Desert Child ist ein Singleplayer-Action-RPG mit Renn- und Simulations-Elementen. Die Handlung spielt in einer nahen Zukunft, in der die Erde zunehmend unbewohnbar wird und viele Menschen auf den Mars umgesiedelt sind. Spieler übernehmen die Rolle eines jungen Hoverbike-Fahrers, der mit knappen Mitteln genug Geld für ein Ticket zum Roten Planeten verdienen muss, bevor die Preise steigen. Im Mittelpunkt steht das Überleben durch Rennen und Nebenjobs, während das eigene Vintage-Hoverbike aufgerüstet und eine raue Welt voller Gelegenheitsarbeiten und Konflikte durchstreift wird.
Gameplay
Im Kern verbindet das Spiel Hoverbike-Rennen mit leichten RPG- und Survival-Mechaniken. Während der Rennen gilt es, Geschwindigkeit, Handling und Hindernisse auf unterschiedlichen Strecken zu meistern und Crashes zu vermeiden, die das Bike beschädigen. Dazwischen erkunden Spieler städtische Gebiete, um Aufträge wie Pizza-Lieferungen, Kopfgeldjagden oder das Sammeln von Teilen für Waffen und Upgrades zu erledigen. Die Einnahmen fließen in Reparaturen, Anpassungen und den täglichen Bedarf, um das Ziel - die Abreise zum Mars - Schritt für Schritt näher zu bringen.
Im Erkundungsabschnitten kommt es zu Kämpfen gegen Gangster, Kopfgeldjäger und andere Gegner, die mit gesammelten Waffenteilen ausgetragen werden. Auch die Wartung des Bikes ist entscheidend: Ein schlechter Zustand wirkt sich direkt auf die Rennleistung aus und erfordert regelmäßige Investitionen. Ressourcenmanagement spielt eine zentrale Rolle, da Hunger und Finanzen den Spieler zwingen, Renngewinne gegen laufende Ausgaben wie Mahlzeiten abzuwägen.
Optisch setzt das Spiel auf farbenfrohe Pixel-Art-Stadtlandschaften und einen markanten Retro-Look, der durch einen starken Soundtrack ergänzt wird und eine entspannte, zugleich angespannte Atmosphäre erzeugt. Die Steuerung legt den Fokus auf präzises Hoverbike-Handling, das sich bei hohen Geschwindigkeiten gleichzeitig schwerelos und reaktionsschnell anfühlt.
Spielmodi
Desert Child ist eine lineare Singleplayer-Erfahrung ohne separate Multiplayer- oder Wettbewerbsmodi. Die Hauptaktivität besteht aus Hoverbike-Rennen, die als zentrale Einnahmequelle und Fortschrittsmechanik dienen. Die Strecken variieren und werden mit dem Fortschritt der Geschichte anspruchsvoller.
Nebenaktivitäten sind fest in das Gameplay integriert und nicht als eigenständige Modi zu verstehen. Spieler übernehmen Lieferaufträge, sammeln Teile und verfolgen Kopfgeldziele, während sie frei erkundbare Stadtviertel durchstreifen. Diese Aufgaben sorgen für Abwechslung und zusätzliche Einnahmen außerhalb der Rennen.
Erkundungs- und Kampfabschnitte ermöglichen Interaktionen mit der Umgebung und den Charakteren, um Ausrüstung zu verbessern oder Ressourcen zu beschaffen. Die gesamte Struktur ist auf das übergeordnete Ziel ausgerichtet, innerhalb eines begrenzten Zeitfensters genug Geld für die Reise zum Mars zusammenzubringen.
Handlung und Setting
Die Geschichte spielt in einer dystopischen Version der Erde, in der staatliche Subventionen den Mars einst erschwinglich machten, nun aber auslaufen und normale Bürger vor die Herausforderung stellen, sich auf eigene Faust einen Weg vom Planeten zu suchen. Der Protagonist beginnt mit minimalen Mitteln, einem ramponierten Hoverbike und dem täglichen Überlebenskampf, der auch Ramen als Grundnahrungsmittel umfasst.
Das Worldbuilding betont den Kontrast zwischen denjenigen, die bereits zum Mars aufgebrochen sind, und den Zurückgebliebenen - ein Hintergrund geprägt von wirtschaftlichem Druck und begrenzten Chancen. Begegnungen mit verschiedenen Charakteren während Jobs und Kämpfen erweitern das Erleben, ohne umfangreiche Dialogsysteme oder verzweigte Handlungsstränge.
Das Setting unterstützt die Gameplay-Schleife, indem Rennstrecken und Auftragsorte in lebendigen, aber heruntergekommenen Stadtvierteln platziert sind, die zum wiederholten Besuch für Upgrades und Aufträge einladen.
Lohnt es sich?
Desert Child richtet sich an Spieler, die kurze Singleplayer-Erfahrungen mit einer Mischung aus Rennen, leichten RPG- und Simulations-Elementen suchen. Die Spielzeit liegt bei etwa sechs bis zehn Stunden, was es für alle attraktiv macht, die eine fokussierte, storygetriebene Erfahrung ohne langfristige Bindung bevorzugen.
In der Kritik werden vor allem der unverwechselbare Pixel-Art-Stil und der Soundtrack hervorgehoben, während Rennen und Nebenaktivitäten nach den ersten Stunden als repetitiv empfunden werden können. Technische Probleme treten in manchen Versionen auf, und die dünne Handlung spricht eher Spieler an, denen Atmosphäre wichtiger ist als eine tiefgründige Erzählung.
Wer Hoverbike-Rennen mit Gelegenheitsjobs, Ausrüstungsfortschritt und Ressourcenmanagement verbinden möchte, findet das Kernspiel für seine Länge ansprechend. Das Spiel ist auf dem PC als abgeschlossene Version verfügbar, ohne laufende Saisoninhalte oder größere Updates seit der Erstveröffentlichung.