theHunter: Call of the Wild ist eine realistische Jagdsimulation, die Spieler in weitläufige offene Reservate versetzt. Im Mittelpunkt stehen geduldiges Beobachten und präzises Schießen. Simulationselemente verbinden sich mit Abenteuer und sportlichem Fortschritt durch Skill-Entwicklung und Trophäensammlung. Auf dem PC liegt der Schwerpunkt auf natürlichem Tierverhalten, Umwelteinflüssen und realistischer Ausrüstung statt auf schnellem Action-Gameplay.
Gameplay
Im Kern geht es darum, Tiere anhand von Spuren, Lauten und Witterung über unterschiedliches Gelände zu verfolgen. Zur Verfügung stehen verschiedene Waffen und Ausrüstungsteile mit jeweils eigenen ballistischen Eigenschaften, die Entfernung, Wind und Trefferzone berücksichtigen müssen. Tag-Nacht-Wechsel und dynamisches Wetter beeinflussen Sichtverhältnisse und Tieraktivität, sodass sich die eigene Taktik ständig anpassen muss. Fortschritt wird durch Erfahrungspunkte belohnt, die bessere Optiken, Lockrufe und Ansitzmöglichkeiten freischalten. Gleichzeitig gilt es, Inventar und Fortbewegung zu Fuß oder mit begrenzten Fahrzeugen zu managen.
Beim Erkunden geht es darum, Reservate zu kartieren, wertvolle Arten ausfindig zu machen und an Futter- oder Wasserstellen Hinterhalte aufzubauen. Der Sound spielt eine zentrale Rolle: Realistische Akustik verrät Wildtieren Bewegungen oder Geräusche auf unterschiedliche Entfernungen. Belohnt wird vor allem sorgfältige Planung - etwa das Studium von Routinen und die Wahl passender Munition - statt ständiger Bewegung oder aggressiver Vorgehensweise.
Spielmodi
Im Einzelspieler verfolgt man eigenständig Missionen und persönliche Herausforderungen in einzelnen Reservaten. Ziel ist es, bestimmte Tiere zu erlegen oder durch ethische Schüsse und sauberes Tracking Punkte zu sammeln. Im Multiplayer können bis zu acht Spieler gemeinsam in einem Reservat jagen.
Dort lassen sich Kooperation und Wettbewerb verbinden, etwa durch den Vergleich von Trophäenqualität und Gesamtausbeute. Der Host kann Events oder Challenges starten, die dem Gruppenspiel Struktur geben, ohne das grundlegende Jagdprinzip zu verändern. Beide Modi nutzen dieselben Reservate und ermöglichen nahtlose Wechsel zwischen Solo- und Gruppensitzungen.
Reservate und Fortschritt
Mehrere eigenständige Reservate mit jeweils eigener Geografie, Flora und Tierwelt laden dazu ein, unterschiedliche Umgebungen immer wieder zu meistern. Fortschritt entsteht durch erlegte Tiere, erfüllte Aufgaben und steigende Jägerwertung, die neue Ausrüstung und Anpassungsmöglichkeiten freischaltet. So entsteht langfristige Motivation durch kontinuierliche Skill-Verbesserung und das Entdecken neuer Jagdplätze.
Umweltdetails wie dichte Wälder, offene Ebenen oder Bergregionen beeinflussen Bewegungsgeschwindigkeit und Sichtlinien und erweitern die taktischen Möglichkeiten. Die KI der Tiere reagiert realistisch auf die Anwesenheit von Spielern und zwingt Jäger dazu, Positionen anzupassen und Deckung über längere Zeiträume zu nutzen.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel richtet sich an Spieler, die methodisches Tempo und Detailgenauigkeit in einem Jagdkontext schätzen. Die Kombination aus realistischer Simulation und offener Welt bietet konstante Tiefe für Fans des Genres. Regelmäßige Erweiterungen durch neue Reservate und Features sorgen für Abwechslung bei wiederkehrenden Spielern. Wer schnelle Runden oder intensive Wettkämpfe sucht, könnte das ruhige Tempo als weniger passend empfinden, während Liebhaber geduldiger Outdoor-Simulationen in der Verfeinerung ihrer Techniken über verschiedene Reservate und Bedingungen hinweg hohen Wiederspielwert finden.