Deus Ex: Invisible War ist ein Action-Rollenspiel, das auf dem PC First-Person-Shooter- und Stealth-Elemente miteinander verbindet. Die Handlung spielt etwa zwanzig Jahre nach dem ersten Teil und führt in eine Welt, die sich von einem wirtschaftlichen Zusammenbruch erholt und in der religiöse und politische Gruppierungen um Einfluss auf die Zukunft der Gesellschaft ringen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Erkundung vernetzter Hub-Areale in Schauplätzen wie Seattle, der Antarktis und Kairo. Spieler nehmen dort Quests von NPCs an oder lassen sie aus, entscheiden selbst, wie sie Ziele erreichen, und nutzen Biomodifikationen, um Fähigkeiten wie Wanddurchblick, weite Sprünge, Selbstheilung oder Tarnung vor Radar zu erlangen. Diese Upgrades eröffnen unterschiedliche Herangehensweisen an Begegnungen.
Stealth-Mechaniken nutzen Dunkelheit und Geräusche, um die Wahrnehmung der Gegner zu beeinflussen. Hacking ermöglicht das Öffnen von Türen oder das Umprogrammieren von Sicherheitssystemen, während bewegliche Objekte und Körper physische Interaktionen erlauben. Kämpfe können direkt oder ausweichend geführt werden, viele Situationen lassen sich auch gewaltfrei lösen. Das System fördert Experimente, da die Biomod-Entwicklung die gangbaren Wege durch die Missionen bestimmt.
Spielmodi
Das Spiel besteht aus einer Einzelspieler-Kampagne mit nicht-linearer Handlung. Spieler verfolgen verzweigte Storylines, die durch Entscheidungen bei Aufgaben und Fraktionszugehörigkeiten beeinflusst werden. Es gibt keinen separaten Mehrspielermodus, sodass der Fokus auf der Solo-Reise durch die Geschichte und die Nebenaktivitäten in den Hubs liegt.
Fortschritt entsteht durch Freiheit innerhalb der Missionen: Ziele lassen sich durch Infiltration, Kampf oder indirekte Methoden erreichen. Fraktionsbeziehungen sorgen für zusätzliche Schichten, da Entscheidungen Beziehungen und verfügbare Pfade verändern, ohne eine einzige Route vorzuschreiben.
Handlung und Setting
Die Geschichte spielt in einer technologischen Zukunft nach einer globalen Depression. Mehrere Fraktionen verfolgen sich überschneidende Ziele, sodass Spieler während der Missionen ihre Loyalitäten abwägen müssen. Zu den wichtigsten Gruppen zählen die WTO, die Wirtschaftspolitik steuert, der Orden, der auf spirituelles Gleichgewicht setzt, die Tempelritter, die Biomodifikationen ablehnen, und die Omar, Händler mit umfangreichen Implantaten.
Jeder Hub bietet parallele Aufgaben, die mit diesen Gruppen verbunden sind. Eine Allianz mit einer Fraktion führt oft zu Konflikten mit anderen und erzeugt reaktive Story-Verzweigungen, die frühere Handlungen widerspiegeln. Die Struktur ermöglicht mehrere Durchläufe mit unterschiedlichen Ausgängen je nach gewählten Wegen.
Lohnt es sich?
Die Aufnahme ist bei Spielern, die choice-driven Immersive Sims schätzen, gemischt. Das Spiel bietet starke Handlungsfreiheit durch das Fraktionssystem und flexible Missionslösungen und spricht damit jene an, die planvolles Vorgehen mit Biomods und Stealth schätzen. Technische Einschränkungen aus der Entwicklungszeit werden in Diskussionen über Tempo und Umfang im Vergleich zum ersten Teil häufig erwähnt.
Es richtet sich an Fans nicht-linearer Einzelspieler-Kampagnen auf dem PC, die Wert auf Handlungsfolgen und Charakteranpassung legen, weniger auf moderne Grafik oder zusätzliche Modi. Die Verfügbarkeit auf digitalen Plattformen macht es für Interessierte an den frühen Experimenten der Serie mit reaktiven Erzählungen zugänglich. Wer hohe Wiederspielbarkeit durch unterschiedliche Fraktionsausrichtungen sucht, wird belohnt, während andere die veralteten Elemente als Hürde empfinden können.