Felix The Reaper ist ein Indie-Adventure-Puzzle, bei dem räumliches Denken und die gezielte Veränderung der Umgebung im Mittelpunkt stehen. Spieler übernehmen die Rolle von Felix, einem angehenden Sensenmann, der kunstvolle Unfälle inszeniert, damit vorherbestimmte Tode eintreten - in einer leichten, aber makabren Welt.
Gameplay
Im Kern geht es darum, sich auf schwebenden Plattformen durch rasterbasierte Level zu bewegen und dabei stets im Schatten zu bleiben. Da Felix kein Sonnenlicht berühren darf, muss die Umgebung so verändert werden, dass sichere Wege entstehen. Dazu lässt sich die Position der Sonne drehen, um Schattenmuster auf dem Raster zu verschieben, Schalter betätigen, um Objekte zu verschieben, und Gegenstände, Figuren oder Tiere so platzieren, dass Schatten verlängert oder umgeleitet werden. In jedem Level gibt es ein festgelegtes Ziel, dessen Tod durch eine von Felix ausgelöste Ereigniskette herbeigeführt werden muss. Bewegungen sind mit Tanzanimationen unterlegt - Felix vollführt Saltos, Drehungen und Absatzschläge. Zusätzliche Herausforderungen belohnen Lösungen mit möglichst wenigen Zügen. Die Rätsel erstrecken sich über mehrere Kapitel und werden durch neue Mechaniken im Schatten-System zunehmend komplexer.
Spielmodi
Das Spiel ist ausschließlich für Einzelspieler konzipiert und bietet weder kompetitive noch kooperative Modi. Der Fortschritt folgt einer linearen Abfolge von Puzzle-Levels, die in Kapitel gegliedert sind und jeweils ein in sich abgeschlossenes Szenario darstellen. Es gibt keine separaten Spielweisen wie Zeitrennen oder Endlos-Varianten, sondern nur die Standard-Kampagne und optionale Ziele zur Minimierung der Zugzahl. Dadurch liegt der Fokus auf planvollem Vorgehen und wiederholten Versuchen, um jede räumliche Konstellation zu meistern.
Handlung und Präsentation
Felix arbeitet für das Ministerium des Todes und muss strikte Vorgaben erfüllen, um Schicksale auf komische, übertriebene Weise zu erfüllen. Ein wiederkehrendes Motiv ist seine unerwiderte Zuneigung zu einer Vertreterin des Ministeriums des Lebens, die sich in seinem ständigen Tanzen und der Danse-Macabre-Thematik widerspiegelt. Die Level zeigen detaillierte Umgebungen mit Alltagsgegenständen, die zugleich als Werkzeuge für Schattenwürfe dienen. Der visuelle Stil setzt auf kräftige Farben vor tiefen Schatten, während der Soundtrack die rhythmische, tanzartige Bewegung unterstützt. Eine Erzählstimme führt mit trockenem Humor durch die Szenarien und passt damit zum absurden, makabren Ton des Spiels.
Lohnt sich das Spiel?
Auf Steam erhält das Spiel eine „Sehr positiv"-Bewertung von Hunderten von Nutzern, die vor allem die befriedigenden Puzzle-Lösungen und die eigenständige Art Direction hervorheben. Es richtet sich an Spieler, die bedächtige, trial-and-error-basierte räumliche Rätsel mögen, ähnlich wie in anderen Schatten- oder perspektivbasierten Puzzlern. Der reine Einzelspieler-Fokus bietet eine abgeschlossene Kampagne ohne laufende Inhalte oder Multiplayer-Abhängigkeiten. Wer eine kurze bis mittellange Erfahrung mit präzisen Mechaniken und einer ungewöhnlichen Prämisse sucht, wird belohnt - besonders, wenn sorgfältiges Beobachten gegenüber Tempo oder Reflexen bevorzugt wird. Das Supporter-Pack ergänzt das Spiel um Extras wie den vollständigen Soundtrack und einen Tanz-Guide, die direkt an die rhythmischen Elemente anknüpfen.