Degrees of Separation ist ein 2D-Puzzle-Platformer, der auf der Zusammenarbeit zweier Figuren mit gegensätzlichen Elementarkräften basiert. Spieler steuern Ember, die Hitze beherrscht, und Rime, der Kälte kontrolliert, durch fantasievolle Landschaften voller Hindernisse, die nur durch das Zusammenspiel ihrer Fähigkeiten überwunden werden können.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Wechselspiel aus Plattform-Sequenzen und Rätseln, bei dem Temperaturveränderungen die Umgebung umgestalten. Ember schmilzt Eisblöcke oder erwärmt gefrorene Flächen, um Wege freizulegen, während Rime fließendes Wasser gefrieren lässt oder heiße Zonen abkühlt. Diese Interaktionen laufen in Echtzeit ab und erfordern präzise Sprünge sowie gutes Timing.
Die Level führen nach und nach neue Mechaniken ein, ohne den Spieler zu überfordern. Verstreute Schals dienen als Sammelobjekte, die weitere Bereiche freischalten und zum Erkunden anregen. Ohne Kampf oder Scheitern bleibt der Fokus auf Experimentieren und kreativen Lösungen.
Plattform-Passagen verlangen oft, dass ein Charakter eine sichere Route für den anderen schafft. Rätsel erfordern häufig, dass ein Objekt nacheinander oder gleichzeitig verändert wird - etwa eine Barriere auf einer Seite erhitzt und auf der anderen gekühlt wird.
Spielmodi
Im Einzelspieler-Modus übernimmt eine Person beide Figuren und wechselt bei Bedarf zwischen ihnen. Auch hier muss vorausschauend geplant werden, da die Charaktere stets zusammenarbeiten. Der Modus ermöglicht ein kontinuierliches Fortkommen und hebt die Verbindung zwischen den Protagonisten hervor.
Im lokalen Koop-Modus teilen sich zwei Spieler den Bildschirm, jeder steuert einen Charakter. Remote Play Together erlaubt dasselbe auf getrennten Geräten. In beiden Varianten steht die Abstimmung der Aktionen im Vordergrund.
Das nicht-lineare Level-Design lässt Spieler Abschnitte in unterschiedlicher Reihenfolge angehen, sobald erste Hindernisse beseitigt sind. Dadurch steigt der Wiederspielwert für alle, die nach alternativen Wegen oder verbleibenden Schals suchen.
Handlung und Präsentation
Eine Erzählerin trägt die Geschichte im Märchenstil vor und schildert die Beziehung zwischen Ember und Rime, die durch eine rätselhafte Kraft getrennt werden. Das Drehbuch stammt von Chris Avellone und ist eng mit den Spielmomenten verknüpft, in denen die Kräfte der Figuren sowohl die Welt als auch ihre eigene Entwicklung beeinflussen.
Die handgezeichnete 2D-Grafik setzt warme und kühle Farbpaletten gezielt ein. Hinter- und Vordergrund verändern ihr Aussehen mit der Temperatur und unterstreichen das zentrale Thema. Passende Audiohinweise geben sofortiges Feedback bei Rätselversuchen.
Lohnt sich das Spiel?
Auf Steam liegt die Bewertung bei „Größtenteils positiv" mit 79 Prozent Zustimmung aus knapp tausend Bewertungen. Besonders angesprochen fühlen sich Spieler, die bedächtige Puzzle-Platformer schätzen, die Beobachtung und Teamwork belohnen.
Wer ein kompaktes Erlebnis mit sinnvollen Koop-Elementen sucht, findet durchgängig stimmige Mechaniken. Alleinspielende können die gesamte Kampagne ohne Partner absolvieren. Seit der Veröffentlichung 2019 für den PC gab es keine größeren Zusatzinhalte, sodass die Erwartungen auf das ursprüngliche Puzzle- und Story-Paket gerichtet sein sollten.
Insgesamt richtet sich das Spiel an alle, die Umgebungs-Rätsel und eine leichte Erzählung mit zwei Protagonisten mögen. Ohne Kampf oder Ressourcenverwaltung bleibt der Fokus auf kreativen Lösungen und stetigem Fortschritt durch die Welten.