theHunter: Call of the Wild - Revontuli Coast ist eine Jagdsimulation in einem detailreich gestalteten finnischen Archipel. Spieler erkunden 25 Quadratmeilen abwechslungsreichen Geländes mit felsigen Inseln, offenen Wiesen, dichten Fichtenwäldern und sanften Hügeln. Die Reserve legt den Schwerpunkt auf realistisches Anpirschen und Beobachten von Wild bei Tag und Nacht, wobei die Nordlichter nach Einbruch der Dunkelheit für beeindruckende Beleuchtung sorgen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Erkunden farblich markierter Wege und das Entdecken markanter Punkte wie eines Gletscherkessels, einer Felsbalance oder einer tiefen Schlucht. Die Jäger bewegen sich zu Fuß durch die Landschaft und nutzen das Water Layout Blind, um sich bei der Entenjagd über Wasser zu verbergen. Belohnt wird geduldiges Beobachten und taktisches Positionieren statt direkter Konfrontation. Lagerfeuer dienen als Rastplätze bei längeren Ausflügen. Die Nordlichter verändern nachts die Sichtverhältnisse und beeinflussen sowohl das Verhalten der Tiere als auch die Herangehensweise der Spieler.
Tagsüber orientiert man sich an natürlichen Landmarken und markierten Routen. Die Karte unterstützt ausgedehnte Touren, bei denen Ausrüstung und Timing auf die Aktivitätsmuster der Tiere abgestimmt werden. Größere Säugetiere erfordern vorsichtiges Vorgehen über offenes Gelände, während kleinere Arten präzise Positionierung in Lebensräumen wie Mooren oder Wäldern verlangen.
Spielmodi
Die Reserve fügt sich nahtlos in das offene Jagdsystem des Grundspiels ein und ermöglicht sowohl Solo-Expeditionen als auch gemeinsame Sessions. Spieler wählen die Karte und kombinieren freies Erkunden mit gezielten Jagden auf bestimmte Arten. Es gibt keine separaten Wettbewerbs- oder Zielmodi - im Vordergrund steht die klassische Reserve-Erfahrung mit individuellen oder gemeinschaftlichen Ausflügen über das Archipel.
Eine Session beginnt mit der Auswahl passender Ausrüstung für Vogel- oder Großwildjagd, gefolgt von Wechseln zwischen Zonen je nach Tageszeit und beobachteter Aktivität. Im Mehrspielermodus nutzt man die geteilten Welten des Kernsystems, um gemeinsam auf derselben Reserve zu jagen, ohne das grundlegende Jagdprinzip zu verändern.
Die Reservenumgebung
Revontuli Coast besticht durch seine Größe und Vielfalt innerhalb eines zusammenhängenden Gebiets. Die Archipel-Struktur schafft unterschiedliche Zonen, die verschiedene Jagdstile unterstützen - von wasserbasierten Ansätzen bis hin zu Waldpirschgängen. In der vorgestellten Periode erreicht die Vogelaktivität ihren Höhepunkt und lenkt die Aufmerksamkeit auf Wasservögel und Hochlandarten sowie auf heimische Säugetiere. Spieler erleben beim Wechsel zwischen Inseln und Festlandabschnitten das gesamte Spektrum der Landschaftstypen.
Geografische Besonderheiten sorgen für visuelle und navigatorische Abwechslung, ohne als eigenständige Spielziele zu dienen. Die Nordlichter verändern Atmosphäre und Sichtverhältnisse bei Nacht und laden dazu ein, Sessions über die Tageslichtstunden hinaus auszudehnen. Lagerfeuer bieten logische Anlaufpunkte, um den nächsten Abschnitt einer Jagd zu planen.
Tierarten und Jagdmöglichkeiten
Neunzehn Arten bevölkern die Reserve - die höchste Anzahl, die je auf einer einzelnen Karte vertreten war. Die Auswahl vereint neue und bekannte Tiere und konzentriert sich auf Vögel sowie größeres Wild. Wasservögel und Hochlandvögel stehen im Fokus und profitieren vom speziellen Water Layout Blind für Tarnung in Gewässern.
Zu den Säugetieren zählen Braunbär, Elch, Whitetail Deer, Marderhund und Eurasischer Luchs, ergänzt durch Hasen und weitere Vogelarten wie verschiedene Gänse, Enten, Auerhühner und Schneehühner. Jede Art bevorzugt bestimmte Lebensräume auf der Karte, sodass Spieler ihre Taktik beim Wechsel zwischen Zonen anpassen müssen. Die Vielfalt motiviert zu wiederholten Besuchen, um unterschiedliche Tiere unter wechselnden Bedingungen zu finden und zu beobachten.
Lohnt sich das Spiel?
Die Spielerbewertungen der Reserve fallen mit 78 Prozent Zustimmung aus Hunderten von Rezensionen überwiegend positiv aus. Das Angebot spricht vor allem jene an, die methodische Jagdsimulationen schätzen, bei denen Beobachtung und Umweltbewusstsein im Vordergrund stehen. Als kostenpflichtige Erweiterung des Grundspiels richtet sich die Reserve an Besitzer, die bereits in die Serie investiert sind und neue Gebiete sowie zusätzliche Artenvielfalt suchen.
Wer realistisches Tierverhalten, ausgedehnte Einzel- oder Kleingruppenausflüge und atmosphärische Settings mag, findet hier die Stärken des Titels. Regelmäßige Updates des Grundspiels halten die Reserve auch Jahre nach der Veröffentlichung 2022 relevant. Spieler, die kurze Sessions oder kompetitive Elemente bevorzugen, könnten andere Erfahrungen suchen, während engagierte Jäger von der erhöhten Artenzahl und spezialisierten Ausrüstungsoptionen profitieren.