ELEX II ist ein Singleplayer-Action-Rollenspiel in einer postapokalyptischen Science-Fantasy-Welt. Spieler ĂĽbernehmen die Rolle von Jax und erkunden den Planeten Magalan. Mit einem Jetpack bewegt man sich frei durch groĂźe, handgefertigte Gebiete und verfolgt eine Geschichte, in der es darum geht, verfeindete Gruppen gegen eine gemeinsame Bedrohung zu vereinen.
Gameplay
Im Mittelpunkt stehen offene Welt, Erkundung, Kämpfe und Charakterentwicklung. Die Fortbewegung basiert vor allem auf dem Jetpack, der sowohl am Boden als auch in der Luft genutzt werden kann und so erhöhte Bereiche sowie Abkürzungen über die Karte ermöglicht. Im Kampf wechseln Nah- und Fernangriffe nahtlos, unterstützt durch ein verbessertes Steuerungssystem. Die Charakterentwicklung ist an vier Attribute gekoppelt: Stärke, Konstitution, Geschicklichkeit und Intelligenz. Diese Werte bestimmen, welche Waffen, Rüstungen und Fähigkeiten verfügbar sind, und fördern eine spezialisierte statt eine breit angelegte Entwicklung.
Begleiter können rekrutiert werden und ziehen mit dem Spieler, sofern vorherige Entscheidungen dies zulassen. Sie unterstützen im Kampf und reagieren auf Ereignisse; ihr Tod kann dauerhafte Folgen haben. Die Welt reagiert auf den Spieler: NPCs ändern Dialoge und Verfügbarkeit je nach abgeschlossenen Quests und Ruf. Moralische Entscheidungen prägen Haupt- und Nebenhandlungen, beeinflussen Allianzen und Enden, ohne einen vorgegebenen richtigen Weg.
Spielmodi
ELEX II ist ausschließlich als Singleplayer-Erfahrung konzipiert. Die Kampagne verläuft über eine lineare Hauptquest, die sich je nach Fraktionszugehörigkeit und Entscheidungen verzweigt. Fortschritt entsteht durch Aufträge für verschiedene Gruppen, die Ruf einbringen und dadurch einzigartige Fähigkeiten, Ausrüstung und Handlungsverläufe freischalten. Separate Multiplayer- oder Koop-Modi gibt es nicht. Unterschiedliche Spielweisen ergeben sich vor allem durch alternative Fraktionspfade und damit verbundene Wiederspielbarkeit.
Fraktionen und Weltinteraktion
Fünf Fraktionen lassen sich durch rufbasierte Quests beitreten: Berserker mit feuerbasierten magischen Fähigkeiten, Albs mit Eis- und Elektro-Kräften, Morkons, die Nahkampf-Verbesserungen auf Kosten von Lebenspunkten bieten, Kleriker mit technologischem Fokus und Outlaws, die weitere Optionen nach ersten Bündnissen eröffnen. Eine sechste Gruppe, die Skyands, bleibt feindlich und kann nicht betreten werden. Jede Fraktion verfügt über eigene Skillbäume und regionale Zentren. Der Ruf bei einer Gruppe wirkt sich auf das Ansehen bei anderen aus und schafft so verknüpfte Konsequenzen auf der Karte.
Die Umgebungen umfassen unterschiedliche Biome, die verschiedene Kampf- und Erkundungsstile unterstützen. Die Piranha Bytes Engine steuert NPC-Routinen, Quest-Reaktivität und attributsabhängige Progression.
Lohnt sich das Spiel?
Die Bewertungen auf Steam fallen insgesamt überwiegend positiv aus, während die jüngsten Rezensionen gemischt ausfallen. Das Spiel spricht vor allem Spieler an, die wert auf entscheidungsbasierte Handlungen, Fraktionspolitik und offene Erkundung im Stil älterer Rollenspiele legen. Technische Probleme und das Kampfgefühl werden von manchen kritisiert, während andere die Tiefe der Konsequenzen und die Bewegungsfreiheit hervorheben.
Wer ein hochpoliertes Action-Erlebnis sucht, könnte die Systeme als veraltet empfinden. Spieler, die mit bedachtem Tempo, attributsbasierter Spezialisierung und mehreren Durchgängen zur Erkundung verschiedener Allianzen umgehen können, finden hier am ehesten Anklang. Das Spiel ist weiterhin auf dem PC erhältlich, ohne laufende saisonale Inhalte oder bestätigte große Erweiterungen nach den frühen Stabilitätspatches.