35MM ist ein narratives Indie-Adventure für Einzelspieler, das in einem postapokalyptischen Russland spielt. Zwei Reisende ziehen durch eine Welt, die nach einer globalen Epidemie weitgehend entvölkert und zerfallen ist. Statt hektischer Action oder komplexer Systeme steht hier die Erkundung und das Erzählen im Mittelpunkt.
Gameplay
Im Zentrum steht das Durchqueren verlassener Ortschaften, Städte, Felder und Wälder sowie einer unterirdischen Anlage. Spieler müssen mit begrenzten Vorräten haushalten und sammeln Nahrung, Batterien und Waffen, um voranzukommen. Das Inventar spielt dabei eine wichtige Rolle, da Gegenstände sowohl zum Überleben als auch zur Lösung kleinerer Probleme benötigt werden.
Aufträge ergeben sich aus der Umgebung und aus Begegnungen unterwegs. Diese Aufgaben treiben die Geschichte voran und geben Einblicke in die Welt sowie in die beiden Protagonisten. Die Fortbewegung ist bewusst ruhig gehalten und legt Wert darauf, die Umgebung genau wahrzunehmen und versteckte Details zu entdecken. Kämpfe kommen vor, bleiben aber einfach und ohne ausgefeilte Zielhilfen.
Der Fortschritt hängt direkt von den Entscheidungen ab, die während der Reise getroffen werden. Diese beeinflussen verfügbare Wege und sorgen für unterschiedliche Verläufe. Das Spiel hält ein gleichmäßiges Tempo, das auf Atmosphäre und Entdeckungen setzt statt auf wiederkehrende Herausforderungen oder skillbasiertes Fortschreiten.
Spielmodi
35MM bietet eine durchgehende Einzelspieler-Kampagne ohne separate Modi oder Mehrspieler-Funktionen. Die gesamte Geschichte wird als eine einzige Reise erlebt, die linear von Ort zu Ort führt.
Entscheidungen während des Spiels können den Ausgang beeinflussen. Je nach Umgang mit Ressourcen, Interaktionen und getroffenen Entscheidungen gibt es mehrere Enden. Dies lädt dazu ein, das Spiel erneut zu starten, um alternative Verläufe zu erleben, ohne dass sich der Fokus auf Erkundung verändert.
Handlung und Welt
Die Geschichte folgt zwei namenlosen Reisenden, die durch das vom Virus gezeichnete Russland ziehen. Die meisten Menschen sind verschwunden, zurück bleiben verlassene Siedlungen und verfallene Spuren früheren Lebens. Themen wie Anpassung, Identität und Überleben stehen dabei im Vordergrund.
Die Schauplätze selbst tragen wesentlich zur Erzählung bei. Verlassene Städte, ländliche Gegenden und eine versteckte Anlage bieten jeweils eigene Gegenstände, Geheimnisse und Umgebungsdetails, die die Welt weiter ausgestalten. Spieler erfahren nach und nach mehr über die Charaktere und die Ereignisse, indem sie Hinweise sammeln und die Folgen ihrer Entscheidungen erleben.
Lohnt sich das Spiel?
35MM richtet sich an Spieler, die ruhige, atmosphärische Einzelspieler-Abenteuer mit starkem Fokus auf Erkundung und Geschichte bevorzugen. Das Spiel bietet eine geschlossene Erfahrung, die auf postapokalyptische russische Umgebungen und Ressourcenmanagement setzt.
Die Resonanz ist gemischt: Gelobt werden die düstere Stimmung und die Vielfalt der Schauplätze, während das Tempo und die begrenzten Mechaniken Kritik erfahren. Neuere Spielerstimmen fallen etwas positiver aus als der bisherige Durchschnitt. Seit der Erstveröffentlichung gab es keine größeren Updates oder zusätzlichen Inhalte.
Wer introspektive Reisen mit mehreren Enden und leichten Survival-Elementen sucht, kann hier fündig werden. Wer hingegen intensive Action, umfangreiche Systeme oder Mehrspieler-Features erwartet, wird den Rahmen des Spiels als zu eng empfinden. Verfügbar ist das Spiel auf dem PC.