Death and Taxes ist ein Einzelspieler-Strategie- und Simulationsspiel, in dem man als Sensenmann in einem Büro den bürokratischen Alltag meistert. Die zentrale Aufgabe besteht darin, täglich Akten über verschiedene Personen zu prüfen und über deren Schicksal zu entscheiden - mit weitreichenden Folgen für die Welt und die eigene Karriere innerhalb der Sensenmann-Hierarchie.
Gameplay
Der Spieltag dreht sich um das Erfüllen von Vorgaben der Vorgesetzten, das Bearbeiten von Fallakten und das Einhalten zusätzlicher Anweisungen, etwa zum Schutz bestimmter Berufsgruppen oder zum Erhalt des Weltgleichgewichts. Jede Entscheidung wirkt sich auf den weiteren Verlauf aus und eröffnet unterschiedliche Handlungsstränge. Ergänzende Aktivitäten wie Gespräche mit dem Chef, Einkäufe im Shop, die Einrichtung des Arbeitsplatzes und Interaktionen mit vertonten Charakteren erweitern die tägliche Routine, ohne vom Kern der Entscheidungsmechanik abzulenken.
Das System verlangt, auf Basis begrenzter Informationen fundierte Urteile zu treffen und dabei zwischen strikter Regelbefolgung und eigenem Ermessen abzuwägen. Wer sich an die Vorgaben hält, erhält Belohnungen, wer eigene Maßstäbe anlegt, riskiert Konsequenzen. Mit steigender Leistung steigt man in den Rängen der Sensenmänner auf und schaltet neue Elemente frei.
Spielmodi
Das Spiel ist ausschließlich im Einzelspieler-Modus verfügbar und dreht sich um narrative Fortschritte durch wiederholte Entscheidungstage. Jede Sitzung führt zu einer von mehreren verzweigten Handlungssträngen, die sich je nach getroffenen Entscheidungen unterscheiden. Mehrere geheime Enden laden dazu ein, weitere Durchläufe zu starten, um alternative Wege und Hintergründe zur eigenen Figur zu entdecken.
Das Wiederholspielziel liegt darin, unterschiedliche Herangehensweisen an Quoten und moralische Dilemmata auszuprobieren und so zu erleben, wie kleine Abweichungen zu neuen Weltzuständen und Charakterinteraktionen führen. Weder kompetitive noch kooperative Modi sind vorhanden - der Fokus bleibt auf der Simulation der Sensenmann-Pflichten.
Handlung und Features
Die Geschichte entwickelt sich über Dialoge mit vollständig vertonten Nebenfiguren und eigene Reflexionen, die Themen wie Sterblichkeit und Alltag aufgreifen. Spieler können ihr Sensenmann-Aussehen anpassen, während ein eigener Soundtrack und ein charakteristischer Aquarell-Look die Büroatmosphäre unterstreichen. Weitere Mechaniken umfassen ein Upgrade-System für den Schreibtisch sowie Funktionen, die das Spielerlebnis über die regulären Sitzungen hinaus erweitern.
Die Handlung belohnt aufmerksames Beobachten von Konsequenzen: Entscheidungen über einzelne Personen können Chaos verhindern oder größere Pläne ermöglichen. Das Spiel ist bewusst kurz gehalten und setzt auf die Wirkung von Entscheidungen statt auf offene Welten.
Lohnt sich das Spiel?
Death and Taxes richtet sich an Spieler, die simulationsbasierte Entscheidungsspiele mit moralischem Gewicht und Anreizen zum erneuten Spielen schätzen. Die kompakte Spielzeit ermöglicht mehrere Durchläufe, um verschiedene Enden und Handlungsstränge zu erkunden. Humor entsteht durch den Kontrast zwischen düsteren Pflichten und banalem Büroalltag. Kritiken loben die stimmige Vertonung, das clevere Schreiben und das nachvollziehbare Ursache-Wirkungs-Prinzip, bemängeln jedoch die Wiederholung der täglichen Aufgaben nach den ersten Runden.
Für Fans von Indie-Titeln, die Konsequenzen und narrative Tiefe über Action stellen, bietet das Spiel ein eigenständiges Erlebnis. Verfügbar auf PC und weiteren Plattformen, hat sich Death and Taxes seit seiner Veröffentlichung 2020 durch sein ungewöhnliches Konzept und die Vielzahl an Enden eine treue Spielerschaft erhalten.