Crossfire: Legion ist ein Echtzeit-Strategiespiel, das in einer nahen Zukunft spielt, in der Konzerne um die Vorherrschaft kämpfen. Spieler übernehmen das Kommando über eine von drei Fraktionen, sammeln Ressourcen, errichten Stützpunkte und führen Einheiten über unterschiedliche Schlachtfelder - sowohl im Einzelspieler- als auch im Mehrspielermodus.
Gameplay
Im Zentrum steht das klassische Zusammenspiel aus Ressourcensammlung und Truppenproduktion. Mit Arbeitereinheiten werden Treibstoff und Materialien von festen Knotenpunkten und Anlagen eingesammelt, um damit Gebäude zu errichten und neue Einheiten auszubilden. Jede Fraktion verfolgt dabei einen eigenen taktischen Ansatz. Global Risk setzt auf Feuerkraft aus der Distanz, etwa mit dem Phalanx-Panzer und Raketentruppen. Black List verlässt sich auf Geschwindigkeit und Hinterhalte, unter anderem mit dem Cheetah-Buggy und dem Falcon-Helikopter. New Horizon bringt teure, schwer gepanzerte Einheiten wie den Titan-Mech ins Spiel, unterstützt durch Kommandantenfähigkeiten, die Energieschilde für Angriff oder Verteidigung erzeugen.
Vor dem Gefecht lässt sich die Armee über ein Roster-System individuell zusammenstellen. Infanterie, Fahrzeuge und Luftfahrzeuge können je nach Karte und Gegner ausgewählt werden. Kommandanten erweitern die taktischen Möglichkeiten mit speziellen Fähigkeiten, die den Verlauf einer Schlacht entscheidend beeinflussen können. Einheitenaufwertungen und Fähigkeiten sorgen zusätzlich für Abwechslung. Die Kampagne führt die drei Fraktionen durch eine Reihe von Missionen, die ihre Ziele und zentralen Figuren vorstellen und die Spielmechaniken schrittweise vermitteln.
Spielmodi
Im Versus-Modus treten bis zu sechs Spieler in zwei Teams gegeneinander an. Ziel ist es, alle gegnerischen Kernbasen zu zerstören. Bei Payload müssen Teams drei Ziele zum gegnerischen Stützpunkt eskortieren oder den Kern direkt ausschalten. Operation Thunderstrike bietet kooperatives Spiel für bis zu drei Personen, bei dem eine Basis errichtet, KI-Wellen abgewehrt und Eskort- oder Schutzmissionen mit optionalen Nebenaufgaben abgeschlossen werden.
Weitere Optionen umfassen Gefechte gegen KI sowie ein saisonales Fortschrittssystem mit Ranglisten. Ein integrierter Replay-Viewer ermöglicht die Analyse vergangener Matches. Mit dem mitgelieferten Leveleditor und Community-Tools lassen sich eigene Karten und Modi erstellen oder anpassen.
Fraktionen und Mechaniken
Erfolg hängt ebenso von der Vorbereitung vor dem Gefecht wie von Entscheidungen während des Matches ab. Ressourcenknoten müssen früh gesichert und Basislayouts defensiv durchdacht werden. Zögern führt oft zur Niederlage, da Kämpfe nach dem ersten Zusammenstoß schnell eskalieren. Die Wahl des Kommandanten kann in kritischen Momenten den Ausschlag geben, während die Stärken der jeweiligen Fraktion unterschiedliche Spielstile belohnen. Global Risk eignet sich für defensive oder fernkampforientierte Strategien, Black List für schnelle Überfälle und New Horizon für direkte, schwere Angriffe.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel erschien im Dezember 2022 nach einer Early-Access-Phase in der Vollversion. Im August 2025 wurde es aus dem Verkauf genommen, sodass Neukäufe nicht mehr möglich sind. Bestehende Besitzer behalten weiterhin Zugriff auf die Einzelspielerkampagne und verbleibende Mehrspielerfunktionen, auch wenn Updates und Serverwartung eingestellt wurden.
Die Aufnahme beschreibt ein solides Echtzeit-Strategiespiel, das klassische Basisbau-Erfahrungen ohne große Neuerungen bietet. Die Kampagne führt durch Missionen der drei Fraktionen, wird jedoch für die schlichte Erzählung kritisiert. Der Mehrspielermodus bietet Abwechslung durch verschiedene Modi, allerdings mit einer begrenzten Auswahl an Karten. Spieler, die klassisches Ressourcenmanagement, asymmetrische Fraktionen und Kommandantenfähigkeiten schätzen, können im kooperativen oder KI-gestützten Spiel noch Freude daran finden. Wer umfangreiche Nachfolgeunterstützung oder tiefgehende strategische Komplexität sucht, wird eher bei Titeln mit aktiver Weiterentwicklung fündig.