Conquest of Elysium 4 ist ein rundenbasiertes Fantasy-Strategiespiel, das Roguelike-Elemente mit tiefgehenden fraktionsspezifischen Mechaniken auf zufällig generierten Karten verbindet. Spieler übernehmen eine von vielen unterschiedlichen Gruppen im Kampf um die Vorherrschaft über Elysium. Erfolg hängt davon ab, sich an einzigartige Ressourcen, Beschwörungsmethoden und langfristige Ziele anzupassen, statt auf klassische Einheitenproduktion zu setzen.
Gameplay
Jede der zwanzig Fraktionen folgt eigenen Regeln. Druiden erweitern Wälder und Dschungel, um Zutaten für Waldwesen zu sammeln, und verzichten weitgehend auf den Abbau von Mineralien. Zwerge hingegen sichern sich Minen, die jede Runde automatisch Einheiten erzeugen, und investieren stark in dauerhafte Verbesserungen, da Ersatztruppen knapp bleiben. Diese Unterschiede betreffen auch magische Rituale, die jede Fraktion in zufälligen Startsets erhält - zusammen mit Kampfsprüchen. Weitere Rituale und Zauber lassen sich durch Ressourcen oder Erkundung freischalten.
Sechs weitere Ebenen existieren neben der Hauptwelt, darunter ein Infernalreich mit Teufeln und Dämonen. Wird ein Dämonenfürst beschworen, entsteht dort eine Zitadelle; bei Verbannung kehrt die Kreatur dorthin zurück, statt vernichtet zu werden. Für eine endgültige Vernichtung muss man selbst in die Infernale Ebene vordringen. Die meisten Spieler reisen selten zwischen den Ebenen, doch die Hintergrundaktivitäten beeinflussen Zufallsereignisse und manche Beschwörungen. Die Karten berücksichtigen Temperaturunterschiede, die Gelände und Ressourcen prägen. Aggressive Wildtiere und Ereignisse wie Banditenüberfälle oder reiche Ernten sorgen schon vor dem ersten Feindkontakt für Druck.
Das Kampfsystem wurde für diese Version überarbeitet und legt den Schwerpunkt auf taktisches Positionieren und Einheitenfähigkeiten, statt direkte Steuerung während der Gefechte. Monsterbeschreibungen liefern zusätzliche Hinweise zu den Bedrohungen auf der Karte.
Spielmodi
Im Mittelpunkt steht der Einzelspielermodus auf prozedural erzeugten Karten, dessen Ziel die territoriale Eroberung ist. Zufällige Startbedingungen, Rituale und Kartenereignisse sorgen dafür, dass jede Partie anders verläuft. Lokaler Mehrspielermodus unterstützt LAN-Partien im PvP und im Koop-Modus sowie geteilte oder getrennte Bildschirme. Ein Karteneditor ermöglicht das Erstellen und Teilen eigener Szenarien.
Fraktionen und Fortschritt
Fortschritt ergibt sich aus dem Auffinden von Orten, die neue Rituale oder Zauber gewähren, sowie aus dem Management der fraktionsspezifischen Wirtschaft. Druiden setzen auf natürliches Wachstum, Bergbaufraktionen auf Verteidigung und stetigen Einheitenfluss. Zufallsereignisse und Wildtierbegegnungen erzwingen ständige Anpassung, bereits in den ersten Runden. Zwanzig Fraktionen, variable Startbedingungen und Ebeneninteraktionen sorgen für anhaltende Vielfalt, ohne dass identische Einheitenaufstellungen wiederholt werden.
Lohnt sich das Spiel?
Die Steam-Bewertungen fallen mit 89 Prozent positiven Stimmen aus über fünfhundert Bewertungen „Sehr positiv" aus. Der hohe Wiederspielwert resultiert aus den unterschiedlichen Fraktionsmechaniken und prozeduralen Elementen, die Wiederholungen vermeiden. Das Spiel richtet sich an Spieler, die steile Lernkurven und hohe Schwierigkeit schätzen, bei denen frühe Fehler langfristige Folgen haben. Wer leichte Einstiege oder regelmäßige Updates sucht, findet das ältere Spiel weniger geeignet - zumal eine Fortsetzung verfügbar ist. Karteneditor und lokaler Mehrspielermodus verlängern die Spielzeit für Gruppen, die eigene Inhalte oder gemeinsame Runden bevorzugen. Insgesamt bietet das Spiel konstante Tiefe für Strategen, denen mechanische Vielfalt wichtiger ist als auf Hochglanz polierte Präsentation.