Kerbal Space Program: Breaking Ground Expansion erweitert die Weltraumflug-Simulation auf dem PC um neue Möglichkeiten nach der Landung und mechanische Konstruktionsoptionen. Spieler bauen und starten Raumschiffe, um andere Himmelskörper zu erreichen, und nutzen anschließend neue Werkzeuge, um Daten zu sammeln und Oberflächendetails zu erkunden. Die Erweiterung fügt sich nahtlos in das bestehende Einzelspieler-Erlebnis ein, ohne die grundlegende Physik oder die Konstruktionssysteme zu verändern.
Gameplay
Nach der Landung auf einem Himmelskörper entfalten Spieler eine Reihe von Wissenschaftsgeräten aus einem Lagerbehälter, den sie mitführen. Dazu gehören eine Zentraleinheit, eine Booster-Antenne, ein Solarpanel, eine Wetterstation, ein aktives Seismometer, ein RTG, ein Goo-Beobachtungsmodul und ein Ionendetektor. Diese Geräte bleiben vor Ort, um automatisch Messungen durchzuführen und die Ergebnisse zur Startbasis zurückzusenden. Das aktive Seismometer erfordert gezielte Einschläge auf der Oberfläche, um seismische Aktivität aufzuzeichnen.
Oberflächenmerkmale wie Meteoriten, Krater, Felsvorsprünge und Kryovulkane erscheinen nun im gesamten Sonnensystem. Kleinere Exemplare können Kerbals zu Fuß zurücktragen, während größere Objekte Rover oder unbemannte Fahrzeuge benötigen. Ein Roboterarm, der an diesen Fahrzeugen befestigt wird, scannt die Merkmale und extrahiert Daten, ohne sie physisch bergen zu müssen.
Robotik-Teile erweitern die Konstruktionsmöglichkeiten. Gelenke, Kolben, Rotoren und Rotationsservos gibt es in mehreren Größen und reagieren realistisch auf Kräfte, Drehmoment und Stromverbrauch. Ein spezielles Steuerungssystem koordiniert Bewegungsabläufe über mehrere Teile eines Raumschiffs hinweg. Ein neuer futuristischer Anzug ergänzt diese Erweiterungen für Kerbals bei Oberflächenmissionen.
Spielmodi
Drei Hauptmodi strukturieren die Spielrunden. Im Karrieremodus sind Fahrzeugbau und Missionen an ein Ressourcen- und Fortschrittssystem gekoppelt, das erfolgreiche Flüge und Datensammlung belohnt. Der Wissenschaftsmodus konzentriert sich auf Experimente und Technologie-Freischaltungen ohne die vollständige Karriereverwaltung. Der Sandbox-Modus hebt alle Beschränkungen auf und gewährt sofortigen Zugriff auf alle Teile und Orte für uneingeschränktes Bauen und Testen.
Die Erweiterungsinhalte sind in allen drei Modi verfügbar. Ausgebrachte Geräte und Oberflächenscans tragen in Karriere- und Wissenschaftsmodus zum Wissenschaftsfortschritt bei, während Robotik-Teile in jedem Modus neue Fahrzeugtypen ermöglichen. Mit der Erweiterung wurden keine separaten Modi eingeführt.
Neue Werkzeuge und Systeme
Die Robotik wird über das Steuerungssystem bedient, das zeitgesteuerte oder bedingte Aktionen wie das Ausfahren von Kolben oder das Drehen von Gelenken in einer Abfolge ermöglicht. Das Energiemanagement gewinnt an Bedeutung, da Motoren Strom verbrauchen und zusätzliches Gewicht auf das Raumschiff bringen. Das Scannen von Oberflächen mit dem Roboterarm bietet eine Alternative zu klassischen Probenrückführungsmissionen bei größeren Objekten.
Ausgebrachte Wissenschaftsstationen arbeiten nach der Platzierung eigenständig und ermöglichen es Spielern, sich anderen Aktivitäten zu widmen, während Daten gesammelt werden. Wetterstation und Seismometer erweitern die Messmöglichkeiten über die ursprünglichen Experimentteile hinaus.
Lohnt sich das Spielen?
Die Spielerresonanz auf die Erweiterung ist auch Jahre nach der Veröffentlichung überwiegend positiv. Rezensenten heben die Robotik und die ausgebrachten Wissenschaftsstationen als sinnvolle Erweiterungen der Basissimulation hervor, die neue Konstruktionsansätze und längere Aufenthalte auf der Oberfläche fördern. Die Neuerungen sprechen vor allem Spieler an, die bereits Freude an methodischem Bauen und Experimenten im Grundspiel haben.
Wer erweiterte mechanische Gestaltungsmöglichkeiten oder zeitbasierte Wissenschaftssammlung sucht, findet hier den größten Mehrwert. Die Erweiterung führt weder Mehrspieler- noch Erzählelemente ein und richtet sich daher hauptsächlich an Einzelspieler-Simulationsfans, die nach dem Erreichen entfernter Ziele weitere Optionen wünschen. Seit der Erstveröffentlichung gab es keine größeren Updates, die diese Systeme verändert haben.