theHunter: Call of the Wild ist eine realistische Jagdsimulation in detaillierten Open-World-Reservaten. Mit der Labrador-Retriever-Erweiterung kommt ein trainierbarer vierbeiniger Begleiter hinzu, der sich um das Apportieren von Kleinwild kümmert. Die Reservate lassen sich zu Fuß oder mit Fahrzeugen erkunden, Tiere werden anhand von Spuren und Umgebungsmerkmalen geortet, passende Waffen und Munition ausgewählt und die Beute verwaltet - während der Hund die kleineren Tiere einsammelt.
Gameplay
Die Jagd erfordert genaue Beobachtung von Verhalten, Wind und Gelände. Man findet Wild über Rufe, Fährten oder Sichtungen, nähert sich bis auf Schussweite und erlegt es mit einem sauberen Treffer. Erfolg hängt von Waffe, Trefferlage und ethischen Regeln ab, die die Simulation vorgibt. Der Labrador Retriever ist dabei direkt eingebunden: Auf Kommando bringt er erlegte Tiere der Klasse 1 - Kaninchen, Hasen, Wasservögel und Hühnervögel - und arbeitet sowohl an Land als auch im Wasser. Er konzentriert sich auf die aktuelle Beute, sodass unnötige Wege entfallen.
Bindungsmechaniken fördern den regelmäßigen Umgang außerhalb der Jagd. Streicheln, Leckerlis und gemeinsames Spielen verbessern die Leistung des Hundes. Mit jeder gemeinsamen Ausfahrt steigt die Effizienz, und der Begleiter bleibt über mehrere Sitzungen verfügbar. Anpassbar sind Name, Geschlecht, eines von sieben Fellmustern und verschiedene Eigenschaften. Spieler können mehrere Hunde halten und je nach Bedarf wechseln.
Spielmodi
Im Einzelspielermodus steht eine atmosphärische Kampagne mit optionalen Missionen pro Reservat im Mittelpunkt. Die Aufgaben lenken den Fortschritt, lassen aber freies Erkunden zu. Im Mehrspielermodus können mehrere Jäger gemeinsam unterwegs sein; das Missionssystem ist deaktiviert, stattdessen startet der Host Herausforderungen mit Vorgaben zu Abschüssen oder Jagdmethoden. Andere Teilnehmer werden auf der Karte angezeigt, und der Hund apportiert auch hier Klasse-1-Wild, ohne den Gruppenfluss zu stören.
Zusätzlich gibt es tägliche und wöchentliche Herausforderungen, die in jüngsten Updates eingeführt wurden. Sie stellen gezielte Ziele wie zeit- oder ausrüstungsgebundene Abschüsse oder Fototouren und sorgen so für Abwechslung jenseits der klassischen Reservat-Erkundung.
Der Labrador-Retriever-Begleiter
Der Hund ergänzt den Jäger, ersetzt aber nicht dessen Kernfähigkeiten. Sein weicher Fang und die Schwimmhäute machen ihn ideal für das Einsammeln von Kleinwild, das sonst manuell geborgen werden müsste. Kommandos lenken ihn zu bestimmten Abschüssen, danach arbeitet er selbstständig. Mit steigendem Bindungslevel werden Zuverlässigkeit und Tempo besser - ein Anreiz, den Begleiter regelmäßig einzusetzen. Mehrere Fellvarianten und Eigenschaften ermöglichen eine individuelle Anpassung, ohne die Simulationsregeln zu verändern.
Lohnt sich das Spiel?
Das Grundspiel bietet eine methodische Jagdsimulation, die Geduld und Aufmerksamkeit belohnt. Die Labrador-Retriever-Erweiterung erleichtert vor allem Spielern, die häufig Klasse-1-Wild anvisieren, die Arbeit, indem sie Wartezeiten zwischen Schuss und Bergung verkürzt. Wer realistische Mechaniken schätzt und einen stetig besser werdenden Begleiter an seiner Seite haben möchte, findet hier eine passende Ergänzung. Das Spiel erhält kontinuierliche Updates mit neuen Herausforderungen und Verbesserungen. Fans von Simulations- und Sportspielen mit Fokus auf Outdoor-Aktivitäten erleben eine stimmige Mischung aus Open-World-Erkundung, Waffeneinsatz und nun auch hündischer Unterstützung. Wer schnelle Action oder große Konflikte sucht, wird eher bei anderen Titeln fündig.