Defend The Highlands ist ein Indie-Strategietitel, der Tower-Defense-Elemente mit Echtzeit-Strategie verbindet und eine unverkennbar schottische Note trägt. Spieler übernehmen das Kommando über eine bunt zusammengewürfelte Truppe Schotten, die ihre Heimat gegen angreifende Armeen verteidigen. Dabei verwalten sie Ressourcen wie Haferbrei und errichten sowie bemannen Verteidigungsstellungen auf unterschiedlichen Schlachtfeldern.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht der Aufbau von Verteidigungsanlagen, deren Bedienung den Schotten während der Angriffswellen übertragen wird. Klassische Tower-Defense-Strukturen gewinnen durch die Notwendigkeit an Tiefe, Einheiten aktiv zu rekrutieren und zu positionieren, da Türme Personal brauchen, um wirksam zu sein. Haferbrei wird durch die Eroberung und Verteidigung von Haferfarmen gewonnen und dient als Hauptressource für den Unterhalt der Truppen und für Upgrades.
Neue Kämpfer werden über Dudelsackspieler angeworben, die jedoch vor Feinden geschützt werden müssen, um den Nachschub aufrechtzuerhalten. Erfolgreiche Kämpfe bringen Upgrades für Einheiten und Bauwerke. Helden erweitern die Führungsoptionen, darunter der Wirt Alfredo und der legendäre William Wallace, die jeweils eigene Stärken ins Gefecht bringen.
Im Kampf kommen ungewöhnliche, schottisch inspirierte Waffen zum Einsatz: Golfschläger für den Nahkampf und Haggis-Katapulte für Fernangriffe. Zur Verteidigung stehen Haferbrei-Kanonen, Rüben-Türme und Käserad-Stationen zur Verfügung, die für abwechslungsreiche taktische Möglichkeiten sorgen. Gegner treten mit ebenso skurrilen Einheiten an, von walisischen Schafreitern über englische Teekannenwerfer bis hin zu irischen Kartoffelbauern, und erfordern flexible Positionierung und Ressourcenverteilung.
Spielmodi
Im Story-Modus führt eine Kampagne über 20 Level, die von defensiven Stellungen in Schottland bis zu Angriffen auf feindliches Gebiet in Wales und England reicht. Dabei werden nach und nach neue Herausforderungen, Gegnertypen und Ziele eingeführt, während das Haferbrei-Management und das Rekrutierungssystem weiter ausgebaut werden.
Im Gefechtsmodus lassen sich eigene Partien auf verfügbaren Karten mit frei wählbaren Parametern starten. So können unterschiedliche Verteidigungsanordnungen, Heldenkombinationen und Einheitenmischungen ausprobiert werden, ohne an die Vorgaben der Kampagne gebunden zu sein.
Besondere Mechaniken und Setting
Das Ressourcenmanagement dreht sich um Haferbrei-Vorräte, die direkt bestimmen, wie viele Verteidigungen aufrechterhalten und wie viele Kämpfer rekrutiert werden können. Haferfarmen werden zu entscheidenden Zielen, die während der Kämpfe gehalten werden müssen. Der humorvolle Ton ergibt sich aus den nationalistisch geprägten Charakteren, den skurrilen Waffen und den absurd gestalteten Gegnern, die sich von ernsteren Strategietiteln abheben.
Leichte Echtzeit-Strategie-Elemente zeigen sich in der direkten Steuerung von Helden sowie der Notwendigkeit, Dudelsackspieler umzupositionieren oder bedrohte Türme zu verstärken. Dieser hybride Ansatz hebt das Spiel von reinen Tower-Defense-Titeln ab, indem er die Verwaltung von Einheiten neben statischen Verteidigungen in den Vordergrund stellt.
Lohnt sich das Spiel?
Fans von Tower-Defense-Spielen, die Ressourcenverwaltung und Einheitenrekrutierung kombinieren, finden hier eine passende Mischung. Die Verbindung skurriler schottischer Themen mit handfesten Mechaniken ergibt ein unterhaltsames Spielgefühl für alle, die leichte Strategie-Runden schätzen. Positives Feedback der Spieler hebt vor allem den Charme des Settings und die befriedigende Entwicklung durch Upgrades und Heldenbefehle hervor.
Das Spiel richtet sich an alle, die ein humorvolles Singleplayer-Erlebnis suchen, insbesondere an Spieler, die Indie-Titel mit ungewohnten Genre-Mischungen ausprobieren möchten. Die überschaubare Kampagne und die flexiblen Gefechtsoptionen bieten Wiederspielwert ohne übermäßige Komplexität. Die Verfügbarkeit auf dem PC macht es für Strategiefans zugänglich, die eine kürzere, eigenständige Kampagne in ihrem eigenen Tempo erleben wollen.