepr und rückt entlang der H11/E50 Richtung Kiew vor, um ukrainische und amerikanische Verteidiger mit den genannten Fahrzeugtypen zu bekämpfen. Beide Kampagnen bestehen aus aufeinander aufbauenden Missionen.
Sechs eigenständige Szenarien eignen sich sowohl für direkte Spieler-gegen-Spieler-Partien als auch für KI-Gefechte. Die 27 zusätzlichen Quick-Battle-Karten erweitern die Wiederspielbarkeit durch neue Geländekonfigurationen aus dem Kampagnenumfeld und ermöglichen schnelle, frei konfigurierbare Gefechte ohne festgelegte Handlung.
Einzel- und Mehrspieler-Optionen
Kampagnenmissionen und Szenarien lassen sich sowohl gegen die KI als auch im Mehrspielermodus nutzen. Das We-Go-System unterstützt lokales Hot-Seat-Spiel sowie Play-by-Email-Partien für längere Runden. Die Quick-Battle-Karten erlauben zudem schnelle Tests unterschiedlicher Truppenzusammenstellungen und taktischer Ansätze auf variierendem Gelände.
Das Battle Pack integriert sich nahtlos in die Basisversion, sodass der neue Inhalt über die gewohnte Benutzeroberfläche erreichbar ist. Über die Erstveröffentlichung 2021 hinaus liegen keine weiteren Saisons oder laufenden Aktualisierungen vor.
Lohnt sich das Spiel?
Combat Mission Black Sea Battle Pack 1 richtet sich an Spieler, die eine detaillierte und realistische Simulation moderner Gefechtsführung suchen. Die beiden Kampagnen bieten eine klare narrative Struktur mit spezifischen Truppenzusammensetzungen und Zielen, während die Szenarien und Karten flexible Möglichkeiten für wiederholtes Spiel schaffen. Rückmeldungen beschreiben das Battle Pack als gelungenes Beispiel moderner Wargaming-Simulation, das auf vereinfachende Mechaniken weitgehend verzichtet.
Auf Steam sind acht Nutzerbewertungen verzeichnet, ohne dass ein Gesamtwert gebildet wurde. Positiv hervorgehoben werden die Simulationstiefe und die thematische Neuheit. Wer die Basisversion Combat Mission Black Sea bereits kennt, erhält mit den zusätzlichen Missionen und Karten eine sinnvolle Erweiterung ohne neuen Einarbeitungsaufwand. Spieler, die ein schnelleres, actionorientiertes Spielerlebnis bevorzugen, könnten das gemessene Tempo als weniger passend empfinden.