Door Kickers 2: Task Force North ist ein Echtzeit-Taktikspiel, das sich auf Nahkampf und die Planung von Spezialeinsätzen konzentriert. Spieler führen Eliteeinheiten durch Raids und Anti-Terror-Missionen im fiktiven Nahost-Staat Nowheraki. Das Spiel legt den Fokus auf taktische Entscheidungen aus der Vogelperspektive, bei denen Trupps Gebäude durchkämmen, Bedrohungen bewältigen und Ziele erfüllen - ohne Runden oder Aktionspunkte.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Echtzeit-Planung von Bewegungen und Aktionen, die jederzeit pausiert und angepasst werden können. Die Soldaten folgen den vorgegebenen Wegen, erkunden Bereiche über Sichtlinien, bekämpfen Gegner und reagieren auf dynamische Situationen. Zerstörbare Umgebungen ermöglichen neue Zugänge oder das Beseitigen von Hindernissen mit Sprengladungen. Nachtsichtgeräte, leichte Maschinengewehre zur Feuersperre sowie verschiedene Waffenanpassungen wie Schalldämpfer und Munitionstypen eröffnen unterschiedliche Herangehensweisen.
Zu den Bedrohungen zählen Selbstmordattentäter, IEDs und Raketenwerfer, die sorgfältige Positionierung und Deckung erfordern. Trupps können Stellungen halten, ihre Blickrichtung festlegen oder koordinierte Angriffsbefehle auslösen. In längeren Kampagnen bleiben Verletzungen bestehen und wirken sich auf Folgemissionen aus. Das System unterstützt sowohl aggressive Raumräumung als auch schleichende Infiltration.
Spielmodi
Handgefertigte Operationen bieten strukturierte Einzelspieler-Erfahrungen mit klaren Zielen wie Geiselbefreiungen oder Terroristen-Neutralisierungen. Prozedural generierte Einsätze sorgen für endlose zufällige Missionen. Kampagnen kombinieren beides über mehrere Missionen hinweg, wobei sowohl handgefertigte als auch generierte Sequenzen möglich sind. Ein Zufallsgenerator liefert schnelle Einzeleinsätze, während ein umfassender Missions- und Leveleditor die Erstellung und den Austausch eigener Inhalte erlaubt.
Online-Koop für bis zu vier Spieler lässt jeden Teilnehmer ein eigenes Team steuern und Pläne gemeinsam umsetzen. Der Iron-Man-Modus macht verlorene Soldaten in Kampagnen dauerhaft unersetzlich und erhöht so das Risiko - bleibt aber optional.
Fraktionen und Einheiten
Drei Fraktionen bieten unterschiedliche Spielstile. Die U.S. Army Rangers setzen auf Feuerkraft, Truppenstärke und koordinierte Angriffe mit Sturmgewehren, Unterstützungswaffen, Scharfschützen und Grenadieren. Die CIA Special Activities Division arbeitet mit kleinen Teams für verdeckte Operationen, lautlose Annäherung und gezielte Schläge mit schallgedämpften Waffen. Die Nowheraki SWAT nutzt improvisierte Ausrüstung, zahlenmäßige Überlegenheit und Nahkampfmittel wie Schilde oder Molotow-Cocktails.
Jede Fraktion verfügt über eigene Doktrinen und Fertigkeitsbäume, die spezialisierte Ausrüstung und Fähigkeiten freischalten. Spieler wählen passende Einheiten aus und verbessern ihre Soldaten über Waffenkammer und Fortschrittssystem.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel richtet sich an Spieler, die taktische Planung mit Echtzeit-Ausführung in der Vogelperspektive verbinden möchten. Die Mischung aus handgefertigten Inhalten, prozeduraler Vielfalt und Koop-Optionen sorgt für hohen Wiederspielwert im Strategie- und Simulationsbereich. Die Vollversion Anfang 2025 brachte dedizierte Kampagnenmodi und wird durch umfangreiche Modding-Tools weiter ergänzt.
Die Resonanz ist durchweg positiv, mit überwältigendem Feedback auf den großen Plattformen. Wer präzise Kontrolle über Truppaktionen ohne starre Rundenstrukturen sucht, findet die Mechaniken besonders lohnend - vor allem beim Experimentieren mit verschiedenen Fraktionen und Missionsgeneratoren.