Mafia: The Old Country ist ein Third-Person-Action-Adventure mit einem stark erzählten Plot, der im Sizilien der frühen 1900er-Jahre angesiedelt ist. Im Zentrum steht eine lineare Kampagne, die Schießereien, Fahrszenen und Erkundung miteinander verbindet und dabei vor allem auf filmische Inszenierung und authentische Details setzt.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Fortschreiten durch einzelne Story-Kapitel, in denen Schießereien, Fahrszenen und gelegentlich auch Stealth-Elemente kombiniert werden. Kämpfe finden in strukturierten Begegnungen statt, während die Fahrmechanik sowohl Autos als auch Pferde umfasst und bei Verfolgungsjagden oder Fluchten auf präzise Steuerung setzt. Innerhalb der Missionsgrenzen können Spieler leicht vom vorgegebenen Weg abweichen, um optionale Ziele oder Sammelobjekte wie Notizen und Zeitungen zu finden. Die Systeme wurden verfeinert, um die Atmosphäre der Epoche durch Umgebungen und Interaktionen möglichst authentisch zu gestalten.
Weitere Features sind ein Fotomodus sowie verschiedene Schwierigkeitsstufen, die Gegnerverhalten und Ressourcenmanagement beeinflussen. Während der Fahrszenen steht alternativ auch eine First-Person-Perspektive zur Verfügung. All diese Elemente bleiben fest in die Haupthandlung eingebunden.
Spielmodi
Der Hauptmodus ist die Singleplayer-Kampagne, die sich über mehrere Kapitel erstreckt und die Geschichte durch aufeinanderfolgende Aufgaben vorantreibt. Sie bildet den Großteil des Spielinhalts und dauert bei den meisten Spielern etwa 10 bis 13 Stunden.
Der Free-Ride-Modus wird nach Abschluss der Kampagne über ein kostenloses Update freigeschaltet. Er bietet eigenständige Aktivitäten wie Auto- und Pferderennen, Kampf- und Stealth-Herausforderungen sowie versteckte Fundstellen auf der Karte. Spieler können diese in ihrem eigenen Tempo angehen und dabei weitere Anpassungsoptionen für Fahrzeuge und Charaktere freischalten. Der Cinema-Siciliano-Modus legt einen Vintage-Filmfilter über das Bild.
Handlung und Setting
Die Geschichte spielt im rauen Unterwelt-Milieu des Siziliens der 1900er-Jahre und erzählt den Ursprung des organisierten Verbrechens. Durch die lineare Struktur bleibt der Fokus auf der Charakterentwicklung und den zentralen Ereignissen, während dennoch Raum für Umgebungsinteraktionen bleibt. Die detailreich gestalteten sizilianischen Schauplätze schaffen Raum sowohl für spannungsgeladene Konfrontationen als auch für ruhigere Entdeckungsmomente.
Sammelobjekte und optionale Wege innerhalb der Kapitel laden zum erneuten Spielen ein, ohne dass der Fokus auf der Geschichte verloren geht. Multiplayer-Elemente gibt es nicht - alles spielt sich im Einzelspieler-Modus ab.
Lohnt sich das Spiel?
Die Kritiken fallen gemischt aus: Auf Aggregatoren liegt der Metascore im unteren 70er-Bereich, während Nutzerbewertungen bei etwa 7,6 liegen. Gelobt werden vor allem die packende Geschichte, die detaillierte Welt und die starke narrative Umsetzung. Kritikpunkte sind vor allem das lineare Design und die vergleichsweise kurze Spielzeit.
Das Spiel richtet sich an Spieler, die eine straff erzählte Singleplayer-Erfahrung mit starkem Fokus auf Atmosphäre und Handlung bevorzugen. Das kostenlose Free-Ride-Update erweitert den Wiederspielwert durch Rennen und Herausforderungen. Auf dem PC ist das Spiel problemlos verfügbar und bietet eine solide Wahl für alle, die sich für die sizilianische Verbrechensgeschichte interessieren und mit dem begrenzten Umfang einverstanden sind.