Watch Dogs 2 ist ein Action-Adventure, das Hacking und offene Welt in einer detailreichen Version der San Francisco Bay Area verbindet. Spieler übernehmen die Rolle von Marcus Holloway, einem Mitglied des DedSec-Kollektivs, das sich gegen Konzernmacht stellt. Das Gameplay kombiniert Stealth, kreative Problemlösung und gelegentliche direkte Auseinandersetzungen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht ein erweitertes Hacking-System, mit dem sich die Umgebung auf vielfältige Weise beeinflussen lässt. Ferngesteuerte Drohnen dienen als zentrale Werkzeuge für Aufklärung, Sicherheitsausschaltung und gezielte Störungen aus der Distanz. Missionen bieten mehrere Lösungswege und laden dazu ein, digitale Eingriffe mit physischer Fortbewegung oder Fahrzeugeinsatz zu kombinieren.
Das Fortschrittssystem gliedert sich in drei Upgrade-Pfade: Ghost, Aggressor und Trickster. Diese Kategorien bestimmen, wie sich Fähigkeiten entwickeln - von unauffälligen Infiltrationsoptionen über direkte Kampfverbesserungen bis hin zu kreativen Gadget-Kombinationen. Die offene Welt enthält dynamische Elemente wie Rivalitäten zwischen Gangs, die jederzeit in größere Konflikte ausarten können und für zusätzliche Unberechenbarkeit sorgen.
Fahrzeugsteuerung und Nahkampf ergänzen das Hacking-System, wobei der Schwerpunkt auf dem kreativen Einsatz vernetzter Geräte liegt. Erkundung belohnt mit neuen Werkzeugen und Abkürzungen in den verschiedenen Stadtteilen.
Spielmodi
Der Einzelspielermodus bildet das Kernstück mit einer Kampagne aus Story-Missionen und optionalen Nebeninhalten. Im kooperativen Mehrspielermodus können zwei Spieler gemeinsam Missionen und die Erkundung der Welt angehen.
Weitere Mehrspieler-Optionen umfassen Hacker-Invasionen, bei denen ein Spieler einen anderen in der gemeinsamen Welt stört, sowie den Bounty-Hunter-Modus, der sich auf PvP-Auseinandersetzungen mit Verfolgung und Eliminierung von Zielen konzentriert. Diese Modi ergänzen den Einzelspielermodus, ohne eine ständige Online-Verbindung vorauszusetzen.
Welt und Fortschritt
Die Bay Area umfasst verschiedene Viertel mit einzigartigen Strukturen, die Missionsdesign und Fortbewegung beeinflussen. Spannungen zwischen Fraktionen wie DedSec und gegnerischen Organisationen erzeugen Hintergrundaktivitäten, die Begegnungen beeinflussen können. Upgrades und Skill-Freischaltungen motivieren dazu, unterschiedliche Stadtteile erneut zu besuchen, da neue Werkzeuge alternative Herangehensweisen an bereits abgeschlossene Orte eröffnen.
Nebenaktivitäten reichen von kleineren Hacking-Herausforderungen bis hin zu größeren kooperativen Aufgaben und bieten Abwechslung abseits der Hauptgeschichte. Der Fokus auf digitale Manipulation bleibt über alle Inhalte hinweg erhalten.
Lohnt sich das Spiel?
Watch Dogs 2 richtet sich an Spieler, die flexible Missionsgestaltung und kreative Hacking-Mechaniken in einem Action-Adventure-Setting schätzen. Die Kritiken fielen überwiegend positiv aus, mit Lob für die verbesserten Systeme gegenüber dem Vorgänger und die abwechslungsreichen Aktivitäten in der offenen Welt. Die Kombination aus Einzelspieler-Tiefe und optionalen Mehrspieler-Features spricht besonders jene an, die kreative Problemlösung bevorzugen.
Das Spiel ist auf dem PC verfügbar und läuft dort zuverlässig auf aktueller Hardware. Wer Stealth, Gadgets und gesellschaftskritische Themen schätzt, wird hier am meisten Freude haben. Spieler, die vor allem großen Mehrspieler-Fokus suchen, werden die Modi eher als Ergänzung zum Solo-Erlebnis wahrnehmen. Insgesamt bietet Watch Dogs 2 ein fokussiertes Erlebnis, das Experimentieren mit den Kernmechaniken belohnt.