„Hearts of Iron IV" ist eine detaillierte Großstrategie-Simulation, die den Zweiten Weltkrieg zum Thema hat. Spieler übernehmen eine beliebige Nation und steuern deren Entwicklung ab Mitte der 1930er-Jahre, indem sie politische Entscheidungen, Industrieproduktion und militärische Operationen zu Lande, zu Wasser und in der Luft ausbalancieren. Das Zusatzpaket „Eastern Front Planes" erweitert die visuelle und historische Vielfalt der Luftstreitkräfte mehrerer Nationen im östlichen Kriegsschauplatz.
Gameplay
Im Kern dreht sich alles um die Verwaltung nationaler Ressourcen: Fabriken stellen Ausrüstung her, Werften bauen Schiffe. Forschungsbäume treiben die Entwicklung von Infanterie, Panzern, Artillerie, Schiffen und Flugzeugen voran, während nationale Fokus-Bäume politische und militärische Schwerpunkte setzen. Politische Macht dient als zentrale Ressource, um Berater zu ernennen, Gesetze zu erlassen und diplomatische Schritte einzuleiten. Kämpfe werden über Divisionsvorlagen organisiert, die Infanterie, Panzer und Unterstützungseinheiten kombinieren; die ausgeführten Schlachtpläne berücksichtigen Versorgungslinien, Gelände und Wetter. Luftoperationen umfassen Aufträge wie Abfangjagd, Bombardierung und Nahunterstützung, wobei die Vielfalt der Modelle Wirkung und Erscheinungsbild beeinflusst - besonders bei Einsätzen über Osteuropa.
„Eastern Front Planes" bringt über fünfzig neue Flugzeugmodelle für sechs Nationen ins Spiel. Für Deutschland stehen Varianten der Ju-87 Stuka und der He-111 sowie experimentelle trägergestützte Typen bereit. Die Sowjetunion erhält den Jäger LaGG-3, das Schlachtflugzeug Il-2 und den strategischen Bomber Tu-4. Polen ergänzt den Bomber PZL.37 Łoś und Prototyp-Jäger wie die PZL.56 Kania. Rumänien fügt IAR-Jäger und den leichten Bomber IAR 37 hinzu, Ungarn den Doppeldecker-Bomber WM-16 und den experimentellen Jäger RMI-8-X/V. Jugoslawien bringt die BH-33 und den Prototyp R-313 ins Spiel. Alle Modelle fügen sich nahtlos in die bestehenden Luftfahrt- und Doktrinsysteme ein, ohne die Kernmechaniken zu verändern.
Spielmodi
Spieler können sich für Einzelspieler-Kampagnen oder für Multiplayer-Partien mit Dutzenden Teilnehmern entscheiden. Der historische Modus orientiert sich an realen Ereignissen und Entscheidungen des Zweiten Weltkriegs, während nicht-historische Einstellungen alternative nationale Entwicklungen und Bündnisse ermöglichen. Beide Varianten nutzen dieselben Systeme von Produktion, Forschung und Kampf; sie unterscheiden sich vor allem darin, wie die KI auf Spielerhandlungen reagiert.
Wichtige Mechaniken und Fraktionen
Fraktionen entstehen durch Diplomatie und gemeinsame Ideologien und beeinflussen Handel, militärische Zusammenarbeit und Gebietsansprüche. Personalreserven begrenzen die Rekrutierung, während Logistiknetzwerke bestimmen, wie gut Truppen fern der Heimat versorgt werden können. Die erweiterten Modelle aus „Eastern Front Planes" bieten zusätzliche Vielfalt für Deutschland, die Sowjetunion, Polen, Rumänien, Ungarn und Jugoslawien bei Feldzügen in Osteuropa. Regelmäßige Updates halten die Systeme auch Jahre nach Release aktuell.
Lohnt sich das Spiel?
Die Spielerbewertungen fallen durchweg sehr positiv aus; aktuelle Rezensionen loben vor allem Tiefe und Wiederspielbarkeit. Wer Freude daran hat, über lange Kampagnen hinweg Wirtschaft, Politik und groß angelegte Kriegsführung miteinander zu verknüpfen, findet hier ein anspruchsvolles Erlebnis. Wer ein fokussiertes WWII-Großstrategiespiel mit kontinuierlicher Unterstützung sucht - einschließlich optischer Verbesserungen der Luftstreitkräfte durch Pakete wie „Eastern Front Planes" -, erhält mit der aktuellen Version ein umfangreiches Angebot. Spieler, die leichtere oder schnellere Strategietitel bevorzugen, könnten die Lernkurve und die Spieldauer als anspruchsvoll empfinden.