Combat Mission: Red Thunder - Fire and Rubble ist eine Strategie-Erweiterung für den PC, die dem Grundspiel Combat Mission Red Thunder Szenarien aus der Spätphase des Ostfeldzugs hinzufügt. Der Schwerpunkt liegt auf taktischen Gefechten zwischen September 1944 und Mai 1945, die sich vom Baltikum bis ins Zentrum Berlins und über mehrere Jahreszeiten erstrecken.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das WEGO-System: Spieler erteilen während einer Planungsphase detaillierte Befehle an ihre Einheiten und verfolgen anschließend die parallele Ausführung in 60-Sekunden-Turnen in einer vollständig dreidimensionalen Umgebung. Einheiten reagieren realistisch auf Gelände, Sichtlinien und Befehlsverzögerungen; direkte Eingriffe sind nach Beginn der Aktion nicht mehr möglich. Dadurch gewinnt die sorgfältige Planung von Infanteriebewegungen, Fahrzeugpositionierung und Artillerieunterstützung unter wechselnden Bedingungen - etwa im Schnee oder im urbanen Trümmergelände - an Bedeutung.
Die Kämpfe reichen von kleinen Infanteriegefechten bis hin zu größeren Panzerzusammenstößen. Die Simulation berücksichtigt Moral, Erschöpfung und Materialzustand der Einheiten. Die Erweiterung führt spezifische spätkriegstypische Verbände ein, die taktische Optionen erweitern: Partisanen hinter den feindlichen Linien oder improvisierte deutsche Abwehrstellungen, die aus verschiedenen Waffengattungen zusammengestellt sind.
Spielmodi
Im Zentrum stehen zwanzig eigenständige Gefechte, die von kompakten Infanterieeinsätzen bis zu ausgedehnten Panzergefechten reichen. Alle Schlachten lassen sich einzeln mit individuellen Einstellungen für Wetter, Tageszeit und Truppenzusammensetzung spielen.
Zwei umfangreiche Kampagnen verknüpfen mehrere Szenarien und führen Einheiten mit ihren Erfahrungswerten fort, während drei Mini-Kampagnen kürzere, zusammenhängende Sequenzen bieten. Alle Modi sind gegen die KI spielbar; Hotseat- und Einzelspieler-Optionen ermöglichen den Fortschritt entlang der historischen Zeitachse.
Historischer Hintergrund und Streitkräfte
Das Modul bildet die Endphase der Kämpfe an der Ostfront nach und berücksichtigt jahreszeitliche Einflüsse auf Beweglichkeit und Sichtweite. Sowjetische Verbände erhalten Zugriff auf Partisanen, Lend-Lease-Fahrzeuge und Organisationen des Jahres 1945. Auf deutscher Seite erweitern sich die Optionen um Einheiten der Waffen-SS, der Kriegsmarine, des Volkssturms und der Luftwaffe und ermöglichen so die Darstellung vielfältiger defensiver und offensiver Zusammensetzungen beim Vormarsch auf Berlin.
Diese Ergänzungen erlauben es, Szenarien zu erstellen, die das historische Nebeneinander regulärer Armeeeinheiten, spezialisierter Verbände und improvisierter Formationen widerspiegeln, ohne die zugrunde liegenden Simulationsregeln zu verändern.
Lohnt sich das Spiel?
Die Erweiterung richtet sich an Spieler, die detaillierte taktische Entscheidungen in einem rundenbasierten System mit realistischer Ausführungsphase schätzen. Sie bietet fokussierte Inhalte zur Ostfront 1944-1945 durch ihre Gefechte und Kampagnen und spricht damit vor allem jene an, die sich für spätkriegstypische Truppenvielfalt und jahreszeitliche Kampfeinflüsse interessieren.
Seit der Veröffentlichung 2023 liegen nur wenige Nutzerbewertungen vor, sodass die Resonanz noch begrenzt ist; sie konzentriert sich auf den gewonnenen historischen Tiefgang und die zusätzlichen Einheitenoptionen. Voraussetzung ist der Besitz des Grundspiels; die Erweiterung läuft auf handelsüblicher PC-Hardware, die den angegebenen Mindestanforderungen entspricht. Wer präzise Kontrolle über kombinierte Waffengattungen in einem Wargame-Format sucht, findet hier eine passende Struktur und passenden Inhalt.