Dark Fall: Lost Souls ist ein First-Person-Psychohorror-Adventure, das in einem verlassenen Bahnhof und Hotel spielt. Spieler übernehmen die Rolle eines Polizeinspektors, der fünf Jahre nach dem Verschwinden eines Kindes an den verfallenen Ort zurückkehrt, um sich eigenen Versäumnissen zu stellen und übernatürlichen Geheimnissen auf den Grund zu gehen.
Gameplay
Im Mittelpunkt stehen Erkundung und Rätsellösen in einer realistisch wirkenden, seit dem Zweiten Weltkrieg unveränderten Umgebung. Bewegung und Interaktionen erfolgen per Point-and-Click: Der Cursor ändert seine Form, um mögliche Aktionen wie Objektuntersuchung, Gegenstandaufnahme oder Fortbewegung anzuzeigen. Am unteren Bildschirmrand befindet sich eine Inventarleiste, während das Handy des Inspektors Werkzeuge wie eine Taschenlampe, Speicher- und Ladeoptionen, Schwierigkeitsstufen sowie Untertitel-Einstellungen bereitstellt.
Zeitsprünge wechseln während des Spiels zwischen Gegenwart und Vergangenheit und decken neue Hinweise auf oder verändern die Umgebung. Über ein Ouija-Brett und weitere Methoden lässt sich mit Geistern kommunizieren, um Informationen von den gefangenen Seelen - den Lost Souls - zu erhalten. Zusätzlich können Spieler in Erinnerungen und Albträume Verstorbener eintauchen, um Details über Ereignisse und Identitäten zu erfahren.
Verzerrte Varianten klassischer Gesellschaftsspiele wie Blinde Kuh oder Statuen dienen als interaktive Sequenzen, die die Spannung steigern. Die Herausforderung liegt in der vorsichtigen Navigation durch die verfluchte Umgebung und darin, die Geschichte um das Verschwinden von Amy Haven zusammenzusetzen - ohne Tagebuch oder automatische Notizen.
Game Modes
Dark Fall: Lost Souls ist ausschließlich als Singleplayer-Erlebnis konzipiert. Es gibt weder Multiplayer- noch Koop-Optionen und keine weiteren Varianten wie Wettbewerbs- oder Survival-Modi. Die gesamte Geschichte und das Rätsel-Progression laufen in einer durchgehenden Kampagne ab, die sich auf die Ermittlung des Inspektors konzentriert.
Story und Atmosphäre
Die Handlung folgt dem Inspektors Rückkehr zum Bahnhof und Hotel am Jahrestag des Verschwindens. Vergangene Schrecken und persönliche Reue treten durch Umgebungs-Storytelling, Geisterbegegnungen und Zeitsprünge zutage. Das Setting verbindet verlassene Industrieflächen mit Hotelräumen, die Spuren von Besessenheit und zeitlicher Verzerrung zeigen.
Das Sounddesign ist zentral: Eine unheimliche Musik erzeugt während der Erkundung und Begegnungen ein Gefühl der Unruhe. Der Ton bleibt durchgehend psychologisch bedrohlich, ohne auf Jump-Scares zu setzen, und fordert die Spieler auf, auf Details und die Stimmen der Lost Souls zu achten.
Lohnt es sich?
Das Spiel richtet sich an Fans von bedächtigen, rätsellastigen Adventures mit Horror-Elementen und starker atmosphärischer Ausrichtung. Die Singleplayer-Struktur bietet ein abgeschlossenes Story-Erlebnis ohne laufende Updates oder saisonale Inhalte. Auf Steam liegt die Nutzerbewertung bei 62 Prozent positiv (über 200 Bewertungen), während Metacritic einen Kritiker-Score von 75 von 100 verzeichnet. Wer Point-and-Click-Mechaniken, Geisterkommunikation und Mystery-Auflösung in abgeschiedenen Schauplätzen schätzt, findet hier möglicherweise Anklang - die veraltete Oberfläche und das Fehlen von Hinweis-Hilfen können jedoch für manche eine Herausforderung darstellen.