Dominions 3: The Awakening ist ein rundenbasiertes Strategiespiel in einer Fantasy-Welt, in dem Spieler als Prätendentengötter um den Aufstieg konkurrieren. Im Mittelpunkt stehen die Verwaltung von Nationen, groß angelegte Magie und langfristige Planung auf prozedural oder zufällig generierten Karten für den PC.
Gameplay
Zu Beginn erstellt der Spieler einen Prätendentengott - etwa als Erzmagier, uralter Kraken oder mystischer Monolith. Diese Wahl beeinflusst die Ausbreitung der Herrschaft über Provinzen und die Verfügbarkeit heiliger Einheiten. Im Kern dreht sich das Spiel darum, eine von über 60 Nationen zu führen: Rekrutierung von Einheiten, Erforschung von Zaubern, Schmieden von Artefakten und Durchführung von Ritualen. Kämpfe werden detailliert berechnet, wobei über 1500 Einheiten mit individuellen Fähigkeiten aufeinandertreffen und mehr als 600 Zauber unterstützend wirken. Blutmagie erfordert Opfer, globale Effekte verändern die gesamte Karte. Drei Zeitalter bieten unterschiedliche technologische und magische Schwerpunkte - von roher Magie in der Frühzeit bis hin zu fortschrittlicher Stahlrüstung in der Spätzeit. Provinzen benötigen Infrastruktur wie Burgen, Tempel und Labore, während Spione, Attentäter und dauerhafte Verwundungen ständige Aufmerksamkeit verlangen. Das Spiel läuft auf Windows, Mac OSX und Linux und unterstützt einfaches Modding von 2D-Grafiken.
Spielmodi
Im Einzelspieler tritt man gegen KI-Gegner auf zufälligen oder selbst erstellten Karten an. Für bis zu 23 Teilnehmer steht ein Mehrspielermodus mit simultanen Runden zur Verfügung, entweder über Netzwerk oder Play-by-Email. Beide Varianten erlauben gemischte Partien aus menschlichen und KI-gesteuerten Nationen. Es gibt keine klassische Kampagne; stattdessen steht die offene Konkurrenz um die Göttlichkeit im Vordergrund, erreicht durch Ausbreitung der Herrschaft und militärische Überlegenheit.
Nationen und Mechaniken
Mehr als 60 Nationen bieten unterschiedliche Spielstile, von Marignon mit Paladinen, Hexenjägern und Inquisitoren bis hin zu unterwasserischen Reichen wie dem lovecraftianisch inspirierten R'lyeh. Die Einheitenliste umfasst über 1500 Einträge mit speziellen Fähigkeiten, die mit dem Magiesystem interagieren. Über 300 magische Gegenstände existieren, darunter einzigartige Artefakte, die nur einmal geschmiedet werden können. Söldner werden auf einem globalen Markt gehandelt, und Spezialagenten wie Späher, Verführer, Verderber, Werwölfe und Illusionisten agieren verdeckt. Dauerhafte Kampfverletzungen haben langfristige Folgen. Ein 300-seitiges Handbuch dient als umfassendes Tutorial und Nachschlagewerk für Zauber und Gegenstände.
Lohnt sich das Spiel?
Dominions 3 richtet sich an Spieler, die komplexe rundenbasierte Strategie mit starkem Fokus auf Magieanpassung, Nationenaufbau und lange Partien suchen. Die Tiefe ergibt sich aus der Vielzahl an Zaubern, Einheiten und Interaktionen, nicht aus einem straffen Tempo. Das Spiel belohnt diejenigen, die mit komplexen Systemen und einer steilen Lernkurve umgehen können. Das mitgelieferte Handbuch und die plattformübergreifende Verfügbarkeit unterstützen sowohl Solo- als auch Gruppenspiele, auch wenn die aktuelle Spielerzahl auf Vertriebsplattformen gering ist. Wer detaillierte Fantasy-Strategie mit simultanen Mehrspielermöglichkeiten schätzt, wird die Mechaniken über viele Durchgänge hinweg als tragfähig erleben.