Lords and Villeins: The Great Houses erweitert die feudale Wirtschaftssimulation des Basisspiels auf nationale Ebene. Spieler übernehmen die Leitung adliger Häuser im Mittelalter, steuern Ressourcenproduktion, Familienzuweisungen und Gebietsausbau durch wirtschaftliche Planung und optionale Konflikte.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht der Ausbau von Siedlungen, bei dem Bauernfamilien in eigenen Gebäuden Produktion und Handel übernehmen. Jede Familie arbeitet eigenständig, verwaltet Waren und tauscht sich mit anderen im Dorf aus. Sobald eine Siedlung eine bestimmte Größe erreicht, lassen sich Ressourcen einsetzen, um neue Gebiete auf der Weltkarte zu beanspruchen. Familien werden dort eingesetzt, um Rohstoffe zu fördern und Erträge zurück in die Hauptsiedlung zu liefern.
Diplomatie spielt eine zentrale Rolle. Spieler verhandeln mit KI-gesteuerten Adelsfamilien und der königlichen Stadt, errichten Handelsrouten und schalten spezialisierte Karawanen frei. Quests verbessern den Ruf bei anderen Häusern und ermöglichen Abkommen, die den Warenfluss beeinflussen. Mit einem Wappen-Editor und einem Wahlspruch-Generator lässt sich die Identität des eigenen Hauses bereits zu Beginn anpassen.
Als Alternative steht ein militärischer Weg offen. Regimenter können Gebiete sichern oder in einem rundenbasierten System offensiv eingesetzt werden. Raubzüge ermöglichen den Zugriff auf fremde Vorräte, Invasionen die Übernahme gegnerischer Ländereien. Das Kampfsystem bleibt optional, sodass sich das Spiel auch rein wirtschaftlich und diplomatisch gestalten lässt.
Spielmodi
Das Spiel läuft als Einzelspieler-Simulation ohne separate Modi. Die Vielfalt ergibt sich aus den Entscheidungen der Spieler. Eine Variante setzt auf friedliche Expansion durch Landkauf, Familienverteilung und Handelsnetze zwischen mehreren Siedlungen. Eine andere integriert militärische Aktionen zum Schutz der Besitzungen oder zur direkten Auseinandersetzung mit anderen Häusern.
Der Fortschritt hängt vom Einfluss auf der Nationenkarte ab. Die königliche Familie und rivalisierende Häuser sorgen für ständige Interaktionen. Ob Diplomatie oder militärische Stärke im Vordergrund steht, bestimmt die langfristige Entwicklung des eigenen Hauses und seiner Territorien.
Wichtige Mechaniken und Systeme
Die Verwaltung von Territorien umfasst den Erwerb von Titeln und die Zuweisung von Familien zur Ressourcengewinnung in neuen Gebieten. Handelsrouten und Abkommen bringen dynamische Karawanen mit sich, die den Warennachschub der Siedlungen beeinflussen. Die Weltkartenansicht zeigt alle KI-Häuser und die königliche Stadt und gibt so den Rahmen für Expansionsentscheidungen vor.
Das Kampfsystem erlaubt den strategischen Einsatz von Regimentern, ohne dass eine Teilnahme vorgeschrieben ist. Raubzüge und Invasionen bringen direkte Ressourcengewinne oder Landgewinne, während Verteidigungsstellungen Angriffe abwehren. Diese Elemente ergänzen die bestehende familienbasierte Wirtschaft, ohne deren Grundprinzipien zu verändern.
Lohnt sich das Spiel?
Das DLC erweitert die Basis-Simulation um nationale Entscheidungen und Interaktionen. Spieler, die detailliertes Wirtschaftsmanagement und den Aufbau eines Hauses schätzen, erhalten zusätzliche Möglichkeiten für Wachstum und Konkurrenz. Wer direkte Konflikte bevorzugt, erhält ein optionales Kampfsystem für Raubzüge und Eroberungen.
Die Resonanz auf der Plattform fällt gemischt aus. Einige Nutzer loben die nahtlose Integration neuer Systeme in das bestehende Spiel. Das Spiel richtet sich an Fans von Strategiesimulationen, die langfristige Planung gegenüber schnellem Action bevorzugen. Es setzt das Basisspiel voraus und konzentriert sich auf den Einzelspielermodus ohne Multiplayer-Elemente.