15 Days ist ein Point-and-Click-Adventure, das als Indie-Titel für den PC entwickelt wurde. Spieler begleiten eine kleine Gruppe von Aktivisten, die in großen Museen spektakuläre Kunstraube begehen, um damit gemeinnützige Projekte zu finanzieren - und dabei der Polizei stets einen Schritt voraus bleiben müssen. Die Geschichte dreht sich um ihre Einsätze, die nach dem Auftauchen eines neuen Auftraggebers mit einer ungewöhnlichen Bitte in eine größere politische Intrige münden.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Erkunden detaillierter Umgebungen, das Interagieren mit Objekten per Point-and-Click und der Einsatz spezieller Gadgets, um Umwelt-Herausforderungen zu meistern. Damit lassen sich realistische Aktionen wie das Umgehen von Sicherheitssystemen oder das gezielte Manipulieren von Gegenständen umsetzen. Der Fokus liegt auf dem Voranschreiten der Geschichte statt auf kniffligen Rätseln; die moderate Schwierigkeit sorgt dafür, dass der Spielfluss nicht durch Trial-and-Error unterbrochen wird.
Zwischen mehreren Charakteren lässt sich wechseln - sowohl innerhalb des Aktivisten-Teams als auch auf Seiten der Polizei -, um Ereignisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erleben. Dialoge werden über einfache Auswahloptionen vorangetrieben und liefern prägnante Wortwechsel, die die Handlung stetig vorantreiben. Die Welt ist in der Gegenwart verankert und verzichtet auf Fantasy-Elemente, um die Verschwörung glaubwürdig wirken zu lassen.
Spielmodi
15 Days ist ausschließlich als Singleplayer-Erlebnis konzipiert und bietet weder Multiplayer- noch Wettbewerbsmodi. Die Handlung verläuft linear über fünfzehn Ingame-Tage, in denen Spieler abwechselnd Aktivisten und Ermittler steuern. Fortschritt ergibt sich durch das Abschließen aufeinanderfolgender Ziele rund um Diebstähle und Ermittlungen; der Charakterwechsel sorgt für wechselnde Perspektiven auf die Geschehnisse.
Es gibt keine alternativen Handlungsstränge oder Enden. Die Erfahrung bleibt bei jedem Durchlauf gleich und legt den Schwerpunkt auf überraschende Wendungen und Charakterbegegnungen statt auf Wiederspielbarkeit durch Schwierigkeitsstufen oder prozedurale Elemente.
Handlung und Charaktere
Die Geschichte beginnt mit drei Aktivisten, die Museumsdiebstähle durchführen und die Erlöse spenden, gerät aber ins Wanken, als äußere Kräfte sie in weitreichendere Pläne hineinziehen. Vier spielbare Figuren verteilen sich auf beide Lager und bringen jeweils eigene Interaktionen sowie Gadget-Einsätze in wichtige Szenen ein. Die Erzählung bleibt durch dynamische Szenenwechsel und präzise Dialoge auf einem hohen Tempo und enthüllt die Verschwörung schrittweise.
Die Optik ist bewusst zeitgenössisch gehalten und wirkt durch authentische Umgebungen und aktuelle Details glaubwürdig. Kamerafahrten unterstreichen in entscheidenden Momenten den filmischen Charakter, ohne die Point-and-Click-Steuerung zu unterbrechen.
Lohnt sich das Spiel?
Die Resonanz auf 15 Days fällt gemischt aus: Metacritic verzeichnet eine Wertung von 63, während die Steam-Bewertungen bei 33 Prozent positiv liegen. Das Spiel richtet sich an Spieler, die narrative Abenteuer mit geringer bis mittlerer Herausforderung und klarem Fokus auf die Geschichte bevorzugen. Dank des zugänglichen Designs eignet es sich besonders für Genre-Einsteiger oder für alle, die ein kürzeres, konzentriertes Erlebnis suchen.
Als älterer Titel erhält 15 Days keine weiteren Updates oder saisonalen Inhalte. Wer Verschwörungsthemen, Charakterwechsel und gadgetbasierte Interaktionen mag, findet hier eine unkomplizierte Umsetzung. Liebhaber komplexerer Point-and-Click-Adventures könnten die schlichteren Mechaniken als Einschränkung empfinden, während das Gesamtpaket eine abgeschlossene Geschichte in kompakter Form bietet, die sich gut für zwischendurch eignet.