An Assassin in Orlandes ist ein Einzelspieler-Indie-Rollenspiel, das als interaktives Spielbuch auf dem PC erscheint. Die Spieler tauchen in eine Verschwörung in Orlandes City ein, bei der Adlige gezielt von einem unbekannten Attentäter getötet werden. Die Geschichte entwickelt sich durch eigene Entscheidungen, die den Verlauf bestimmen und sowohl die Hauptfigur als auch eine enge Begleiterin in Gefahr bringen können.
Gameplay
Grundlage bilden Würfelwürfe, mit denen zu Beginn die drei zentralen Werte Vitalität, Fitness und Glück festgelegt werden. Diese Werte entscheiden über Erfolg oder Misserfolg in Kämpfen und Rätseln. An Entscheidungsstellen wählt man Handlungsoptionen, die den Verlauf verzweigen und oft Attributtests erfordern. Kämpfe laufen über Würfelvergleiche gegen Gegnerwerte ab, während Ressourcen aus den Anfangswürfen verwaltet werden müssen. Rätsel prüfen dieselben Attribute in nicht-kämpferischen Situationen, etwa beim Navigieren durch Gefahren oder beim Aufdecken von Hinweisen in der Stadt. Das Spiel legt Wert auf sorgfältige Entscheidungen, da Fehlschläge oder schlechte Wahl zu Rückschlägen oder alternativen Enden führen können.
Spielmodi
Zwei unterschiedliche Spielweisen stehen zur Verfügung. Der Standardmodus nutzt das vollständige Würfelsystem und verfolgt alle Werte, wobei jeder Wurf relevant ist und Fehlschläge möglich bleiben. Der Casual-Modus reduziert oder entfernt die Würfelmechanik, um den Fokus auf reine Erzählung und Erkundung zu legen. Diese Variante eignet sich für Spieler, die ohne Risiko und Unterbrechungen lesen möchten. Beide Modi behalten dieselbe Handlungsstruktur und dieselben Entscheidungsbäume bei und bieten so Flexibilität je nach Vorliebe für Simulation oder leichte Zugänglichkeit.
Handlung und Atmosphäre
Im Zentrum steht die Aufdeckung einer Verschwörung in Orlandes City, in die die Spielfigur durch die Attentate hineingezogen wird. Hochauflösende Illustrationen zeigen wichtige Szenen und Charaktere, während ein Original-Soundtrack die mittelalterliche Fantasy-Stimmung während des Lesens und der Interaktion unterstützt. Wendungen ergeben sich aus den getroffenen Entscheidungen und beeinflussen Allianzen sowie die Beziehung zur Begleiterin. Die lineare, aber verzweigte Struktur konzentriert sich darauf, die Identität des Attentäters aufzudecken, bevor die Zeit abläuft.
Lohnt sich das Spiel?
Spieler loben vor allem die starke Erzählung, die übersichtliche Bedienung und die gelungene Verbindung von Kampf- und Wertesystemen. Das Spiel erreicht eine positive Bewertung von 87 Prozent auf der Hauptvertriebsplattform. Es spricht vor allem Fans von entscheidungsbasierten interaktiven Geschichten und leichten Rollenspiel-Elementen an, die keine schnellen Reflexe erfordern. Die Verfügbarkeit auf dem PC erleichtert den Einstieg für Liebhaber von Spielbuch-Formaten. Wer tiefere Mechaniken oder laufende Inhaltsaktualisierungen sucht, könnte die statische Einzelspieler-Erfahrung als begrenzt empfinden, während andere die abgeschlossene Erzählung und die Möglichkeit, durch verschiedene Entscheidungen erneut zu spielen, schätzen.