Deeds were Done 2: Project Ascend ist ein Indie-Adventure, das von einem einzelnen Entwickler komplett im PSX-Look umgesetzt wurde. Im Mittelpunkt steht eine nüchterne Geschichte über Menschenversuche und militärische Ambitionen - ohne übernatürliche Elemente oder Kampfsysteme. Die Spieler übernehmen die Rolle von Jack, einem neuen Rekruten, der in die geheime Regierungsoperation Project Ascend hineingezogen wird.
Gameplay
Die Spielschleife folgt einer Sieben-Tage-Struktur, die zunächst ruhig beginnt und dann zunehmend dichter erzählt. Erkundung findet auf einer großen Karte statt, die mit Umgebungsdetails und versteckten Hinweisen gefüllt ist. Ein eigenständiges Aufgabensystem lenkt den Fortschritt über Notizen, Briefe und direkte Anweisungen von Vorgesetzten. Dialoge, Dokumente und implizite Ereignisse in der Welt ergänzen sich zu einer vielschichtigen Erzählweise. Bewegung und Interaktion orientieren sich am ruhigen Tempo eines Walking Simulators und legen den Fokus auf Beobachtung und Entscheidungen statt auf Action. Das gesamte Projekt wurde ohne KI-Unterstützung von Hand erstellt, wodurch ein einheitlicher Stil bei Modellen, Texturen und Soundeffekten entsteht.
Spielmodi
Das Spiel bietet eine durchgehende Einzelspieler-Erzählung ohne separate Multiplayer- oder Wettbewerbsmodi. Der Fortschritt folgt der festen Sieben-Tage-Zeitachse, sodass Spieler Orte erneut besuchen und weitere Schichten der Geschichte entdecken können. Das Aufgabensystem ist direkt in die Hauptkampagne eingebunden und passt sich mit wachsendem Vertrauen zu Schlüsselpersonen an. Verzweigte Enden oder alternative Szenarien gibt es nicht; die Geschichte verläuft linear und stützt sich auf Umweltgeschichten.
Handlung und Setting
Project Ascend dreht sich um den Versuch, die körperlichen und psychischen Grenzen von Soldaten auszunutzen, um ihre Leistungsfähigkeit zu steigern. Das Geschehen spielt in einer fiktiven Regierungseinrichtung, in der zwischenmenschliche Beziehungen die Spannung erzeugen. Jack beginnt mit Routineaufgaben und erhält nach und nach sensiblere Aufträge, deren wahre Bedeutung sich durch Gespräche und gefundene Unterlagen offenbart. Der realistische Ton unterstreicht die beunruhigenden Aspekte institutioneller Macht und persönlicher Kompromisse, ohne auf Horror-Klischees oder äußere Bedrohungen zurückzugreifen.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel richtet sich an Spieler, die langsame, atmosphärische Erzählungen und detaillierte Erkundung in kompakter Form schätzen. Die handgemachte Umsetzung und die auf Andeutungen basierende Geschichte belohnen aufmerksames Beobachten über die sieben Tage hinweg. Erste Rückmeldungen zur itch.io-Version loben vor allem die dichte Atmosphäre und die Erzählweise, während manche die ruhigeren Abschnitte als etwas schleppend empfinden. Mit dem bevorstehenden Steam-Release und laufenden Qualitätsverbesserungen bietet das Spiel ein fokussiertes Singleplayer-Erlebnis für alle, die realistische, charakterzentrierte Indie-Adventures suchen. Verfügbarkeit auf dem PC macht es für jeden zugänglich, der eine kurze, storylastige Erfahrung ohne zusätzliche Modi oder Erweiterungen sucht.