CorpoNation: The Sorting Process ist ein Indie-Simulationsspiel, in dem Spieler als Laborant genetische Proben für den mächtigen Konzern Ringo CorpoNation sortieren. Die lineare dystopische Geschichte dreht sich um den Arbeitsalltag, persönliche Ausgaben und den subtilen Druck von Kollegen, die die Loyalität zum Arbeitgeber hinterfragen. Mit den verdienten Credits können die eigenen Räume eingerichtet, staatlich genehmigte Spiele gespielt und andere Freizeitaktivitäten verfolgt werden, die das System stützen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Prüfen und Zuordnen genetischer Proben nach bestimmten Merkmalen. Die Proben gehören zu den Gruppen Alpha, Beta, Delta und Zeta und müssen anhand von Formen, Mustern, Zahlen oder Beschreibungen den richtigen Röhrchen zugeordnet werden. Mit jedem Schichtwechsel kommen neue Regeln und Varianten hinzu, die Konzentration erfordern, um Fehler zu vermeiden und die Effizienz zu halten. Gelegentlich müssen Proben vor der endgültigen Ablage noch angepasst werden.
Die verdienten Credits lassen sich für Dekorationsgegenstände ausgeben, mit denen die Wohnräume individuell gestaltet werden. Zusätzlich steht Zeit auf einer genehmigten Gaming-Plattform zur Verfügung, auf der man sich in den verfügbaren Titeln auf den Bestenlisten messen kann. Gespräche mit Kollegen und Pflichtumfragen liefern Einblicke in das Arbeitsumfeld und gelegentliche Versuche, gegen den Konzern zu rekrutieren.
Spielmodi
Das Spiel folgt einem täglichen Rhythmus aus Pflichtarbeit und optionaler Freizeit. Die Sortierphase bildet den Kern und wird mit jedem Tag komplexer, da neue Kriterien und Probentypen hinzukommen. In den Freizeitphasen können erworbene Gegenstände zur Raumausstattung genutzt und Spiele auf der genehmigten Plattform gespielt werden, um in den Ranglisten aufzusteigen.
Informationen werden durch Gespräche mit Kollegen und betriebliche Umfragen vermittelt, die die Handlung ohne Entscheidungszweige enthüllen. Diese Elemente sind in das durchgehende Erlebnis eingebunden und nicht als separate Modi wählbar, sodass der Fokus auf dem Arbeitsalltag und den damit verbundenen Spannungen bleibt.
Handlung und Setting
Eine lineare Geschichte zeigt das Leben in einem von Konzernen beherrschten Staat, in dem von den Angestellten volle wirtschaftliche Leistung erwartet wird. Die Welt wirkt monoton und angepasst, doch Dialoge deuten auf alternative Wege hin. Spieler bewegen sich zwischen diesen Spannungen, während sie ihre Aufgaben erledigen und mit ihren Finanzen haushalten.
Der Fortschritt hängt direkt von der Arbeitsleistung und den täglichen Ausgabenentscheidungen ab. Die Handlung konzentriert sich auf den Arbeitsalltag eines einzelnen Angestellten und stellt den Gegensatz zwischen Konzernvorgaben und privatem Leben heraus.
Lohnt sich das Spiel?
Auf Steam wird das Spiel von über einhundert Nutzern überwiegend positiv bewertet. Wer methodische Sortieraufgaben und kurze, fokussierte Simulationen schätzt, findet oft Gefallen am steigenden Schwierigkeitsgrad der Probenzuordnung und der atmosphärischen Darstellung des Konzernlebens. Spieler, die Abwechslung oder hohen Wiederspielwert suchen, empfinden die wiederkehrende Struktur nach den ersten Stunden möglicherweise als weniger ansprechend.
Das Spiel richtet sich an Interessierte an dystopischen Arbeitsweltthemen, die durch klare Mechaniken vermittelt werden. Seine kompakte Länge und der Fokus auf Routine machen es zu einer besonderen Option im Indie-Simulationsbereich, vor allem für diejenigen, die Prozesse optimieren und narrative Zusammenhänge durch wiederholte Tagesabläufe erkunden möchten. Seit dem Release gab es keine größeren Updates oder saisonalen Inhalte, die das Kernspiel verändert hätten.