198X ist ein erzählerisches Indie-Spiel, das eine Coming-of-Age-Geschichte mit fünf eigenständigen Retro-Arcade-Abschnitten aus klassischen Genres der 1980er-Jahre verbindet. In der titelgebenden Dekade im amerikanischen Vorortmilieu begleitet man den Jugendlichen Kid, der in einer Spielhalle Halt findet und dort neue Ziele entdeckt. Die Spielzeit beträgt rund zwei Stunden und konzentriert sich auf den Einzelspieler-Modus mit pixeligen Sequenzen und spielerischen Herausforderungen, ohne offene Welten oder Mehrspieler-Elemente.
Gameplay
Zwischen kurzen filmischen Zwischensequenzen und handfesten Arcade-Abschnitten wechselt das Spiel ständig hin und her. Im realen Umfeld steuert man Kid während der Story-Momente, wechselt dann in die Automaten, wo präzise Eingaben über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Die in den Spielen erlernten Fähigkeiten beeinflussen Kinds persönliche Entwicklung und lassen die Grenze zwischen virtueller und realer Welt allmählich verschwimmen. Die Steuerung setzt auf Timing und Mustererkennung wie in den Original-Automaten; jeder Abschnitt ist ein in sich geschlossenes Erlebnis, das durch Wiederholungen verbessert werden kann. Die Pixel-Art hält durchgängig den Retro-Look von Story und Gameplay.
Spielmodi
Anstelle klassischer Mehrspieler-Optionen oder wählbarer Schwierigkeitsgrade bietet 198X fünf vollständige Arcade-Stufen unterschiedlicher Genres: einen Beat 'em up-Abschnitt mit Straßenkämpfen, ein seitlich scrollendes Shoot 'em up, eine rasante Rennsequenz, ein Platforming- und ein Dungeon-Crawler-Segment. Jede Stufe bildet ein eigenständiges Mini-Spiel mit eigenen Mechaniken, Gegnern und Zielen, die durch die übergreifende Geschichte verbunden sind. Die Handlung verläuft linear ohne Abzweigungen oder Varianten.
Handlung und Präsentation
Die Geschichte spielt in einer Vorstadt unweit einer Großstadt und zeigt den Konflikt zwischen jugendlicher Freiheit und heranrückenden Erwachsenenpflichten. Kinds Besuche in der Spielhalle lösen Veränderungen aus: Jeder abgeschlossene Automat trägt zur persönlichen Entwicklung und wachsenden Selbstbestimmung bei. Die Erzählung wird durch pixelige Zwischensequenzen ohne Sprachausgabe vermittelt. Das visuelle Design ahmt den Look von 80er-Jahre-Automaten originalgetreu nach, wirkt aber auf modernen Bildschirmen klar. Der Soundtrack orientiert sich an Chiptunes und passt sich genrebedingt jeder Stufe an.
Lohnt sich das Spiel?
198X richtet sich an Spieler, die ein kurzes, in sich geschlossenes Erlebnis mit nostalgischem Gameplay und einer persönlichen Geschichte suchen. Die kurze Spielzeit eignet sich für konzentrierte Sitzungen, und die Vielfalt der fünf Abschnitte sorgt für abwechslungsreiche Mechaniken. Die Resonanz ist positiv bei Fans des nostalgischen Tons und der Verknüpfung von Arcade-Meisterschaft mit Charakterentwicklung. Das Spiel ist als einmaliger Kauf für den PC erhältlich, ohne weitere Updates oder saisonale Inhalte. Pixel-Art-Fans und Liebhaber kurzer, erzählungsgetriebener Titel werden das Konzept wahrscheinlich schätzen, während Spieler, die umfangreiche Welten oder kompetitive Elemente erwarten, eher zu längeren Alternativen greifen sollten. Die geschätzten zwei Stunden Laufzeit bieten eine abgerundete Geschichte ohne unnötige Füllung.