Combat Mission Shock Force 2: NATO Forces ist eine taktische Strategiesimulation, die zeitgenössische Gefechte auf dem PC abbildet. Spieler übernehmen das Kommando über detailliert modellierte Verbände und müssen in realistischen Einsätzen Planung, Koordination und Anpassung an Gelände und Gegner miteinander verbinden.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Führung von Bataillonen und Kompanien aus drei NATO-Staaten, die sich in Gliederung, Fahrzeugpark und Einsatzdoktrin unterscheiden. Deutsche Panzer- und Panzergrenadierverbände setzen auf Leopard-Panzer und Marder-Schützenpanzer, kanadische Einheiten reichen von Panzerstaffeln bis zu mechanisierten Infanteriebataillonen mit LAV-Varianten und Leopard-Panzern, während niederländische Formationen CV90- und YPR-Fahrzeuge sowie Leopard 2A6 und Pionierunterstützung einsetzen. Diese Unterschiede zwingen dazu, Bewegungsabläufe, Feuerunterstützung und Kampfentfernungen je nach Nation anzupassen.
Infanteriewaffen, schwere Maschinengewehre, Panzerabwehrlenkraketen, Mörser und Artillerie sind mit landesspezifischen Leistungsdaten umgesetzt. Deutsche Truppen verfügen über G36-Gewehre und Panzerfaust-Werfer, kanadische Einheiten über C7- und C8-Karabiner sowie Carl-Gustav-Rückstoßgewehre, niederländische Soldaten über C7A1-Gewehre und Spike-Lenkraketen. Fahrzeugbesatzungen und abgesessene Teams interagieren über Sichtlinien, Unterdrückungswirkung und Munitionsverwaltung, sodass sorgfältige Positionierung und zeitlich abgestimmtes Feuer entscheidend sind.
Zusätzliche syrische Fahrzeuge wie die ZSU-23-4 Shilka und verschiedene technische Fahrzeuge erweitern die Verteidigungsmöglichkeiten, während neue Luftunterstützung für beide Seiten koordinierte Schläge ermöglicht, die das Bodenmanöver beeinflussen. Die Simulation erfasst den Zustand jedes einzelnen Soldaten und Fahrzeugs - Moral, Erschöpfung und Schäden - und erzeugt daraus dynamische Gefechtsverläufe.
Spielmodi
Drei nationale Kampagnen stellen Spieler vor die Aufgabe, deutsche, kanadische oder niederländische Verbände in verknüpften Missionen gegen syrische Kräfte zu führen. Jede Kampagne nutzt die charakteristische Ausrüstung und Gliederung der jeweiligen Streitkräfte und bietet Ziele von der Verteidigung bis zum planmäßigen Angriff.
Vierundzwanzig eigenständige Szenarien bieten abgeschlossene Gefechte mit unterschiedlichen Kräfteverhältnissen und Geländebedingungen. Sie können von beiden Seiten gespielt werden und reichen von Kompanie- bis Bataillonsgröße. Zahlreiche Schnellgefechtskarten erlauben es, Startbedingungen, Kartengröße und Siegesbedingungen frei zu wählen und so wiederholbare Gefechte zu erstellen.
Der Umfang des Moduls unterstützt mehrmaliges Spielen, da jedes Szenario und jede Kampagnenkarte auf unterschiedliche Befehle und Kräftezusammensetzungen reagiert und so unterschiedliche Ergebnisse hervorbringt.
NATO-Verbände und Ausrüstung
Deutsche Heer-Optionen umfassen Panzerbataillone mit Leopard 2A6, Panzergrenadierbataillone auf Marder und spezialisierte Aufklärungs- oder Panzerpionierkompanien. Kanadische Armeeselektionen bieten Panzestaffeln mit Leopard 2A6 M, mechanisierte Infanteriebataillone mit LAV-III-Varianten und eigenständige Pionierkompanien. Niederländische Formationen reichen von Panzer- und mechanisierten Bataillonen bis zu schweren und mittleren Manöverbataillonen mit CV9035NL und YPR 765.
Artillerie und Luftunterstützung unterscheiden sich ebenfalls nach Nation. Deutsche Spieler können auf PZH 2000 und Tornado-Flugzeuge zurückgreifen, kanadische Kräfte auf M777-Haubitzen und CF-188-Jets, niederländische Einheiten auf PzH 2000 und AH-64 Apache Longbow. Diese Unterstützungselemente sind durch zeitliche und zieltechnische Vorgaben in das Bodengefecht eingebunden.
Syrische Erweiterungen
Das Modul erweitert die syrischen Fähigkeiten um die ZSU-23-4 Shilka, Zil-131-Lastwagen und Pick-ups mit ZU-23-2-Kanonen. Luftunterstützung umfasst nun Mi-24D- und Mi-24P-Hubschrauber sowie MiG-21BIS-, MiG-23-, SU-17M-, SU-22-, SU-24M2- und SU-25-Flugzeuge. Diese Ergänzungen ermöglichen es syrischen Verteidigern, die Luftüberlegenheit anzufechten und mobile Feuerunterstützung gegen NATO-Vorstöße bereitzustellen.
Lohnt sich das Spiel?
Das Modul richtet sich an Spieler, die detaillierte Simulation moderner Gefechte mit kombinierten Waffen schätzen und bereit sind, sich mit nationalen Unterschieden in Ausrüstung und Gliederung auseinanderzusetzen. Die drei Kampagnen und vierundzwanzig Szenarien bieten umfangreichen Einzelspielergehalt, der durch wiederholte Versuche mit unterschiedlichen Ansätzen belohnt wird. Schnellgefechtskarten erhöhen die Wiederspielbarkeit für alle, die eigene Konstellationen erstellen möchten.
Spielerbewertungen auf großen Vertriebsplattformen sind noch überschaubar; seit der Veröffentlichung 2020 liegen nur wenige Rezensionen vor. Diese sowie Berichte aus Fachmedien heben durchgängig die Tiefe der Einheitenmodellierung und die Notwendigkeit präziser Planung hervor. Das Spiel wird weiterhin durch Community-Inhalte unterstützt, größere saisonale Updates oder Erweiterungen sind jedoch in den letzten Jahren nicht erschienen.
Interessenten sollten mit einer steilen Lernkurve und einem langsameren Spielverlauf im Vergleich zu actionbetonteren Strategietiteln rechnen. Wer bereits mit der Combat-Mission-Reihe vertraut ist oder realistische Darstellungen moderner NATO-Streitkräfte sucht, findet hier die passendste Ansprache. Neueinsteiger profitieren davon, zunächst kleinere Szenarien auszuprobieren, bevor sie sich an vollständige Kampagnen wagen.