Attempt[42] ist ein First-Person-Puzzle-Platformer für den PC, bei dem Spieler durch kreative Eingriffe in die Umgebung Rätsel lösen. Das Grundprinzip besteht darin, Levels möglichst schnell zu absolvieren, indem die Schwerkraft verändert und Objekte innerhalb der Bühnen neu angeordnet werden. Das 2016 erschienene Spiel verbindet Action- und Indie-Elemente mit einer zugänglichen Spielweise und spricht damit alle an, die präzises Platforming und räumliches Denken schätzen, ohne komplexe Handlung oder Kampfsysteme.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Navigation durch dreidimensionale Räume aus der Egoperspektive. Spieler müssen Wege finden, die Schwerkraft zu umgehen und die physische Struktur jeder Bühne so zu verändern, dass ein gangbarer Weg entsteht. Dieser Mechanik liegt der gesamte Fortschritt zugrunde: Erfolg hängt davon ab, durch gezielte Umgebungsveränderungen das Ziel effizient zu erreichen. Die Levels setzen auf Versuch und Irrtum, da Spieler verschiedene Konfigurationen ausprobieren, um Bewegung und Timing zu optimieren. Der Fokus liegt ausschließlich auf individueller Problemlösung, ohne äußere Bedrohungen oder Mehrspieler-Elemente. Jeder Versuch wird so zu einer Prüfung räumlicher Wahrnehmung und schneller Anpassung.
Spielmodi
Zwei unterschiedliche Modi prägen die Sessions. Im Time-Attack-Modus muss ein Level vor Ablauf einer festgelegten Frist geschafft werden, was Spieler dazu zwingt, ihre Strategien für höhere Geschwindigkeit zu verfeinern. Der Freerun-Modus verzichtet auf Zeitlimits und ermöglicht uneingeschränkte Erkundung sowie Experimente mit den Levelveränderungen. Beide Modi teilen das gleiche Ziel, die Bühnen zu meistern, richten sich jedoch an unterschiedliche Herangehensweisen: Time Attack belohnt wiederholte Optimierung, Freerun fördert das gezielte Entdecken von Lösungen.
Kernmechaniken und Leveldesign
Das Leveldesign nutzt Schwerkraftwechsel und Layout-Veränderungen als zentrale Werkzeuge für den Fortschritt. Spieler greifen direkt in die Umgebung ein, um Plattformen zu verschieben oder Richtungswechsel der Kräfte herbeizuführen und so neue Wege oder Abkürzungen zu schaffen. Das System belohnt Beobachtung und schrittweise Anpassungen, da erste Versuche oft erst nach gescheiterten Durchläufen zeigen, welche Änderungen nötig sind. Das Fehlen weiterer Systeme wie Inventarverwaltung oder Charakter-Upgrades hält den Fokus konsequent auf diesen Umgebungsinteraktionen. Der Singleplayer-Ansatz sorgt für ein gleichbleibendes Tempo ohne externe Einflüsse.
Lohnt sich das Spiel?
Die Spielerresonanz fällt gemischt aus: 63 Prozent von 207 Bewertungen fallen positiv aus. Das Spiel richtet sich an alle, die Puzzle-Platformer bevorzugen, bei denen mechanisches Experimentieren im Vordergrund steht und nicht Handlung oder Action-Intensität. Wer kurze, wiederholbare Bühnen im Time-Attack-Modus oder entspanntes Problemlösen im Freerun-Modus schätzt, findet hier ein schlichtes, aber stimmiges Konzept. Die Verfügbarkeit auf dem PC macht es über die üblichen Kaufoptionen leicht zugänglich. Das Spiel bietet konstante Herausforderungen für Fans schwerkraftbasierter Rätsel, kann jedoch für Spieler, die breitere Features oder laufende Inhaltsupdates suchen, schnell begrenzt wirken.