Deathless. The Hero Quest ist ein Einzelspieler-Strategiespiel, das Deck-Building mit roguelike-Progression und rundenbasiertem Kampf verbindet. Spieler übernehmen die Rolle eines von vier Helden aus slawischer Folklore, die jeweils einen eigenen Ansatz für Kämpfe gegen Gegner und Bosse im Land Belosvet bieten. Im Mittelpunkt stehen Deck-Aufbau, Relikt-Synergien und die Wahl unterschiedlicher Wege, die sich bei jedem Durchlauf verändern.
Gameplay
Im Kern geht es darum, ein Kartendeck aufzubauen und zu verfeinern, während man eine Reihe von Begegnungen durchläuft. Jeder Held beginnt mit grundlegenden Fähigkeiten und erhält durch Siege neue Karten, die eine umfassende Anpassung ermöglichen. Relikte erweitern das Spiel um passive Effekte oder veränderte Karteninteraktionen und laden so zu Experimenten mit Hunderten möglicher Kombinationen ein.
Varvara die Schöne konzentriert sich auf die Kontrolle des Schlachtfelds und positioniert Gegner so, dass sie Vorteile schaffen oder Schwächen offenlegen. Vasilisa die Weise setzt auf das Beschwören und Führen von Ammen, elementaren Verbündeten, die während der Kämpfe kontinuierliche Unterstützung bieten. Dobrynya Nikitich überzeugt in längeren Gefechten durch hohe Lebenspunkte und defensive Fähigkeiten, die eingehenden Schaden abfangen. Alyosha führt ein Sternenstahlschwert und einen Zauberbrecher-Stab, mit denen er direkte Angriffe und magische Störungen kombiniert.
Der Kampf verläuft in Runden, in denen Aktionspunkte die Anzahl der spielbaren Karten begrenzen. Buffs, Debuffs und Positionierung erweitern die taktischen Möglichkeiten. Nach jeder Begegnung verzweigt sich die Karte in verschiedene Optionen - von niedrig bedrohlichen Sümpfen bis hin zu hochgefährlichen Lichtungen, auf denen stärkere Gegner bessere Belohnungen versprechen. Heldenbezogene Questreihen erweitern die Geschichte und führen neue Kreaturen oder Lore-Elemente ein, ohne die grundlegende Struktur der Durchläufe zu verändern.
Spielmodi
Das Spiel dreht sich um roguelike-Durchläufe, deren Wiederspielbarkeit auf prozeduralen Wegentscheidungen und der Weiterentwicklung des Decks beruht. Jeder Versuch beginnt mit der Heldenauswahl und führt durch eine Abfolge von Kämpfen, wobei die Schwierigkeit an jeder Abzweigung durch die Routenwahl angepasst werden kann. Es gibt keine separaten kompetitiven oder kooperativen Modi; der Fokus liegt auf individueller Progression und dem Beherrschen von Synergien.
Der Fortschritt ergibt sich direkt aus dem Abschließen heldenspezifischer Questketten, die zusätzlichen Story-Kontext und Details zu Kreaturen freischalten. Ein Durchlauf endet entweder mit dem Sieg über wichtige Bosse oder einem vorzeitigen Scheitern. Freischaltbare Inhalte beschränken sich auf kosmetische oder geringfügige Verbesserungen, ohne dauerhafte Machtsteigerung. Dieses System belohnt sorgfältige Planung und Anpassung über mehrere Versuche hinweg.
Helden und Kampfsysteme
Die Heldenwahl prägt den gesamten Durchlauf, da sich Fähigkeiten und Startdecks deutlich unterscheiden. Varvaras Manipulationswerkzeuge sprechen Spieler an, die taktische Positionierung schätzen, während Vasilisas Beschwörungen das Management mehrerer Einheiten belohnen. Dobrynya bietet einen direkten Tank-Stil, und Alyosha kombiniert Nahkampf mit dem Nutzen des Zauberbrechers. Kämpfe folgen klassischen Deck-Building-Prinzipien wie Handmanagement und Ressourcenverteilung, ergänzt durch das Relikt-System, das mächtige Interaktionen ermöglicht.
Die Gegnervielfalt umfasst normale Feinde und legendäre Bosse, die gezielte Gegenmaßnahmen erfordern, die durch Karten- und Relikt-Wahl aufgebaut werden. Das rundenbasierte System gibt Zeit zur Bewertung von Optionen, doch Positionierung und Timing bleiben entscheidend für effizientes Vorgehen.
Lohnt es sich zu spielen?
Deathless. The Hero Quest spricht Spieler an, die Deck-Building-Roguelikes mit starker thematischer Identität und unterschiedlichen Helden-Stilen suchen. Die Steam-Bewertungen liegen insgesamt bei „Sehr positiv" und spiegeln die Wertschätzung für Kartensynergien, Art Direction und die von Folklore inspirierte Welt wider. Das Spiel erschien nach einer Early-Access-Phase in der Vollversion und wird weiterhin über etablierte Systeme unterstützt.
Wer tiefgehende Einzelspieler-Strategie mit hohem Wiederspielwert durch verschiedene Heldenwege und Deck-Experimente sucht, findet hier anhaltenden Spielspaß. Das Fehlen von Multiplayer oder zusätzlichen Modi hält das Erlebnis fokussiert und eignet sich für Sitzungen, die auf dem Abschluss von Durchläufen statt auf sozialen Funktionen basieren. Die Verfügbarkeit auf dem PC ermöglicht einen unkomplizierten Zugang für die Zielgruppe aus Strategiespielern und Fans von Indie-Adventures.