„About Love, Hate and the other ones" ist ein unabhängiges Casual-Puzzle für den PC. Zwei gegensätzliche Figuren geraten nach einem unerwarteten Vorfall auf ihrem Hügelhaus in eine Reihe abgeschlossener Räume und müssen von dort entkommen. Dabei nutzen die Spieler die unterschiedlichen Einflüsse von Love und Hate, um mit den umgebenden „Other Ones" zu interagieren.
Gameplay
Love und Hate sind zwei unterschiedliche, blobartige Gestalten mit gegensätzlichen Fähigkeiten. Love zieht die Other Ones an, Hate stößt sie ab. Diese Anzieh- und Abstoßkräfte bilden das zentrale Werkzeug, um die Umgebung umzugestalten und Wege freizumachen. Die Figuren bewegen sich auf rasterbasierten Ebenen, ohne Sprung- oder Platforming-Elemente; stattdessen geht es um geschicktes Positionieren und gezieltes Timing der Effekte, um die Other Ones in nützliche Konstellationen zu bringen.
Jede Ebene ist ein begrenzter Raum mit Hindernissen und Other Ones, die vorhersehbar auf die angewendeten Kräfte reagieren. Ziel ist es meist, eine der Hauptfiguren zu einem markierten Knopf oder Ausgang zu führen und dabei die beeinflussten Gestalten so einzusetzen, dass sie den Weg blockieren oder freigeben. Die ersten Level führen die grundlegenden Interaktionen in einfachen Situationen ein, später kommen feste Barrieren und mehrere interagierende Figuren hinzu, die sorgfältig abgestimmte Zugfolgen erfordern.
Die Optik bleibt durchgängig weich und cartoonartig und betont die Charaktere von Love und Hate, ohne Handlung oder Zeitlimits. Der Fortschritt führt linear durch thematisch gestaltete Abschnitte - Höhlen, Eisflächen, Burgen und Fabriken -, die jeweils leichte Variationen der Mechanik mit sich bringen. Das Spiel ist ausschließlich für Einzelspieler ausgelegt.
Spielmodi
Es gibt nur eine durchgehende Kampagne aus Puzzle-Levels. Separate Modi wie Zeitrennen, Endlos-Herausforderungen oder Mehrspieler-Varianten sind nicht vorhanden. Alle Inhalte laufen über aufeinanderfolgende Etappen, die auf demselben Prinzip von Positionierung und Steuerung der Other Ones aufbauen. Die Schwierigkeit steigt allmählich, je mehr Figuren und komplexere Layouts hinzukommen.
Im Mittelpunkt steht die Erkundung des Anzieh- und Abstoßsystems über die gesamte Levelmenge. Es gibt keine alternativen Regeln oder Modifikatoren; der Fokus liegt auf methodischem Lösen statt auf formaler Abwechslung.
Level-Design und Fortschritt
Die Level sind in sich abgeschlossene Rätsel, die Beobachtung und Experimentieren mit den beiden Kräften belohnen. Die Umgebungen wechseln zwischen verschiedenen Themen, die dieselben Mechaniken in neuen räumlichen Anordnungen präsentieren. Höhlen bieten enge Gänge mit begrenzten Bewegungsmöglichkeiten, Eisflächen können rutschige Positionierungen erfordern, Burgen und Fabriken führen vertikale oder mechanische Elemente ein, die gezielt mit den Other Ones interagieren - die Kernmechanik bleibt jedoch unverändert.
Es gibt keine Sammelobjekte, alternativen Wege oder versteckten Ziele; einzig das Erreichen des jeweiligen Hauptziels zählt. Die Gesamtzahl der Level ist überschaubar, die späteren Aufgaben verlangen präzisere Zugfolgen bei mehreren interagierenden Figuren. Das Spiel richtet sich an Spieler, die lieber ein einzelnes System schrittweise meistern als lange Kampagnen mit vielen Abweichungen erleben.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel spricht vor allem Fans abstrakter Puzzles an, die räumliches Denken und Ursache-Wirkungs-Mechaniken schätzen. Die freundliche Präsentation und einfache Steuerung eignen sich für kurze Sitzungen, während die steigende Komplexität in den späteren Levels eine angenehme Herausforderung für methodisches Knobeln bietet. Die Spielzeit beschränkt sich auf das Abschließen der Level-Folge; es gibt keine fortlaufenden Inhalte oder zusätzliche Saisons.
Die Rezeption lobt den cleveren Einsatz der Love-and-Hate-Dualität als frische Variante klassischer Schiebe-Mechaniken, bemängelt jedoch das Fehlen einer Geschichte oder weiterer Features. Wer ein fokussiertes Einzelspieler-Puzzle mit klaren Regeln und ohne Ablenkung sucht, findet hier durchgängig unterhaltsame Rätsel. Spieler, die narrative Erlebnisse oder regelmäßig neuen Content bevorzugen, könnten den Umfang als begrenzt empfinden. Insgesamt bietet das Spiel eine solide Wahl für kurze, nachdenkliche Sessions am PC.